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Mit der Rürup-Rente vorsorgen und Steuern sparen

Die Rürup-Rente (auch Basisrente) bildet die Grundlage für Ihre Altersvorsorge. Die Beiträge für Ihre Rente können Sie dabei von der Steuer absetzen.

Durch die variable Beitragszahlung in die Basisrente entscheiden Sie selbst über den Beitrag und können ihn Ihren Einnahmen entsprechend anpassen. Die Basisrente ist staatlich gefördert: Sie können sie von der Steuer absetzen – jährlich bis zu 25.046 Euro.

TIPP: Mit der Kombination von Basisrente (Rürup-Rente) und der wichtigen Berufsunfähigkeitsversicherung schöpfen Sie steuerliche Fördermöglichkeiten noch weiter aus. Unter bestimmten Bedingungen können Sie die Beiträge für beide Vorsorgebausteine als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung gelten machen.

Das Wichtigste zur Rürup-Rente in Kürze:

  • Selbstständige und Arbeitnehmer sorgen mit der Rürup-Rente steuerbegünstigt für das Alter vor.
  • Wie die gesetzliche Rentenversicherung und die berufsständigen Versorgungswerke gehört die Rürup-Rente zur ersten Säule der Altersvorsorge.
  • Beiträge bis zu 25.046 Euro pro Jahr mindern Ihre Steuerlast. Bei steuerlich gemeinsam veranlagten Ehepaaren bis zu 50.092 EUR.
  • Die Basisrente kann mit einer Absicherung der Berufsunfähigkeit verbunden werden – so können auch diese Beiträge steuerlich geltend gemacht werden.
  • Ab 2040 sind die Rentenzahlungen aus der Basisrente voll zu versteuern. Aktuell liegt der Besteuerungsanteil bei 80% (2020) und steigt jedes Jahr um 1% bis auf 100% im Jahr 2040.

Was ist die Rürup-Rente?

Die Rürup-Rente gehört seit dem Jahr 2005 zusammen mit der gesetzlichen Rentenversicherung und den berufsständischen Versorgungswerken (zum Beispiel für Ärzte oder Rechtsanwälte und Notare) zur ersten Säule der Altersvorsorge. Daher trägt sie auch die Bezeichnung Basisrente. Es handelt sich dabei meist um eine klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung. Seltener ist die Rürup-Rente als Fondssparplan erhältlich. Das Besondere an dieser Art der Vorsorge: Die Beiträge sind ebenso wie die der gesetzlichen Rentenversicherung steuerbegünstigt.

Damit bauen Selbstständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung oder in einem Versorgungswerk pflichtversichert sind, mit staatlicher Unterstützung eine Altersvorsorge auf. Gesetzlich Rentenversicherte nutzen die Rürup-Rente, um den Höchstbetrag für Altersvorsorgeaufwendungen voll auszuschöpfen und eine Zusatzrente zu erwirtschaften.

Auch eine kombinierte Absicherung der Berufsunfähigkeit ist mit der Basisrente möglich. Anders als z.B. bei der Riester-Rente, gelten die Steuervorteile auch für Beiträge zu einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung.

Wer kann die Basis-Rente abschließen?

Ursprünglich war diese Rentenversicherung speziell für Selbstständige gedacht, die weder in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind noch einem Versorgungswerk angehören. Auch Angestellte profitieren unter gewissen Umständen von dieser Form der Altersvorsorge. Denn eine Basisrente abschließen darf grundsätzlich jeder. Allerdings entfällt der Steuervorteil, wenn Sie bereits hohe Beiträge zur gesetzlichen Rente oder für ein Versorgungswerk abführen. In diesem Fall kann eine private Rentenversicherung oder ein Riester-Vertrag die bessere Alternative sein.

Für wen eignet sich die Rürup-Rente?

Ob die Basisrente ein sinnvoller Baustein für Ihre Altersvorsorge ist, hängt von Ihrer persönlichen Einstellung und dem Einkommen ab:

  • Die gesetzliche Rente ist umlagefinanziert und muss immer mehr Rentner mit weniger Beitragszahlern finanzieren. Bei Rürup setzen Sie auf eine kapitalgedeckte Versicherung. Für die Rente stehen Ihnen die eingezahlten Beiträge plus die erwirtschafteten Erträge zur Verfügung.
  • Sehr gut verdienende Selbstständige schöpfen mit der Basis-Rente die Steuervorteile voll aus. 90 Prozent der Beiträge bis maximal 25.046 Euro jährlich (Stand 2020) setzen Sie steuermindernd ab. Damit geben Sie bis zu 22.541 Euro als Sonderausgaben an. Ehepaaren steht der doppelte Betrag zu.
  • Die Rürup-Rente ist auch für gesetzlich Rentenversicherte interessant, um die Steuervorteile durch die Sonderausgaben voll auszunutzen.
  • Als Jungunternehmer dagegen sollten Sie sich den Abschluss der Zusatzrente überlegen. Solange die Einnahmen noch stark schwanken, stecken Sie das Geld lieber in das Unternehmen. Auf die lange Bank schieben sollten Sie die Altersvorsorge aber auch nicht. Gehen Sie das Thema am besten an, sobald sich die Firma stabilisiert hat.

Steuerliche Besonderheiten

Die Basisrente wird auf der einen Seite steuerlich gefördert, auf der anderen Seite ist die spätere Auszahlung steuerpflichtig. Dabei erfolgt die Anrechnung sowohl in der Anspar- als auch in der Auszahlungsphase schrittweise.

Beim Ansparen gilt:

  • Im Jahr 2020 werden 90 Prozent der Beiträge bis zum Höchstbeitrag steuermindernd berücksichtigt.
  • Mit jedem Jahr steigt dieser Satz um 2 Prozent, bis im Jahr 2025 der volle Beitrag anerkannt wird.

In der Auszahlungsphase ist es ähnlich:

  • 2020 sind 80 Prozent der Rente steuerpflichtig.
  • Jedes Jahr steigt der Anteil um 1 Prozent, bis 2040 die gesamte Auszahlung steuerpflichtig ist.

Wie entsteht der Steuervorteil bei Rürup?

Während der Staat bei der Riester-Rente Zulagen gewährt, entsteht der Vorteil bei der Basisrente allein über die Steuer. Bis zu einer festgelegten Höchstgrenze machen Rürup-Sparer die Beiträge als Altersvorsorgeausgaben steuermindernd geltend. Der Höchstbetrag für das Jahr errechnet sich aus der Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen Rentenversicherung und dem jeweiligen Beitragssatz.

  • Die Rechnung lautet: BBG West Knappschaft x Beitragssatz.
  • Für 2020 heißt das: 101.400 Euro x 24,7 Prozent ergibt einen Höchstbeitrag von 25.046 Euro, wovon 90 Prozent anerkannt werden.

Die folgende Tabelle zeigt den Steuervorteil für verschiedene Einkommenshöhen bei einem 40-jährigen selbstständigen Single, der weder gesetzlich noch über ein Versorgungswerk abgesichert ist.

Jahresbruttoeinkommen Beitrag Basisrente monatlich Beitrag Basisrente jährlich Steuervorteil monatlich Steuervorteil jährlich
30.000 Euro 250 Euro 3.000 Euro 63 Euro 756 Euro
30.000 Euro 500 Euro 6.000 Euro 124 Euro 1.488 Euro
50.000 Euro 500 Euro 6.000 Euro 161 Euro 1.932 Euro
50.000 Euro 1.000 Euro 12.000 Euro 161 Euro 3.732 Euro
70.000 Euro 1.000 Euro 12.000 Euro 383 Euro 4.596 Euro
70.000 Euro 1.500 Euro 18.000 Euro 559 Euro 6.708 Euro

Bietet der Rürup-Vertrag Schutz für Hinterbliebene?

Die Basis-Rente ist nicht beleihbar, es findet keine Kapitalauszahlung statt und der Vertrag ist nicht vererbbar. Ohne zusätzliche Vereinbarungen fallen die eingezahlten Beiträge an den Versicherer, wenn Sie während der Ansparphase versterben. Es besteht aber die Möglichkeit, eine Beitragsrückgewähr zu vereinbaren.

Auch in der Auszahlungsphase sind eine Rentengarantiezeit oder Hinterbliebenenrente möglich, allerdings senkt diese zusätzliche Sicherheit für den Todesfall während des Rentenbezugs die Rentenhöhe ab.

Ist die Basisrente kündbar?

Über die Rürup-Rente sollen Sie ebenso abgesichert sein wie durch die gesetzliche Versicherung oder ein Versorgungswerk. Daher hat der Gesetzgeber entschieden, dass Versicherungsnehmer diesen Vertrag nicht kündigen dürfen. Können oder möchten Sie sich die Beiträge nicht mehr leisten, ist die Versicherung beitragsfrei zu stellen. Alternativ bieten einige Anbieter die Weiterführung zu einem Mindestbeitrag von 25 oder 50 Euro monatlich an.


Sie interessieren sich für die Rürup-Rente?

Unsere Mitarbeiter beraten Sie zu allen Fragen rund um die Rürup-Rente und berechnen Ihren persönlichen Steuervorteil. Außerdem zeigen wir Ihnen gern Alternativen wie Riester und die private oder betriebliche Altersversorgung auf und ermitteln gemeinsam die beste Strategie für Ihre individuelle Situation.

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