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Eine Frau informiert sich darüber, wie sie in Immobilien-ETFs investieren kann.

In ETFs auf Immobilien investieren – wie funktioniert das?

Ganz ohne Eigenheim breit gestreut in den globalen Immobilienmarkt investieren

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Das Wichtigste zu Immobilien-ETFs auf einen Blick

  • Definition: Ein Immobilien-ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index aus der Immobilienbranche nachbildet. Statt in ein einzelnes Gebäude investieren Anlegerinnen und Anleger hier in einen ganzen Korb aus Aktien von börsennotierten Immobilienunternehmen und häufig auch REITs (Real Estate Investment Trusts).
  • Vorteile: Im Gegensatz zu dem direkten Kauf einer Immobilie sind Immobilien-ETFs täglich an der Börse handelbar. Sie bieten eine breite Diversifikation über verschiedene Länder und Immobilienarten – etwa Wohn-, Gewerbe-, Logistik- und Einzelhandelsimmobilien – bei gleichzeitig geringen Kosten.
  • Sparplan oder Einmalanlage: Immobilien-ETFs bieten maximale Flexibilität für Ihre Strategie. Während eine Einmalanlage sofort in vollem Umfang am Markt partizipiert, ermöglicht ein Immobilien-ETF-Sparplan den schrittweisen Vermögensaufbau.
  • Persönliche Strategie: Ein Investment sollte immer in Ihr Gesamtkonzept passen. Unsere MLP Beraterinnen und MLP Berater unterstützen Sie dabei, Chancen und Risiken individuell abzuwägen und den passenden Mix für Ihre Ziele und Ihre Risikotoleranz zu finden.

Was ist ein Immobilien-ETF?

Bevor wir uns dem Immobilienmarkt widmen, werfen wir einen kurzen Blick auf das Instrument: Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der in viele verschiedene Wertpapiere gleichzeitig investiert, zum Beispiel in Aktien , Anleihen oder Rohstoffe. Sein Ziel ist es, die Wertentwicklung eines bestehenden Index so präzise wie möglich abzubilden. Statt auf einzelne Aktien zu setzen, investieren Sie mit einem ETF direkt in einen ganzen Markt.

Ein Immobilien-ETF nutzt genau dieses Prinzip für die Immobilienbranche. Anstatt eine einzelne Wohnung oder ein Haus zu kaufen, erwerben Sie mit einem Immobilien-ETF Anteile an einem Fonds , der Aktien zahlreicher Immobilienunternehmen und börsennotierter Immobiliengesellschaften bündelt.

Wie funktionieren Immobilien-ETFs?

Ein Immobilien-ETFs orientiert sich an weltweit anerkannten Branchen-Indizes. Sie können sich diese Indizes als eine Auswahl von Immobilienunternehmen vorstellen, die nach festen Kriterien zusammengestellt werden und verschiedene Regionen und Segmente des Immobilienmarktes abdecken. Um die Wertentwicklung eines Immobilienindex abzubilden, nutzen viele Immobilien-ETFs die physische Replikation. Dabei kauft der Fonds die im Index enthaltenen Aktien direkt im entsprechenden Verhältnis.

Für Sie als Anlegerin oder Anleger bedeutet das eine breite Risikostreuung über verschiedene Regionen, Länder und Immobiliensektoren. Sie partizipieren an der Branche, ohne sich mit Notarterminen, Grunderwerbsteuer oder dem Instandhaltungsaufwand einzelner Objekte befassen zu müssen.

Woraus besteht ein Immobilien-ETF?

Ein Immobilien-ETF bündelt im Wesentlichen zwei Arten von börsennotierten Unternehmen:

  • REITs (Real Estate Investment Trusts): Diese Gesellschaften sind das Herzstück für einkommensfokussierte Anlegerinnen und Anleger. Aufgrund strenger gesetzlicher Regeln müssen sie den Großteil ihrer Gewinne direkt an die Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten. Dafür können sie auf Unternehmensebene Steuervorteile genießen.
  • Immobilien-Aktiengesellschaften: Neben REITs enthält ein ETF auch klassische Immobilienfirmen. Diese unterliegen in der Regel keiner strengen Ausschüttungspflicht und nutzen ihre Gewinne oft stärker für Reinvestitionen und zukünftiges Wachstum.

Durch diese Kombination deckt ein ETF nicht nur eine einzelne Immobilie ab, sondern die gesamte Wertschöpfungskette des Marktes. Die enthaltenen Unternehmen investieren in unterschiedliche Segmente:

  • Wohnimmobilien: In diesem Bereich investieren Sie in große Gesellschaften, die tausende Mietwohnungen in gefragten Metropolregionen verwalten.
  • Gewerbe- und Büroimmobilien: Dieser Fokus umfasst Investitionen in moderne Bürokomplexe, Einzelhandelsflächen oder großflächige Einkaufszentren.
  • Logistikzentren: Dieser Sektor stellt die notwendige Infrastruktur wie Lager- und Verteilzentren für den weltweiten Online-Handel bereit.
  • Spezialimmobilien: Hierzu gehören Nischen wie Rechenzentren, Funkmasten für den Mobilfunk oder spezialisierte Gesundheitsimmobilien.

Neben klassischen Indizes gibt es auch nachhaltige ETFs auf Immobilien. Diese berücksichtigen ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) bei der Auswahl oder Gewichtung der enthaltenen Unternehmen.

Wie sicher sind Immobilien-ETFs?

Damit Ihr Investment transparent bleibt, unterliegen die meisten in Europa zugelassenen Immobilien-ETFs dem sogenannten UCITS-Standard (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities). Sie können sich UCITS wie eine Art TÜV-Plakette für Finanzprodukte vorstellen. Der UCITS-Standard definiert strenge Vorgaben hinsichtlich Risikostreuung, Transparenz und Anlegerschutz vor:

  • Strenge Risikostreuung: Ein UCITS-ETF darf sein Geld niemals in nur ein einziges Unternehmen investieren. Er ist gesetzlich verpflichtet, das Kapital breit über den Markt zu verteilen, um das Ausfallrisiko einzelner Firmen zu minimieren.
  • Hohe Liquidität: Da Immobilien-ETFs börsengehandelt sind, können Sie Ihre Anteile börsentäglich und ohne Haltefristen kaufen oder verkaufen. Bei klassischen offenen Immobilienfonds gelten dagegen eine Mindesthaltedauer und eine Kündigungsfrist, wenn Sie die Anteile an die Fondsgesellschaft zurückgeben.
  • Schutz durch Sondervermögen: Das investierte Kapital muss bei einer unabhängigen Verwahrstelle, also einer separaten Bank, liegen. Das Fondsvermögen gilt als Sondervermögen und fällt im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft grundsätzlich nicht in deren Insolvenzmasse. Marktbedingte Kursverluste sind davon jedoch nicht ausgeschlossen.

Durch diese Kombination aus gesetzlicher Verwaltung und der breiten Streuung können Immobilien-ETFs einen transparenten und regulierten Rahmen für den privaten Vermögensaufbau bieten.

Kaufen von Immobilien-ETFs – welche Möglichkeiten haben Sie?

Sobald Sie sich für ein Investment in den Immobilienmarkt entschieden haben, geht es an die Feinjustierung Ihrer Strategie. Dabei stehen drei Fragen im Mittelpunkt: Worin soll der ETF überhaupt investieren, möchten Sie von den Erträgen profitieren und wie soll der Einstieg in den Markt konkret aussehen? Die folgenden Optionen helfen Ihnen dabei, Ihren Immobilien-ETF exakt auf Ihre Ziele zuzuschneiden:

Worin investiert Ihr Immobilien-ETF? Region, Nutzungsart und Nachhaltigkeit

Immobilien-ETF ist nicht gleich Immobilien-ETF. Je nach abgebildetem Index unterscheiden sich die Fonds deutlich darin, worin sie investieren:

Regional oder weltweit Gewerblich oder wohnwirtschaftlich Fokus auf Nachhaltigkeit
Manche Immobilien-ETFs bilden gezielt einzelne Regionen ab, etwa Europa oder Nordamerika, andere streuen weltweit. Ein globaler ETF verteilt das Risiko über viele Märkte, ein regionaler Fokus erlaubt eine gezieltere Ausrichtung. Die enthaltenen Immobiliengesellschaften können auf unterschiedliche Nutzungsarten spezialisiert sein: auf gewerbliche Objekte wie Büro-, Handels- und Logistikimmobilien oder auf Wohnimmobilien. Beide reagieren unterschiedlich auf Konjunktur und Zinsentwicklung. Wenn Ihnen ökologische Kriterien wichtig sind, lohnt der Blick auf ETFs, die gezielt auf nachhaltige und energieeffiziente Gebäude setzen und ihren Index an entsprechenden Nachhaltigkeitskriterien ausrichten.

Ausschüttende oder thesaurierende Immobilien-ETFs

Ein wesentliches Merkmal von Investments in Immobilien sind die laufenden Erträge. Bei einem ETF haben Sie die Wahl:

Ausschüttende Immobilien-ETFs

Ein ausschüttender Immobilien-ETF kann geeignet sein, wenn Sie regelmäßige Ausschüttungen bevorzugen. Er leitet die Gewinne der enthaltenen Immobiliengesellschaften in festen Intervallen direkt an Sie weiter.

Thesaurierende Immobilien-ETFs

Wenn Sie Erträge automatisch reinvestieren möchten, kann ein thesaurierender Immobilien-ETF eine passende Lösung sein. Bei thesaurierenden Immobilien-ETFs fließen die Erträge automatisch zurück in den Fonds und werden reinvestiert. Durch die automatische Wiederanlage der Erträge kann langfristig ein Zinseszinseffekt entstehen.

Sparplan mit Immobilien-ETFs oder Einmalanlage?

Auch bei der Art und Weise, wie Sie Ihr Kapital einbringen, bietet der ETF eine Flexibilität, die beim Kauf einer physischen Immobilie undenkbar wäre:

Immobilien-ETF-Sparplan

Ein Sparplan kann der geeignete Einstieg für alle sein, die diszipliniert Vermögen aufbauen möchten. Durch regelmäßige Investitionen können Kaufzeitpunkte über einen längeren Zeitraum verteilt werden. Dadurch kann sich der durchschnittliche Einstiegspreis glätten. In Phasen niedrigerer Kurse sichern Sie sich automatisch mehr Anteile.

Einmalanlage

Verfügen Sie bereits über Kapital, das Sie langfristig investieren möchten? Mit einer Einmalanlage lassen Sie Ihr Geld vom ersten Tag an vollumfänglich für sich arbeiten. Sie partizipieren sofort an der Wertentwicklung des Immobiliensektors sowie möglichen Ausschüttungen der enthaltenen Unternehmen.

Es gibt kein Standardrezept für das perfekte Portfolio. Ob Sie den Fokus auf regelmäßige Cashflows oder auf maximalen Zinseszins legen, hängt von Ihren individuellen Meilensteinen ab. Die MLP Beraterinnen und MLP Berater unterstützen Sie dabei, Bausteine so zu kombinieren, dass sie nicht nur zu Ihrem Depot, sondern zu Ihrem Leben passen.

MLP Finanzexperte

Passen Immobilien-ETFs zu Ihnen? Immobilien-Investments im Vergleich

Wer vom Immobilienmarkt profitieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten – vom Kauf einer eigenen Wohnung bis hin zum digitalen Wertpapier. Doch die Hürden und Freiheiten unterscheiden sich.

Immobilien-ETF vs. Direktkauf

Das eigene Haus als Geldanlage ist der Klassiker, erfordert aber ein hohes Kapital und Geduld. Ein direkter Immobilienerwerb ist mit Nebenkosten verbunden: Grunderwerbsteuer, Notar und Makler summieren sich schnell. Zudem binden Sie Ihr Kapital über Jahrzehnte an ein einzelnes Objekt.

Im Gegensatz dazu ermöglicht der Immobilien-ETF, mit kleinen Beträgen – etwa über einen Immobilien-ETF-Sparplan – weltweit zu investieren. Außerdem bleiben Sie jederzeit handlungsfähig, da Sie Ihre Anteile börsentäglich verkaufen können.

Immobilien-ETF vs. offene und geschlossene Immobilienfonds

Wer nicht selbst als Vermieterin oder Vermieter auftreten möchte, investiert indirekt. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied: Investiere ich direkt in den Sachwert oder über die Börse? Offene oder geschlossene Immobilienfonds kaufen physische Gebäude. Ein Immobilien-ETF hingegen nutzt den Weg über die Börse und investiert in die Firmen, die diese Gebäude verwalten. Dieser strukturelle Unterschied hat Auswirkungen auf Ihre Handlungsfreiheit:

  • Offene Immobilienfonds: Sie investieren in ein Portfolio physischer Gebäude und erzielen Erträge vor allem aus Mieteinnahmen. Das sorgt für eine vergleichsweise stabile Wertentwicklung mit geringen Schwankungen, dazu kommt professionelles Management. Im Gegenzug gelten eine gesetzliche Mindesthaltedauer von 24 Monaten und eine Kündigungsfrist von 12 Monaten für die Rückgabe an die Fondsgesellschaft. Ein Verkauf über die Börse ist möglich, aber nicht immer zum vollen Anteilswert.
  • Geschlossene Immobilienfonds: Hier beteiligen Sie sich unternehmerisch an einem konkreten Projekt. Das bietet die Chance auf höhere Renditen und einen greifbaren Sachwert. Dem stehen deutliche Risiken gegenüber: Ihr Kapital ist über eine feste, meist langjährige Laufzeit gebunden, die Anteile sind kaum handelbar, und im schlechtesten Fall droht ein Totalverlust, wenn das Projekt scheitert.
  • ETF-Vorteil: Der ETF bietet hohe Liquidität, breite Streuung und meist geringe laufende Kosten – schon kleine Beträge sind möglich. Dafür investieren Sie nicht in Gebäude selbst, sondern in börsennotierte Immobilienunternehmen. Der Kurs schwankt dadurch stärker und bewegt sich enger mit dem Aktienmarkt als der Wert physischer Immobilien.

Chancen und Risiken von Immobilien-ETFs

Bevor Sie Ihr Portfolio um Immobilienwerte ergänzen, sollten Sie die Chancen und Risiken genau gegeneinander abwägen. Immobilien-ETFs können ein Werkzeug für den Vermögensaufbau sein, doch wie jedes Finanzprodukt sind sie nicht für jedes Ziel gleichermaßen geeignet.

Vorteile von Immobilien-ETFs

  • Niedrige Einstiegshürden: Während der Erwerb einer Eigentumswohnung massives Eigenkapital oder eine umfangreiche Finanzierung erfordert, können Sie bei einem ETF bereits mit geringen regelmäßigen Beträgen einsteigen.
  • Maximale Flexibilität (Liquidität): Ein Hausverkauf dauert Monate. ETF-Anteile können Sie hingegen börsentäglich kaufen oder verkaufen.
  • Breite Risikostreuung: Statt alles auf eine einzige Wohnimmobilie zu setzen, investieren Sie mit Immobilien-ETFs mit einem Schlag in viele Unternehmen aus unterschiedlichen Immobiliensegmenten und Regionen.
  • Keine Verwaltungsarbeit: Sie müssen sich weder um undichte Dächer noch um säumige Mieterinnen bzw. Mieter oder Nebenkostenabrechnungen kümmern. Das Management übernehmen die im ETF enthaltenen Firmen.
  • Kosteneffizienz: Es entfallen die Kaufnebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer). Die laufenden Gebühren eines passiven Immobilien-ETFs sind zudem geringer als bei aktiv gemanagten Fonds.

Nachteile von Immobilien-ETFs

  • Höhere Schwankungsbreite (Volatilität): Da die im ETF enthaltenen Immobilienunternehmen an der Börse notiert sind, kann der Preis Ihres Investments täglich schwanken.
  • Abhängigkeit vom Zinsmarkt: Viele Immobilienunternehmen nutzen Kredite für ihr Wachstum. Steigen die Zinsen, kann das die Gewinne der Unternehmen belasten und sich negativ auf den Kurs des ETFs auswirken.
  • Kein direktes Mitspracherecht: Als passive Investorin oder passiver Investor haben Sie keinen Einfluss auf operative Entscheidungen der Unternehmen, etwa ob bestimmte Objekte verkauft oder modernisiert werden.
  • Steuerliche Unterschiede: Während Wertsteigerungen bei privat gehaltenen Immobilien unter bestimmten Bedingungen nach zehn Jahren steuerfrei sein können, unterliegen ETF-Erträge grundsätzlich der Abgeltungssteuer.
  • Fehlender emotionaler Nutzwert: Ein ETF ist ein Wertpapier. Er bietet nicht die emotionale Sicherheit oder den Wohnwert, den ein eigenes Heim zur Eigennutzung mit sich bringt.

Immobilien-ETFs und Steuern: Das sollten Sie wissen

Wer in Immobilien-ETFs investiert, sollte die steuerlichen Regelungen in Deutschland kennen. Die folgenden Punkte fassen die wichtigsten Aspekte zusammen:

  • Teilfreistellung: Die steuerliche Behandlung von Immobilien-ETFs hängt von der Fondsstruktur ab. Je nach Ausgestaltung können unterschiedliche Teilfreistellungen gelten. Anlegerinnen und Anleger sollten die jeweiligen Fondsdokumente prüfen.
  • Abgeltungssteuer: Auf Ihre Gewinne fällt die pauschale Abgeltungssteuer von 25 % an, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
  • Vorabpauschale: Bei thesaurierenden ETFs, die Gewinne reinvestieren, erhebt das Finanzamt jährlich eine Vorabpauschale. Diese wird auf Basis des Fondswerts und des aktuellen Basiszinses berechnet.
  • Sparerpauschbetrag: Sie können Ihre Steuerlast senken, indem Sie einen Freistellungsauftrag einrichten. Kapitalerträge bleiben bis zu 1.000 € (für Alleinstehende) bzw. 2.000 € (für zusammenveranlagte Ehepaare) pro Jahr steuerfrei.

Wichtiger Hinweis: Die steuerliche Behandlung ist immer von Ihrer individuellen Situation abhängig. Da sich gesetzliche Regelungen ändern können, sollten Sie für eine verbindliche Planung eine Steuerberatung hinzuziehen.

Worauf achten beim Investieren in Immobilien-ETFs?

Wer den Immobilien-ETF als Baustein für seine Geldanlage wählt, sollte die verschiedenen Angebote genau vergleichen. Da der Markt für börsengehandelte Indexfonds mittlerweile sehr groß ist, gibt es wesentliche Merkmale, die Ihnen bei der Orientierung helfen:

  • Der zugrunde liegende Index: Der ETF bildet immer einen bestimmten Index nach. Diese Indizes definieren nach festen Kriterien, welche Immobiliengesellschaften weltweit aufgenommen werden und wie diese gewichtet sind. Die Wahl des Index bestimmt also darüber, ob Sie eher global, regional oder in bestimmte Nischen investieren.
  • Das regulatorische Schutzschild: Ein wichtiger Faktor für Privatanlegerinnen und -anleger in Europa ist die UCITS-Zertifizierung. Ein ETF, der nach diesen Richtlinien aufgelegt wurde, erfüllt die strengen EU-Vorgaben zur Risikostreuung und Transparenz. In Kombination mit dem Status als Sondervermögen wird der ETF so zu einer rechtlich hoch regulierten Form der Geldanlage.
  • Fondsvolumen und Liquidität: Damit ein ETF kosteneffizient verwaltet werden kann, sollte er eine gewisse Größe am Markt erreicht haben. Auch hier bietet die UCITS-Konformität einen verlässlichen Rahmen, da Fonds transparent über ihr verwaltetes Vermögen berichten müssen.

Letztlich kann ein Immobilien-ETF, der die UCITS-Kriterien erfüllt, ein Fundament bilden, um ohne hohen Verwaltungsaufwand am Immobilienmarkt teilzuhaben. Dennoch ist kein Portfolio wie das andere: Ob ein solcher ETF für Sie als strategische Ergänzung sinnvoll ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Die MLP Beraterinnen und MLP Berater unterstützen Sie dabei, die optimale Gewichtung für Ihre persönliche Finanzstrategie zu finden und sicherzustellen, dass Ihr Investment auf Ihre Chancen-Risiko-Erwartung abgestimmt ist.

Sind Immobilien-ETFs sinnvoll für den Vermögensaufbau?

Ob die Ergänzung Ihres Depots durch Immobilien-ETFs sinnvoll ist, hängt von Ihrer übergeordneten Investmentstrategie ab. In der modernen Portfolio-Konstruktion werden diese Fonds häufig nach dem Core-Satellite-Prinzip eingesetzt. Dabei bilden marktbreite Welt-Indizes den stabilen Kern (Core), während spezialisierte Themen wie Immobilien als Satelliten fungieren, um spezifische Akzente zu setzen.

Für sie heißt das: Immobilien-ETFs können als Ergänzung zu einem breit aufgestellten Portfolio zusätzliche Diversifikation bieten, da ihre Wertentwicklung teilweise von anderen Faktoren beeinflusst wird als die breiter Aktienindizes.

Ihre Anlagestrategie mit MLP und dem MLP Vermögensdepot

Entscheidend ist, dass Ihre Geldanlage als Ganzes zu Ihren Zielen passt. Ihre MLP Beraterinnen und MLP Berater ordnen Chancen und Risiken gemeinsam mit Ihnen ein und finden den passenden Mix für Ihre Situation. Umgesetzt wird Ihre Strategie flexibel im MLP Vermögensdepot , das Sie jederzeit anpassen können – und das Sie langfristig begleitet, wenn sich Märkte oder Ihre Ziele verändern.

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Fazit: ETFs als einfacher Weg zum Immobilien-Investment

Immobilien-ETFs können eine Möglichkeit sein, ohne direkten Immobilienerwerb am Immobilienmarkt teilzunehmen. Als Ergänzung im Depot können sie regelmäßige Ausschüttungen und eine breite Streuung innerhalb des Immobiliensektors ermöglichen. Doch Rendite entsteht nicht durch das Produkt allein, sondern durch die richtige Strategie. Es gilt, steuerliche Details und die passende Gewichtung im Gesamtportfolio abzuwägen.

Die MLP Beraterinnen und MLP Berater unterstützen Sie dabei, Ihren Vermögensaufbau professionell zu strukturieren. Gemeinsam finden wir die passende Balance für Ihr Portfolio.

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Häufige Fragen zum Thema Immobilien-ETFs

Es gibt nicht den einen besten ETF, sondern verschiedene Schwerpunkte. Welcher für Sie am besten ist, hängt von Ihrer Strategie ab: Möchten Sie beispielsweise weltweit streuen oder gezielt in den europäischen Markt investieren? Achten Sie beim Vergleich verschiedener Immobilien-ETFs vor allem auf die Gesamtkostenquote und das Fondsvolumen.

Ja. Sie müssen hier klar zwischen der rechtlichen Sicherheit und der Preisentwicklung unterscheiden. Da Immobilien-ETFs an der Börse gehandelt werden, kann ihr Preis täglich schwanken – genau wie bei anderen Anlagen am Kapitalmarkt.

Ja, das ist ein zentraler Schutzmechanismus für Anlegerinnen und Anleger. Das investierte Kapital ist rechtlich strikt vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Selbst bei einer Insolvenz des Anbieters werden die Vermögenswerte des Immobilien-ETFs nicht Teil der Insolvenzmasse.

Die Rendite von Immobilien-ETFs hängt von Faktoren wie Zinsentwicklung, Konjunktur und Börsenstimmung ab und kann von Jahr zu Jahr deutlich schwanken. Neben den operativen Ergebnissen der Immobilienunternehmen beeinflussen auch Zinsen, Bewertungen und die allgemeine Kapitalmarktentwicklung die Wertentwicklung von Immobilien-ETFs.

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