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Datum
02.06.2021

Schlüsseldienstkosten vermeiden: Welche Versicherung zahlt?

Kurz einmal nicht aufgepasst, schon ist beim Gang zum Briefkasten die Tür zugeschlagen und der Schlüssel steckt von innen. Die Kosten für so einen Notfall können je nach Zeitpunkt und Schlüsseldienst dreistellig ausfallen. Um haarsträubende Rechnungen zu vermeiden, lohnt sich ein Blick auf Versicherungen. In bestimmten Fällen – und je nach gewählter Leistung – werden die Kosten übernommen.

Schlüsseldienstkosten vermeiden: Welche Versicherung eignet sich?
(GettyImages/LanaStock)

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kosten für einen Schlüsseldienst richten sich nach verschiedenen Faktoren.
  • In bestimmten Situationen trägt die Hausratversicherung oder Haftpflichtversicherung die Kosten für einen Schlüsseldienst.
  • Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte über Zusatzbausteine nachdenken.

Welche Preise für den Schlüsseldienst?

Es passiert meist zu den ungünstigsten Zeitpunkten: Mitten in der Nacht oder am Wochenende geht der Schlüssel verloren, steckt im Schloss oder bricht darin sogar ab. Fast überall besteht aber die Möglichkeit, einen 24-Stunden-Schlüsseldienst in Anspruch zu nehmen. Doch sollte man vorab die Preise erfragen, damit es hinterher keine böse Überraschung gibt. Die Kosten können vom niedrigen zweistelligen bis hin zum hohen dreistelligen, in Unternehmen sogar vierstelligen Bereich reichen.

Wichtige Kriterien für die Preisberechnung des Schlüsseldienstes sind:

  • die Methodik der Türöffnung
  • die Anfahrtszeit des Schlüsseldienstes
  • der Zeitpunkt

Gerade der Zeitpunkt ist entscheidend. Während eine einfache Haustüröffnung am Tag rund 90 Euro kosten kann, belaufen sich die Gebühren für denselben Fall in der Nacht oft auf fast das Doppelte. Grund genug, einen Blick auf die abgeschlossenen Versicherungen zu werfen!

Wann Hausrat- und Haftpflichtversicherung die Kosten tragen

Leider sind bei Standardabsicherungen selten Schlüsseldienstleistungen inbegriffen. Dann ist es unwahrscheinlich, dass die Hausratversicherung die Kosten für den Schlüsseldienst übernimmt. Lediglich bei Diebstahl kann die Versicherung kontaktiert werden. Auch, wenn nach einem Feuerwehreinsatz ein Schlüssel fehlt, ist die Kostenübernahme denkbar.

Wenn beruflich genutzte Schlüssel abhanden kommen, ist die Haftpflichtversicherung der richtige Ansprechpartner. Entscheidend ist, was im Vertrag vereinbart wurde. Aber oft fehlt auch hier eine entsprechende Klausel, die Schlüsselverluste fremder Personen abdeckt. Eine solche Klausel kann auch für Schlüssel gelten, die vom Vermieter an Mieter übergeben wurden.

Zusatzbausteine schließen Lücken

Um mögliche Lücken des Versicherungsschutzes zu schließen, gibt es besondere Zusatzbausteine zum Beispiel in der Hausratversicherung. So kann die Hausratversicherung gegen einen Aufschlag um entsprechende Zusatzvereinbarungen ergänzt werden. Dann springt sie auch für bestimmte Schlüsseldienstkosten ein – meist bis zu einer bestimmten Höhe und gegen eine Selbstbeteiligung der oder des Versicherten.

Fazit: Schlüsseldienstkosten vemeiden mit Zusatzbausteinen

Ohne spezielle Zusatzbausteine trägt die Hausratversicherung in der Regel nur dann die Kosten für den Schlüsseldienst, wenn der Schlüssel durch einen Diebstahl abhandengekommen ist bzw. durch einen Einbruch/Diebstahl Schlossänderungskosten entstehen. Auch die Haftpflichtversicherung ist nicht immer zahlungsbereit. Wer sicher gehen möchte, sollte sich daher frühzeitig um eine entsprechende Zusatzabsicherung bemühen.

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