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Betriebliche Altersvorsorge: Bauen Sie mithilfe des Arbeitgebers eine geförderte Zusatzrente auf

Mit einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) sichern Sie sich eine zusätzliche Altersvorsorge mit hohen Renditen. Sie profitieren von einer umfassenden staatlichen Förderung. Denn die Einzahlung ist steuerfrei - bis auf den letzten Cent.

Jedem Arbeitnehmer steht gesetzlich zu, Teile seines Bruttogehalts in eine betriebliche Altersversorgung anzulegen. Die Finanzierung erfolgt direkt durch den Arbeitgeber oder per Entgeltumwandlung durch den Arbeitnehmer.

Ihre Vorteile

  • Attraktive staatliche Förderung
  • Verbesserte Versorgungssituation im Alter
  • Sicherung des Lebensstandards
  • Hartz-IV-sicher

Das Wichtigste in Kürze

  • Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ermöglicht den geförderten Aufbau einer Zusatzrente über den Arbeitgeber.
  • Finanziert werden kann die betriebliche Altersversorgung durch den Arbeitgeber oder durch Sie selbst, indem Sie auf einen Teil Ihres Bruttoverdienstes zugunsten der Altersversorgung verzichten. Im Regelfall werden die Beiträge durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam aufgebracht.
  • Egal wer die Beiträge aufwendet, Sie zahlen weniger Steuern und Sozialabgaben.
  • Die Beiträge zur betriebliche Altersversorgung sind steuerfrei und in gewissem Umfang sozialversicherungsfrei in der Ansparphase. Dafür muss die spätere Rente voll versteuert werden. Für gesetzlich Krankenversicherte fallen zudem Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an.

Was ist die betriebliche Altersvorsorge?

Mit der betrieblichen Altersversorgung (bAV) – oder auch Betriebsrente – bauen Sie eine Zusatzrente über den Arbeitgeber auf. Wenn der Arbeitgeber diese nicht als Leistung zusätzlich zum Gehalt anbietet, bleibt für Arbeitnehmer in der Regel die Möglichkeit der sogenannten Entgeltumwandlung. Das heißt, der Arbeitgeber leitet die Beiträge für die Altersvorsorge aus Ihrem Bruttoverdienst an den ausgewählten Versorgungsträger weiter. Steuern und Sozialabgaben werden aus dem verminderten Gehalt berechnet und abgeführt. Damit fallen weniger Steuern und Sozialabgaben an. So unterstützt der Staat Sie bei Ihrer Altersvorsorge.

Zur Wahl stehen fünf verschiedene Durchführungswege:

  • Direktversicherung
  • Pensionskasse
  • Pensionsfonds
  • Unterstützungskasse
  • Direktzusage

Die drei erstgenannten Durchführungswege werden auch als die versicherungsförmigen Durchführungswege bezeichnet. Diese Bezeichnung wird uns noch im Folgenden begegnen. Grundsätzlich wählt der Arbeitgeber, welchen Durchführungsweg er in seinem Unternehmen anbietet. Im Rahmen des Rechtsanspruchs auf Entgeltumwandlung haben Arbeitnehmer das Recht, eine Direktversicherung zu verlangen, sofern der Arbeitgeber nicht eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds anbietet.

Die fünf Durchführungswege

  • Beträge sind steuer- und sozialabgabenfrei bis 4% der jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze West
  • weitere 4% p.a. steuerfrei. Beiträge zu Gunsten einer Direktversicherung nach „altem Recht“,§ 40b EStG a. F., werden von den 8% der BBG abgezogen.

  • Beträge sind steuer- und sozialabgabenfrei bis 4% der jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze West
  • weitere 4% p.a. steuerfrei. Beiträge zu Gunsten einer Direktversicherung nach „altem Recht“,§ 40b EStG a. F., werden von den 8% der BBG abgezogen.

  • Beträge sind steuer- und sozialabgabenfrei bis 4% der jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze West
  • weitere 4% p.a. steuerfrei. Beiträge zu Gunsten einer Direktversicherung nach „altem Recht“,§ 40b EStG a. F., werden von den 8% der BBG abgezogen.
  • Steuer- und sozialabgabenfrei, wenn Beiträge zur Übernahme einer Pensionsverpflichtung gezahlt werden

  • Beiträge in unbegrenzter Höhe steuer- und sozialabgabenfrei
  • Bei Entgeltumwandlungen ist die Sozialabgabenbefreiung auf maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze West begrenzt

  • Beiträge in unbegrenzter Höhe steuer- und sozialabgabenfrei
  • Bei Entgeltumwandlungen ist die Sozialabgabenbefreiung auf maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze West begrenzt

Was leistet eine betriebliche Altersvorsorge?

In erster Linie dient die betriebliche Altersversorgung (bAV) dazu, den Lebensstandard im Alter zu sichern und die gesetzlichen Rentenzahlungen zu ergänzen. Zusätzlich sind folgende Absicherungen möglich:

  • Leistungen bei Berufsunfähigkeit
  • Absicherung der Hinterbliebenen. Das sind Ehegatten, ehemalige Ehegatten, kindergeldberechtigte Kinder, Lebenspartner und namentlich benannte, in häuslicher Gemeinschaft lebende Lebensgefährten.
  • Die Leistung erfolgt grundsätzlich als Rente, kann je nach Leistungsfall aber auch als einmalige Kapitalzahlung erfolgen

Wer hat Anspruch auf eine Betriebsrente?

Die Idee der betriebliche Altersversorgung ist älter als die sozialen Reformen Bismarcks. Aber ein Recht auf eine betriebliche Altersversorgung zumindest durch Entgeltumwandlung haben Arbeitnehmer erst seit dem 1. Januar 2002. Das heißt, Arbeitnehmern – auch geringfügig Beschäftigten (rentenversicherungspflichtig) – muss der Arbeitgeber die Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung einräumen.

Gibt es eine betriebliche Altersvorsorge für Selbstständige und Unternehmer?

Vorab, es geht um die steuer- und sozialversicherungsrechtlich geförderte bAV. Freiberufler und Gewerbetreibende können für sich selbst keine betriebliche Altersversorgung einrichten. Besteht ein festes, dauerhaftes Autragsverhältnis kann eine betriebliche Altersversorgung im Einzelfall über den Auftraggeber eingerichtet werden. Auch Personengesellschafter können keine bAV erhalten. (Mit-)Inhaber einer Kapitalgesellschaft können über diese grundsätzlich eine bAV erhalten, wenn sie im Unternehmen mitarbeiten. Zum Beispiel Gesellschafter-Geschäftsführer. Für Gesellschafter-Geschäftsführer und Vorstände einer Kapitalgesellschaft ist die Einrichtung einer betrieblichen Altersversorgung sogar üblich.

Gibt es eine betriebliche Altersvorsorge für Beamte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst?

Beamte können im Rahmen der Beamtentätigkeit die betriebliche Altersversorgung nicht nutzen. Sie erhalten ein Ruhegehalt, das höher ausfällt als die gesetzliche Rente. Anders ist es bei Angestellten im öffentlichen Dienst. Diese erhalten im Rahmen der Zusatzversorgung eine bAV. Darüber hinaus regeln auch diverse Tarifverträge in diesem Bereich die Entgeltumwandlungsmöglichkeiten für Angestellte im öffentlichen Dienst.

Wann lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge?

Die bAV lohnt sich (fast) immer, spätestens seit 2019. Denn für alle Verträge, die seitdem geschlossen werden, muss der Arbeitgeber 15 Prozent des Beitrags als Zuschuss leisten, wenn die Umwandlung über die versicherungsförmigen Durchführungswege erfolgt und der Arbeitgeber dadurch Sozialversicherungsbeiträge einspart. Denn Dank der Entgeltumwandlung spart das Unternehmen beim Arbeitgeberanteil die Sozialabgaben. Dieser Vorteil ist an den Arbeitnehmer weiterzugeben. Auch Mitarbeiter mit älteren Verträgen gehen nicht leer aus: Ab 2022 gelten diese Regeln auch für sie. Trägt der Arbeitgeber die Beiträge alleine, gewährt höhere Zuschüsse oder kann er besondere Vertragskonditionen mit der Versorgungseinrichtung aushandeln, profitieren Sie noch mehr.

Sonderfall: hoher Verdienst

Arbeitnehmer, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung liegt, sparen mit der betrieblichen Altersversorgung keine Sozialabgaben mehr ein. Sie profitieren von der Steuerersparnis, im Einzelfall vom freiwilligen Arbeitgeberzuschuss, vereinfachtem Zugang zum Versorgungswerk und besonderen Beitragskonditionen. Daher gilt es im Einzelfall, genau abzuwägen, ob die betriebliche Altersvorsorge oder eine private Rentenversicherung günstiger ist. Denn bei der privaten Rentenversicherung versteuern Sie später nur den Ertragsanteil. Gerne beraten wir Sie dazu.

Wie wird die betriebliche Altersvorsorge gefördert?

  • Die Beiträge zu den versicherungsförmigen Durchführungswegen sind bis zur Höhe von 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG West) steuerfrei. Im Jahr 2020 entspricht das 552 Euro pro Monat (6.624 Euro pro Jahr).
  • Für vom Arbeitgeber finanzierte Beiträge für Geringverdiener bleiben zusätzlich bis 480 Euro pro Jahr steuerfrei
  • Beiträge zur Unterstützungskasse und zur Direktzusage sind in voller Höhe steuerfrei
  • Sozialabgabenfrei sind im Rahmen der versicherungsförmigen Durchführungswege 4 Prozent der BBG DRV-West. Für 2020 sind das 276 Euro monatlich (3.312 Euro im Jahr).
  • Vom Arbeitgeber finanzierte Beiträge zur Unterstützungskasse und zur Direktzusage sind in voller Höhe sozialabgabenfrei, im Rahmen einer Entgeltumwandlung bis 4 Prozent der BBG DRV-West. Für 2020 sind das also ebenfalls 276 Euro monatlich (3.312 Euro im Jahr).

Vergleich bAV – Vermögenswirksame Leistungen

Besonders lukrativ ist die Umwandlung von vermögenswirksamen Leistungen (VL) in bAV. So fließt bei gleicher Nettoauszahlung fast das Doppelte in Ihre persönliche Altersvorsorge.

VL-Sparen bAV statt VL
Bruttogehalt 3.000 Euro 3.000 Euro
Vermögenswirksame Leistungen (VL) + 40 Euro + 40 Euro
Umwandlung VL in bAV 0 Euro - 40 Euro
Zusätzliche Umwandlung in bAV 0 Euro - 37,77 Euro
Steuer- und SV-Bruttogehalt 3.040 Euro 2.962,23 Euro
Steuern1 - 471,30 Euro - 449,17 Euro
Sozialabgaben - 611,80 Euro - 596,16 Euro
Vermögenswirksame Leistungen (VL) - 40 Euro 0 Euro
Nettoauszahlung 1.916,90 Euro 1.916,90 Euro
Anlage 40 Euro 77,77 Euro bzw.
89,44 Euro inklusive Arbeitgeberpflichtzuschuss2

1Alter 35, Lohnsteuerklasse I/0 Steuertarif 2020 inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer; Bundesland Baden Württemberg; gesetzlich krankenversichert, kinderlos (Pflegeversicherungsbeitrag + 0,25 %, Zusatzbeitrag GKV 1,1 %).

2 Bei Entgeltumwandlung mit Sozialabgabenersparnis in den Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds besteht für Neuzusagen seit 2019 ein Anspruch auf mindestens 15 % Arbeitgeberzuschuss. Für Zusagen vor 2019 entsteht der Anspruch auf einen Zuschuss ab 1.1.2022.

Die staatliche Förderung im Rahmen des Vermögensbildungsgesetzes kommt für die Umwandlung von VL in BAV nicht in Betracht.

Werden für die Betriebsrente Sozialabgaben fällig?

Rentner, die in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind, müssen auf die Betriebsrente Beiträge bezahlen.

Seit 2020 gibt es in der Krankenversicherung einen Freibetrag in Höhe von 159,25 Euro. Übersteigt die Betriebsrente diesen Wert, so fallen auf den übersteigenden Anteil Krankenversicherungsbeiträge an. Für die Pflegeversicherung gilt dieser Freibetrag jedoch nicht.

Liegt die Betriebsrente unter einem Wert von 159,25 Euro, so liegt die Versorgung unter der Freigrenze und es fallen keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an.

Privat krankenversicherte Personen sind hiervon nicht betroffen, da ihr Beitrag unabhängig vom Einkommen anfällt.

Was passiert bei einem Arbeitgeberwechsel?

Arbeitgeberfinanzierte Versorgungen sind spätestens nach drei Jahren und wenn sie mindestens 21 Jahre alt sind unverfallbar, d.h. diese können Ihnen bei Ausscheiden nicht mehr entzogen werden. Der Arbeitgeber kann diese Regelungen nur zu Ihren Gunsten anpassen. Entgeltumwandlungen sind per Gesetz sofort von Beginn an unverfallbar. Mit einer solchen unverfallbaren Versorgungsanwartschaft haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Der neue Arbeitgeber übernimmt die Versorgung und führt sie fort.
  • Sie führen die Versicherung selbst weiter (nicht möglich bei Unterstützungskasse und Direktzusage).
  • Sie stellen den Vertrag beitragsfrei., bzw. erhalten vom alten Arbeitgeber eine Anwartschaft auf die Leistung.


Sie interessieren sich für die betriebliche Altersvorsorge?

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