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Hygge: Gemütlich daheim

Seit Corona sehen wir die Ruhe und Geborgenheit der eigenen vier Wände noch einmal mit ganz anderen Augen. Doch einen verbreiteten Hang zur häuslichen Gemütlichkeit gab es schon vor dem Lockdown: Was „Hygge“ ausmacht.

Hygge
(Gettyimages / Westend61)

Schluss mit Hektik und ständigem Hetzen von Termin zu Termin: Stattdessen setzen wir auf Kissen, Kuscheldecken und Kerzenlicht zu Hause. Das Wort "Hygge" hat seinen Ursprung in Skandinavien und bezeichnet einen Ort, an dem man sich sicher fühlen und seine Akkus aufladen kann, erklärt der dänische Anthropologe Jeppe Linnet. Hygge steht für Gemütlichkeit, Gemeinschaftsgefühl, Glück und Zufriedenheit und spiegelt damit ein Lebensgefühl wider, das viele Menschen anstreben. Es bedeutet, sich einen Rückzugsort zu schaffen, an dem die einfachen Dinge des Lebens gefeiert werden – ein Gefühl, das viele Menschen gerade im mehrwöchigen Corona-Lockdown trotz aller Sorgen erlebten.

Im Hygge-Lifestyle hat Deutschland wohl noch einiges nachzuholen: In der Statistik der Länder mit den glücklichsten Menschen steht unsere Heimat auf Platz 17 – Finnland, Dänemark und Norwegen, die Erfinder des Hygge, führen die Liste dagegen an.

Wohlige Atmosphäre schaffen? Natur erleben, Abschalten, Feiern, bewusst genießen …

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Draußen sein, durch Wiesen und Wälder wandern – ganz entspannt und ohne Leistungsdruck versteht sich – den Sommerregen genauso genießen wie die wärmenden Sonnenstrahlen danach. Das ist Hygge. Im Rucksack ein leckeres Picknick mit frischen Speisen, Obst und selbstgebackenem Kuchen. Wer wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr auf den Urlaub im Süden oder die Fernreise verzichtet, findet sicherlich auch in der näheren Umgebung lohnenswerte Ausflugsziele – für hyggelige Naherholung.

Achtsamkeit und digital Detox – sind enge Verwandte des Hygge-Lebensgefühls. Wer ganz im Hier und Jetzt leben will, muss lernen, die einfachen Freuden zu genießen: Einen frischen Latte Macchiato oder Kirschen aus dem eigenen Garten – ohne Ablenkung, ohne Unterbrechung. Ein erster Schritt: Das Smartphone einfach mal ausschalten. Nicht immer, aber zumindest mal einen ganzen Sonntag (oder ein ganzes Wochenende) lang. Ohne die Dauerablenkung fällt es auch wieder leichter, sich auf die kleinen und großen Momente einzulassen, die unser Leben schön machen.

Ein lustiger Spieleabend mit der Familie, gemeinsam Einkaufen, Kochen und Essen mit lieben Freunden: Das sind die wertvollen Momente im Leben, die viele von uns gerade während der Corona-Pandemie wieder neu zu schätzen gelernt haben.

Hygge ohne Leckereien – das ist unmöglich. Die persönlichen Vorlieben mögen variieren. Aber ohne Kaffee, Tee oder einen warmen Kakao für die Kinder geht es nicht. Ebenso unverzichtbar für das original nordische Hygge-Lebensgefühl: Ofenfrische, duftende Zimtschnecken oder selbstgebackene Kekse – und bloß kein schlechtes Gewissen wegen der Kalorien. Hygge heißt genießen, was einem gut tut.

Besonders, wenn es im Herbst wieder früher dunkel wird, lässt sich mit gedämpftem Licht und Kerzenschein abends eine heimelige Stimmung schaffen. Dazu das Lieblingsalbum, ein gutes Buch oder auch ein Plausch mit Freunden auf dem Sofa: Fertig ist der perfekte hyggelige Feierabend.


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