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Schadenfreiheitsrabatt: Schadenfreiheitsklassen in der Kfz-Versicherung

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Schadenfreiheitsrabatt bestimmt maßgeblich die Beiträge Ihrer Kfz-Haftpflicht und Vollkasko.
  • Für jedes schadenfreie Jahr stuft Sie der Versicherer in die nächste Schadenfreiheitsklasse ein.
  • Die Rabattsätze in den einzelnen Schadenfreiheitsklassen variieren deutlich von Anbieter zu Anbieter.

Was ist der Schadenfreiheitsrabatt?

Schadenfreiheitsrabatt (kurz: SF-Rabatt) ist die Bezeichnung für eine Beitragsvergünstigung in der Autoversicherung. Der Versicherer gewährt Ihnen einen Rabatt, wenn Sie unfall- und schadenfrei im Straßenverkehr unterwegs sind: Je länger Sie keine Schäden melden, desto höher fällt die Ersparnis aus. Jede Versicherung legt eigene Prozentsätze für die jeweiligen Schadenfreiheitsklassen fest. Bleiben Sie lange Jahre schadenfrei, reduziert sich der Versicherungsbeitrag über den Zeitverlauf auf teilweise unter 20 Prozent. In der schlechtesten Klasse kann der Beitrag dagegen auf über 100 Prozent ansteigen.

Gut zu wissen: Einen Schadenfreiheitsrabatt erhalten Sie nur in der Kfz-Haftpflicht und Vollkasko Ihrer Kfz-Versicherung . In der Teilkasko wirkt sich Ihre Schadenfreiheitsklasse nicht auf die Beitragshöhe aus.

Welche Schadenfreiheitsklassen gibt es?

Die Schadenfreiheitsklasse (kurz: SF-Klasse) dient zur Berechnung der Beitragshöhe. In den Versicherungsbedingungen befindet sich daher auch stets eine Tabelle, in der die Beitragssätze nach der Anzahl der schadenfreien Jahre gestaffelt sind. Wenn Sie Ihrer Versicherung in der laufenden Versicherungsperiode keine Schäden gemeldet haben, wird Ihre Schadenfreiheitsklasse zu Beginn des nächsten Versicherungsjahrs automatisch hochgestuft. Mit steigender Schadenfreiheitsklasse erhöht sich der Schadenfreiheitsrabatt und entsprechend sinkt die Prämie. Bei vielen Versicherungen reicht die Einteilung von der SF-Klasse 1 bis zur SF-Klasse 35. Bei manchen Anbietern geht die Tabelle bis zur SF-Klasse 50.

Eine Schadenfreiheitsklasse ist immer einem bestimmten Vertrag zugeordnet, nicht aber dem Fahrer. Falls Sie also mehrere Fahrzeuge versichern, gilt für jeden Vertrag eine eigene Schadenfreiheitsklasse. Häufig wenden Versicherungen allerdings eine Zweitwagen-Regelung an, sodass Sie für Ihren zweiten Wagen direkt einen besseren Rabatt erhalten. Wer bisher über keinen Schadenfreiheitsrabatt verfügt, muss grundsätzlich in der teuren Schadenfreiheitsklasse 0 beginnen. Für Fahranfänger und Erstversicherte kann jedoch, unter bestimmten Voraussetzungen, eine Sonderklasse bzw. Sondereinstufung angeboten werden. Schließen Sie zum ersten Mal eine Versicherung für Ihr Fahrzeug ab, fällt die Prämie jedoch oftmals teurer aus.

Wie kann ich meinen Schadenfreiheitsrabatt verbessern?

Mit Ihrem Schadenfreiheitsrabatt sparen Sie im Idealfall über 80 Prozent auf den Beitrag Ihrer Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung. Daher ist es vorteilhaft, möglichst viele unfallfreie Jahre anzusammeln. Bezahlt Ihre Versicherung einen Unfallschaden, werden Sie in der Schadenfreiheitsklasse heruntergestuft und Sie bezahlen einen höheren Versicherungsbeitrag. Aus diesem Grund kann es manchmal lohnen, für kleinere Reparaturen und Bagatellschäden selbst aufzukommen. In diesem Fall bewahren Sie Ihren Schadenfreiheitsrabatt und steigen im folgenden Versicherungsjahr in die nächste Schadenfreiheitsklasse auf.

Was passiert beim Versicherungswechsel?

Wenn Sie Ihre Autoversicherung wechseln, können Sie Ihre jeweilige Schadenfreiheitsklasse in der Regel zum neuen Anbieter mitnehmen. Dadurch ist gewährleistet, dass Ihnen durch den Wechsel keine finanziellen Nachteile entstehen. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass der neuen Anbieter nur echte schadenfreie Jahre übernehmen muss. Verfügen Sie bisher über eine Sondereinstufung kann diese in der Regel nicht übernommen werden. Damit der Schadenfreiheitsrabatt richtig angerechnet wird, brauchen Sie nichts extra zu erledigen. Ihre bisherige Versicherung meldet die Schadenfreiheitsklasse per elektronischem Versichererwechselbescheinigungs-Verfahren (VWB-Verfahren). Schauen Sie trotzdem noch einmal zur Sicherheit nach, ob die Informationen korrekt sind.

Wie lässt sich ein Schadenfreiheitsrabatt übertragen?

Es besteht unter Umständen die Möglichkeit, den Schadenfreiheitsrabatt an eine andere Person zu übertragen. Dafür ist allerdings eine Reihe an Voraussetzungen zu erfüllen, zum Beispiel muss es sich oftmals um einen nahen Verwandten handeln. Die Übertragung des Schadenfreiheitsrabatts auf Fahranfänger ist zudem meist nicht sinnvoll, da diese nur die Anzahl an schadenfreien Jahren übernehmen können, welche sie sich bisher auch selbst hätten erfahren können. Bedenken Sie außerdem, dass Sie damit Ihre Schadenfreiheitsklasse abgeben und nicht mehr selbst von Ihrem angesparten Rabatt profitieren können.

Wann verfällt der Schadenfreiheitsrabatt?

Wenn Sie Ihren Versicherungsvertrag kündigen oder Ihr Fahrzeug vorübergehend stilllegen, kann sich dies auf Ihre Einstufung in der Schadenfreiheitsklasse auswirken. Ob sich Ihr Schadenfreiheitsrabatt reduziert, hängt von der Dauer der Unterbrechung ab. Die Versicherer sind dazu verpflichtet einen ungenutzten Schadenfreiheitsrabatt mind. 7 Jahre zu verwahren, bevor dieser verfällt. Einige Versicherer bieten jedoch die Möglichkeit den Schadenfreiheitsrabatt auch über diese Frist hinaus wieder zu aktivieren.

Kfz-Versicherung online abschließen und optimieren

Ein Vergleich der Autoversicherungen lohnt sich: Die einzelnen Angebote unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Rabatte. Darüber hinaus ist es wichtig, auf die Leistungen und die Beitragshöhe zu achten. Bei MLP erhalten Sie einen schnellen Überblick zu Top-Tarifen und können Ihre Kfz-Versicherung online optimieren. Wählen Sie jetzt eine Versicherung, die auf Ihren Bedarf zugeschnitten ist. Bei Fragen zu den Themen Kfz-Haftpflicht sowie Voll- und Teilkasko beraten wir Sie gerne.

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