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Datum
16.10.2017

Nicht irritieren lassen: So sorgen Sie richtig für später vor!

Viele Verbraucher gehen trotz steigenden Bedarfs das wichtige Thema Altersvorsorge nicht an. Sie zögern oft, weil ihnen Klarheit fehlt. Sieben typische Fehlannahmen – und welche Fakten stattdessen gelten.

Vorurteile Altersvorsorge (iStock)

Die gesetzliche Rente gerät zunehmend unter Druck. Eine immer größere Rolle spielt die sich wandelnde Arbeitswelt: häufigere Brüche in der Erwerbsbiografie, immer mehr Menschen in Teilzeitbeschäftigung und die steigende Zahl der Solo-Selbstständigen (siehe auch Grafik).

Vorurteile Altersvorsorge

Generell sinkt das gesetzliche Rentenniveau durch die demografische Entwicklung kontinuierlich. Ergänzende Altersvorsorge wird trotz allem zu wenig oder nicht richtig genutzt. Dass die Möglichkeiten der privaten und betrieblichen Altersvorsorge – trotz Handlungsbedarf insbesondere bei jüngeren Generationen und staatlicher Förderung – ungenutzt bleiben, hat häufig mit Fehlannahmen oder verkürzten Betrachtungsweisen zu tun:

Umfragen zeigen immer wieder, dass die Deutschen ihre Lebenserwartung falsch einschätzen. So erwarten sie nach einer repräsentativen Studie von MLP, im Durchschnitt 81,3 Jahre alt zu werden. Doch bereits heute werden die Deutschen im Schnitt 89,6 Jahre alt. Mehr als 20 Prozent aller heute 55-Jährigen erreichen sogar das Alter von 95 Jahren. Auf Basis dieser Fehlannahme suchen sich viele Verbraucher die falschen Produkte für ihre Altersvorsorge aus, etwa Tages- und Festgelder. Eine dauerhafte Altersvorsorge muss in der Lage sein, zuverlässig abzusichern. Das gelingt nicht mit einfachen Sparverträgen, deren Kapital irgendwann aufgebraucht ist, sondern generell mit Rentenversicherungen, die eine Rente zahlen – Monat für Monat, solange man lebt.

Wer sich einzig auf seine gesetzliche Rente verlässt, wird im Alter seinen gewohnten Lebensstandard nicht halten können. Aufgrund des einfachen Umlageprinzips der Gesetzlichen, das durch den demografischen Wandel zunehmend ins Ungleichgewicht gerät – immer weniger Rentenbeitragszahler stehen immer mehr Rentnern gegenüber – haben vor allem jüngere Menschen entsprechend weniger zu erwarten. Heutige Erwerbsbiografien (siehe auch Grafik) sorgen ebenfalls für niedrigere Rentenaussichten.

Je später man sich für eine ergänzende Vorsorge entscheidet, desto schwerer wird es, die Rentenlücke im Alter zu schließen. Ein früher Sparstart hat aber noch einen anderen so einfachen wie entscheidenden Vorteil: den Zinseszinseffekt. Er bewirkt, dass das Polster mit der Zeit weiter wächst. Bei jeder neuen Verzinsung werden nicht nur der eingezahlte Beitrag, sondern auch die vorherigen Beiträge samt Zinsen erneut verzinst. Tipp: Mit Berufsbeginn sollte jeder auch die Angebote der betrieblichen Altersvorsorge nutzen, die im Zuge der jüngsten Reform in diesem Jahr noch gewisse Vorteile bieten – unter anderem mit Blick auf die Flexibilität.

Kleinvieh macht auch Mist. Das ist ein viel bemühter Satz. Er trifft auch auf die Altersvorsorge zu. Wichtig ist, dass man überhaupt anfängt zu sparen – auch wenn es, etwa mit Berufsstart, erst einmal kleine Beiträge sind. Wer pro Monat zum Beispiel mit anfänglich nur kleinen Beiträgen beispielsweise in eine Fondspolice beginnt, kann über die Jahre bereits ein stattliches Polster erreichen, aus dem sich dann mit Rentenbeginn eine monatliche Zusatzrente speist. Die Auszahlungen stehen dem Versicherten im Rahmen des Versicherungsprinzips lebenslang zu.

Mehr denn je gilt: Die Kapitalmärkte bieten langfristig gesehen bessere Chancen auf Ertrag als Festverzinstes. Wer dabei in eine fondsbasierte Rentenversicherung einzahlt, deren Fonds zudem breit gestreut investieren, der kann auch zwischenzeitliche Schwankungen auf lange Sicht gut abfedern. Immer beliebter werden derzeit sogenannte Neue-Garantie-Versicherungen. Diese sind – vereinfacht gesagt – ein Mittelweg zwischen klassischen, garantieverzinsten Versicherungen und mitunter deutlich offensiver in die Kapitalmärkte investierenden Fondspolicen. Bei der Entscheidung für eine Versicherungsvariante ist vor allem das Risikoempfinden des Sparers ausschlaggebend. Ein Beispiel: Bei den Neue-Garantie-Policen gibt es Varianten, die von vornherein eine Verlustgrenze haben.

Heirat, Nachwuchs, Hauskauf, Scheidung, Jobwechsel – das Leben lässt sich nicht immer planen. Daher ist darauf zu achten, dass sich die gewählten Varianten an neue Lebensumstände anpassen lassen. Die Verträge sollten also zum Beispiel in Teilzeitphasen Beitragsänderungen oder sogar im Fall der Fälle zwischenzeitliche Zahlungspausen zulassen.

Weil auch der Staat die ergänzende Altersvorsorge vielfältig fördert, sollte sich jeder im Vorfeld zu seinen optimalen Möglichkeiten informieren. Mit einer Riester-Rente, Basis-Rente oder betrieblichen Altersvorsorge lässt sich von Steuererleichterungen in der Ansparphase profitieren. Riester-Sparer erhalten zudem jährlich eine Grundzulage von derzeit 154 und ab 2018 sogar 175 Euro sowie weitere Zulagen, wenn sie Kinder haben. Private Rentenversicherungen hingegen haben in der Auszahlungsphase Steuervorteile: Der zu versteuernde Ertragsanteil hängt vom Renteneintrittsalter ab und ist vergleichsweise niedrig. Wer beispielsweise mit 67+ Jahren in Rente geht, muss nur 17 Prozent seiner Privatrente versteuern.

Unterm Strich: Eine Standardlösung zur Altersvorsorge gibt es nicht. Die Auswahl hängt stark davon ab, welche Leistungsmerkmale dem Einzelnen wichtig sind. „Insgesamt ist es ratsam, auf verschiedene Produktgattungen zu setzen“, so Miriam Michelsen, Leiterin Altersvorsorge und Krankenversicherung bei MLP. „Gerade bei langfristigen Sparprozessen ist ein ausgewogener und gut abgestimmter Mix grundlegend. Unsere Berater unterstützen dabei, die passenden Lösungen zu finden.“