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Authentisch im Büro

Ob als Fach- oder Führungskraft: Im Job gilt Authentizität als Schlüssel für den Erfolg. Doch was bedeutet das – vor allem im Arbeitsalltag?

Karriere Authentizität Beruf (iStock-526150076)

Authentizität ist in. Wir bauen authentisch, kleiden uns authentisch, essen authentisch und genießen authentische Urlaube... Da wundert es kaum, dass auch in der Berufswelt vor allem diejenigen vorankommen, die authentisch handeln. In einer aktuellen Studie einer deutschen Strategieberatung gaben 77 Prozent der Führungskräfte an, dass sich authentisches Verhalten positiv auf ihre eigene Leistung auswirkt und Mitarbeiter sich insbesondere in unsicheren Zeiten eher an authentischen Führungskräften orientieren.

Aufrichtig, ehrlich, konsequent

Aber was genau ist eigentlich Authentizität? „Authentisch zu sein bedeutet, mich nicht verstellen zu müssen, mich entspannt verkaufen zu können – ohne eine Maske aufzusetzen, mich so zu zeigen, wie ich bin“, meint Karriereexpertin Bettina Stackelberg, unter anderem Coach für Nachwuchsführungskräfte.

Im Wesentlichen gibt es vier Regeln:

  1. Bewusstsein: seine Stärken und Schwächen ebenso kennen wie seine Gefühle und Motive.
  2. Ehrlichkeit: versuchen, sich selbst mit einem ungeschönten Blick von außen zu betrachten.
  3. Konsequenz: wirklich nach eigenen und möglichst allgemeinen Werten handeln.
  4. Aufrichtigkeit: die Größe haben, auch seine negativen Seiten zu offenbaren.

  • Authentizität beginnt schon beim Vorstellungsgespräch: Bewerber können zum Beispiel ehrlich darauf hinweisen, dass sie nervös sind – Personaler merken es ohnehin und werden die Offenheit zu schätzen wissen.
  • Wer den coolen Typen nur spielt, wird sich allein durch seine Körpersprache schnell verraten. Diese ist meistens echt, weil wir sie nur bedingt beeinflussen können.
  • Beim Thema Stärken und Schwächen am besten nicht überlegen, was das Gegenüber hören will, sondern was tatsächlich persönliche Stärken und Schwächen sind – und wie man mit ihnen umgeht. Gleiches gilt, wenn Vorgesetzte nach fachlichen oder persönlichen Einschätzungen zu einem Vorgang oder Projekt fragt.
  • Auch bei der Kleidung darf man Authentizität beweisen. Allerdings sollte man in Branchen, in denen Anzug und Kostüm angebracht sind, doch besser Businesskleidung tragen. Das gehört zu den Spielregeln, die es auch im Berufsleben gibt.

  • Authentischen Vorbildern folgt der Mensch gern. Mit anderen Worten: Wenn Führungskräfte selbst mit Begeisterung und Leidenschaft an eine Aufgabe herangehen, können sie auch ihre Mitarbeiter einfacher motivieren.
  • Vorgesetzte, die neben ihrer Persönlichkeit mit inhaltlicher Kompetenz überzeugen können, sind in der Regel akzeptierter, als Kollegen, die ihre Autorität nur aus ihrer Funktion heraus geltend machen.
  • Authentisch zu führen heißt, seinen Wertekanon zu kennen und zu wissen, inwieweit man von diesem abweichen will. Um das herauszufinden, bedarf es einer stetigen Selbstreflexion. Vorteil: Wer darüber nachdenkt, inwieweit sich seine Werte auch von denen des Unternehmens unterscheiden, kann im Zweifel auch bewirken, dass sich im Arbeitsalltag etwas ändert.