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Ein Paar informiert sich darüber, wie sie ETFs und Einzelaktien kombinieren können.

ETF oder Aktie: Was passt besser zu Ihrer Anlagestrategie?

Anlageformen im Vergleich: Unterschiede, Chancen und Risiken von Aktien und ETFs

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Das Wichtigste zu ETFs oder Aktien auf einen Blick

  • Anlageformen: ETFs und Aktien sind börsengehandelte Wertpapiere. Sie unterscheiden sich in ihrem Risikoprofil und in der Art und Weise, wie Sie sie für Ihre Anlagestrategie nutzen können.
  • ETF: Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds. Passive ETFs bilden die Wertentwicklung eines Index möglichst genau nach. Aktive ETFs verfolgen dagegen eine vom Fondsmanagement gesteuerte Anlagestrategie. Passive Anlagestrategien weisen in der Regel geringere laufende Kosten auf.
  • Aktie: Einzelaktien können im Vergleich zu ETFs eine Chance auf höhere Renditen bieten, sind aber zugleich mit höheren Risiken verbunden. Gegenüber breit gestreuten ETFs erfordert eine Anlage in Einzelaktien eine höhere Risikobereitschaft, eine intensivere Analyse und mehr Zeitaufwand.
  • Beratung: Welche Anlageform zu Ihnen passt, hängt von Ihren individuellen Zielen, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer persönlichen Risikobereitschaft ab. Die MLP Beraterinnen und MLP Berater unterstützen Sie gerne bei Ihrer Entscheidung.

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ETF oder Aktie: Was ist der Unterschied?

Wer in Wertpapiere investieren möchte, steht früher oder später vor der Frage: Soll es eine Einzelaktie sein oder lieber ein ETF? Beide Anlageformen werden an der Börse gehandelt – doch dahinter stecken zwei grundlegend verschiedene Konzepte:

Eine Aktie ist ein Eigentumsanteil an einem einzelnen Unternehmen. Wer eine Aktie kauft, wird Miteigentümerin oder Miteigentümer dieses Unternehmens – mit allen Chancen und Risiken, die die Investition mit sich bringt. Verbessern sich die wirtschaftlichen Aussichten eines Unternehmens, kann sich dies positiv auf den Aktienkurs auswirken. Der Kurs wird jedoch auch durch Markterwartungen, Zinsen, Konjunktur, Liquidität und Anlegerstimmung beeinflusst. Viele Unternehmen schütten zudem einen Teil ihres Gewinns als Dividende aus. Als Aktionärin oder Aktionär haben Sie außerdem ein Stimmrecht auf Hauptversammlungen.

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds. Wer Anteile an einem passiven ETF kauft, beteiligt sich wirtschaftlich an der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index. Je nach Replikationsmethode kann der ETF alle oder nur ausgewählte Indexbestandteile halten oder die Indexentwicklung synthetisch abbilden. Die Streuung hängt vom jeweiligen Index und Anlageziel ab. Dabei bilden die meisten ETFs einen Index passiv nach. Aktive verwaltete ETFs verfolgen dagegen eine vom Fondsmanagement gesteuerte Anlagestrategie.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Diversifikation, also in der Streuung: Bei einer Einzelaktie hängt die Wertentwicklung wesentlich von einem einzigen Unternehmen ab. Breit gestreute Aktien-ETFs verteilen das Risiko auf viele Unternehmen; bei spezialisierten ETFs können jedoch weiterhin erhebliche Branchen-, Länder-, Währungs- oder Themenrisiken bestehen.

Welche Vorteile oder Nachteile haben Aktien gegenüber ETFs und umgekehrt?

Ob ETF oder Aktie – beide Anlageformen haben ihre Stärken und Schwächen. Der direkte Vergleich hilft Ihnen zu verstehen, welche Anlagen zu Ihren Zielen und Ihrer Risikobereitschaft passt.

Einzelaktien oder ETFs: Wo ist die Risikostreuung besser?

Bei einem Aktien-ETF ist Ihr Geld automatisch auf viele Unternehmen verteilt. Erleidet ein einzelnes Unternehmen erhebliche Kursverluste oder gerät in eine Krise, kann dieser Einbruch durch mögliche Kurssteigerungen eines anderen Unternehmens abgefedert werden. Auch bei Aktien-ETFs müssen Anlegerinnen und Anleger mit starken Kursverlusten rechnen, die auch über längere Perioden anhalten können.

Bei Einzelaktien sieht das anders aus: Ihr Investment konzentriert sich auf ein einziges Unternehmen. Im schlimmsten Fall, bei einer Insolvenz, ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Um dieses Risiko zu reduzieren, müssten Sie in viele verschiedene Einzeltitel investieren, was mit höherem Aufwand verbunden ist.

Aktien oder ETFs? Vorteile und Nachteile der Risikostreuung auf einen Blick:

  • Vorteil ETF: Sie können von einer breiten Risikostreuung durch Diversifikation profitieren. Das unternehmensspezifische Ausfallrisiko verteilt sich auf mehrere Positionen.

  • Nachteil ETF: Sie können das allgemeine Marktrisiko nicht durch Diversifikation ausschließen, da mehrere im Index enthaltene Titel bei einem Börsenabschwung fallen können.

  • Vorteil Aktie: Bei der Direktanlage in Einzelaktien bestimmen Sie die Zusammensetzung Ihres Portfolios selbst und können durch gezielte Auswahl das Risiko individuell steuern.

  • Nachteil Aktie: Sie tragen ein hohes Klumpenrisiko, da Ihr investiertes Kapital an die Entwicklung eines einzelnen Unternehmens gebunden ist.

Erziele ich mit Aktien oder ETFs langfristig mehr Rendite?

Ein passiver ETF bildet die Wertentwicklung seines Index automatisch möglichst genau nach. Die Wertentwicklung eines passiven ETFs orientiert sich an der Entwicklung des zugrunde liegenden Index. Aufgrund von Kosten, Steuern, Handelskosten und möglichen Abbildungsabweichungen kann die tatsächliche ETF-Rendite von der Indexrendite abweichen. Ein passiver ETF zielt nicht darauf ab, seinen zugrunde liegenden Index aktiv zu übertreffen. Es gibt jedoch auch aktive ETFs, bei denen ein Management gezielt versucht, den Markt zu schlagen.

Mit Einzelaktien ist die Chance auf eine höhere Rendite als mit einem ETF gegeben, da Sie gezielt in Unternehmen investieren können, die sich besonders dynamisch entwickeln könnten. Diese Chance ist jedoch mit einem deutlich höheren Risiko verbunden, da Ihr Anlageerfolg allein von der Entwicklung weniger Unternehmen abhängt.

Aktien oder ETFs? Vorteile und Nachteile der Rendite auf einen Blick:

  • Vorteil ETF: Breit gestreute ETFs ermöglichen eine Beteiligung an der Entwicklung eines Marktes oder Index und können ein Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau sein. Wertschwankungen und Verluste sind jederzeit möglich.

  • Nachteil ETF: Ein passiver ETF verfolgt nicht das Ziel, seinen zugrunde liegenden Index zu übertreffen. Nach Kosten kann die Wertentwicklung hinter dem Index zurückbleiben.

  • Vorteil Aktie: Sie haben die Chance auf eine Rendite, die über dem Marktdurchschnitt liegt, wenn sich die von Ihnen ausgewählten Unternehmen besonders gut entwickeln.

  • Nachteil Aktie: Bei fehlender Risikostreuung kann eine negative Unternehmens- oder Kursentwicklung einzelner Titel erhebliche Verluste bis hin zu einem Totalverlust im Portfolio verursachen.

Welche Kosten entstehen bei ETFs und Aktien im Vergleich?

Wer investiert, sollte die Kosten im Blick behalten, denn sie schmälern direkt die Rendite. Dabei unterscheidet man zwischen Kosten, die für die Verwahrung und den Handel anfallen (gelten für beide), und Kosten, die durch das Finanzprodukt selbst entstehen.

Gemeinsame Kosten von Aktien und ETFs:

  • Depotführungsgebühren: Die Kosten für das Bereitstellen des Wertpapierdepots.
  • Ordergebühren (Transaktionskosten): Bei jedem Kauf oder Verkauf an der Börse fallen Gebühren an. Diese bestehen meist aus einer festen Grundgebühr und einem variablen Anteil.
  • Handelsplatzgebühren und Spreads: Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs (Spread) sowie eventuelle Börsenentgelte fallen bei jedem Handelsgeschäft an.

Spezifische Kosten für Aktien und ETFs:

  • Bei ETFs: Bei ETFs fallen laufende Produktkosten an, die in der sogenannten Total Expense Ratio (TER) ausgewiesen werden. Die TER umfasst insbesondere Verwaltungs- und Betriebskosten des Fonds, zum Beispiel für Administration, Indexlizenzen und die technische Umsetzung der Anlagestrategie. Diese Kosten werden nicht separat in Rechnung gestellt, sondern anteilig dem Fondsvermögen entnommen und mindern dadurch die Wertentwicklung des ETFs. Darüber hinaus können weitere Kosten entstehen, die nicht oder nicht vollständig in der TER enthalten sind. Je nach Depotanbieter, Handelsplatz oder Fondsplattform können Ordergebühren, Handelsplatzentgelte, Spreads und gegebenenfalls zusätzliche Handelskosten wie sogenannte Additional Trading Costs (ATCs) anfallen. Die tatsächlichen Gesamtkosten hängen daher vom konkreten ETF, dem Anbieter, dem Handelsweg und Ihrem Anlageverhalten ab.
  • Bei Einzelaktien: Für Einzelaktien gibt es keine laufenden Produktkosten. Je nach Bank oder Broker können jedoch Depotgebühren für die Verwahrung anfallen – viele Anbieter führen das Depot allerdings kostenlos. Aber: Wer ein breit gestreutes Portfolio aus vielen Einzelaktien aufbauen möchte, muss zudem mehrere Kauforders ausführen. Dadurch können sich die Transaktionskosten beim Aufbau und bei späteren Umschichtungen deutlich summieren. Bei einem breit gestreuten Aktien-ETF kann dagegen bereits eine einzelne Order ausreichen, um wirtschaftlich an der Wertentwicklung vieler im Index enthaltener Unternehmen teilzuhaben. Ob dies tatsächlich der Fall ist, hängt jedoch vom jeweiligen ETF, dem zugrunde liegenden Index und dessen Zusammensetzung ab.

Aktien oder ETFs? Vorteile und Nachteile der Kosten auf einen Blick:

  • Vorteil ETF: Die laufenden Produktkosten eines ETFs sind in den Anlegerinformationen transparent ausgewiesen.

  • Nachteil ETF: Die jährliche TER fällt unabhängig vom Anlageerfolg an, da sie täglich anteilig im Kurs des ETFs eingepreist wird – auch in Phasen stagnierender oder fallender Märkte.

  • Vorteil Aktie: Eine Aktie verursacht grundsätzlich keine laufenden Produktkosten. Es können jedoch z. B. Depotgebühren und Kosten für spätere Verkäufe anfallen.

  • Nachteil Aktie: Bei einer breiten Diversifizierung über viele Einzeltitel können die kumulierten Ordergebühren beim Aufbau und Umschichten das Portfolio deutlich stärker belasten als die geringeren laufenden Kosten eines breit gestreuten ETFs.

Wie viel Zeitaufwand erfordern ETFs und Aktien?

Ein passiver ETF kann eine Option für den langfristigen Vermögensaufbau sein, da er nach der einmaligen Einrichtung weitgehend automatisch läuft. Je nach Ihren Anlagezielen und Ihrer Risikobereitschaft sollten Sie Ihr Portfolio jedoch regelmäßig überprüfen und bei Bedarf umschichten. Bei einem aktiven ETF ist Ihr eigener Zeitaufwand zwar ähnlich gering, aber die strategische Steuerung der Titelauswahl obliegt dem Fondsmanagement.

Einzelaktien hingegen erfordern echtes Engagement: Sie müssen Branchentrends verfolgen und bei Kursschwankungen entscheiden, ob Sie halten oder verkaufen möchten.

Aktien oder ETFs? Vorteile und Nachteile des Aufwands auf einen Blick:

  • Vorteil ETF: Bei passiven ETFs automatische Auswahl der Anlagen anhand des zugrundeliegenden Index.

  • Nachteil ETF: Ein ETF nimmt Ihnen die Titelauswahl ab. Das spart Zeit, bedeutet aber auch, dass Sie nicht gezielt auf einzelne Unternehmen setzen können – Sie investieren immer in den gesamten Index, statt einzelne Favoriten überzugewichten.

  • Vorteil Aktie: Sie können Ihr Portfolio individuell mitgestalten, was ideal für Anlegerinnen und Anleger sein kann, die Freude an der tiefgehenden Unternehmensanalyse haben.

  • Nachteil Aktie: Sie müssen viel Zeit für die notwendige und gründliche Recherche aufbringen, um Kauf- oder Verkaufsentscheidungen zu treffen. Zudem müssen Sie eine ausreichende Risikostreuung selbst herstellen, indem Sie in mehrere Unternehmen und Branchen investieren – beim ETF ist diese Streuung automatisch enthalten.

Wie beeinflussen ETFs oder Einzelaktien Ihr Stimmrecht und Ausschüttungen?

Als Aktionärin oder Aktionär eines Unternehmens haben Sie in der Regel ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Viele Unternehmen schütten außerdem regelmäßig Dividenden als direkte Beteiligung am Gewinn aus.

ETF-Anlegerinnen und -Anleger üben bei den im Fonds enthaltenen Unternehmen dagegen in der Regel kein eigenes Stimmrecht aus – dieses wird je nach Fondsstruktur von der Fondsgesellschaft bzw. dem Asset Manager wahrgenommen. Je nach ETF-Typ werden die Erträge unterschiedlich verwendet. Bei ausschüttenden ETFs erhalten Sie die Erträge regelmäßig auf Ihr Konto ausgezahlt, während thesaurierende ETFs diese Gewinne automatisch wieder in den Fonds reinvestieren.

Aktien oder ETFs? Vorteile und Nachteile bei Stimmrechten und Ausschüttungen auf einen Blick:

  • Vorteil ETF: Sie können zwischen ausschüttenden Fonds, die Erträge regelmäßig auszahlen, und thesaurierenden Fonds, die Erträge im Fonds wiederanlegen, wählen. Eine positive Rendite ist nicht garantiert.

  • Nachteil ETF: Sie üben bei den einzelnen Unternehmen im „Korb" kein eigenes direktes Stimmrecht aus. Diese Rechte nimmt je nach Fondsstruktur die Fondsgesellschaft bzw. der Asset Manager wahr.

  • Vorteil Aktie: Sie besitzen in der Regel ein direktes Stimmrecht und können unmittelbar von einer möglichen Dividende profitieren.

  • Nachteil Aktie: Die Dividendenzahlung ist freiwillig und kann vom Unternehmen gestrichen werden.

ETF vs. Aktien: Was sollten Sie bei Steuern beachten?

Gewinne aus Wertpapieren unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Steuer. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob Sie in Einzelaktien oder ETFs investieren:

  • Abgeltungsteuer: Kapitalerträge, ob aus Kursgewinnen, Dividenden oder Fondsausschüttungen, unterliegen der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Das gilt unabhängig von der Anlageform, also sowohl für ETFs als auch für Einzelaktien.
  • Sparerpauschbetrag: Nutzen Sie den Freibetrag von derzeit 1.000 € pro Jahr bzw. 2.000 € für gemeinsam Veranlagte. Mit einem bei Ihrer Bank eingerichteten Freistellungsauftrag bleiben Ihre Erträge bis zu dieser Grenze steuerfrei.
  • Der steuerliche Vorteil von Aktien-ETFs: Ein Aktien-ETF ist ein Investmentfonds, dessen Vermögen zu mindestens 51 % in Aktien investiert ist. Da diese Unternehmen bereits auf Unternehmensebene Steuern zahlen, greift bei einem Aktien-ETF die sogenannte Teilfreistellung. Das bedeutet: Von Ihren Erträgen sind 30 % steuerfrei, sodass effektiv nur 70 % Ihrer Gewinne zu versteuern sind. Bei einer Einzelaktie gibt es diese Teilfreistellung nicht – hier unterliegen sämtliche Erträge in voller Höhe der Besteuerung.
  • Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs: Bei thesaurierenden ETFs, die Erträge automatisch reinvestieren, greift die jährliche Vorabpauschale. Sie sorgt dafür, dass auch ohne Verkauf ein Teil der Steuer vorab abgeführt wird, damit die Besteuerung nicht unbegrenzt aufgeschoben wird. Auch ausschüttende ETFs können von der Vorabpauschale betroffen sein: Hier werden die Ausschüttungen zwar angerechnet, sie schließen die Vorabpauschale aber nicht automatisch vollständig aus – reichen die Ausschüttungen nicht aus, wird die Differenz weiterhin als Vorabpauschale berücksichtigt.

Wichtiger Hinweis: Die steuerliche Behandlung hängt immer von Ihrer individuellen Situation ab. Auch wenn wir Ihnen die Mechanismen wie die Abgeltungsteuer oder die Vorabpauschale erläutern können, ersetzen diese Informationen keine individuelle steuerliche Beratung.

Für wen eignen sich ETFs oder Einzelaktien?

Pauschal lässt sich nicht sagen, welche Anlageform „besser“ ist. Die Entscheidung hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, also von Ihren finanziellen Zielen, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer individuellen Risikobereitschaft.

ETFs können eine Option für Anlegerinnen und Anleger sein, die langfristig, regelbasiert und mit überschaubarem Verwaltungsaufwand Vermögen aufbauen möchten.

  • Zeitoptimierte Anlegerinnen und Anleger: Wenn Sie keine Zeit oder Lust haben, den Markt täglich aktiv zu beobachten, kann ein passiv verwalteter ETF eine vergleichsweise einfache Möglichkeit sein, breit gestreut in einen Markt zu investieren. Auch diese Anlageform erfordert eine passende Auswahl, regelmäßige Überprüfung und die Bereitschaft, Wertschwankungen auszuhalten.
  • Anfängerinnen und Anfänger: Durch die Streuung über viele Unternehmen können breit aufgestellte Aktien-ETFs unternehmensspezifische Risiken reduzieren. Sie bleiben jedoch Kapitalmarktanlagen mit Kurs-, Markt-, Währungs- und Verlustrisiken und sind daher nicht risikolos.
  • Systematische Sparerinnen und Sparer: Wer sein Geld regelmäßig, z. B. per monatlichem ETF-Sparplan anlegen möchte, kann in der Regel von geringen Kosten und einer einfachen Handhabung profitieren.
  • Langfristige Strateginnen und Strategen: Mit bestimmten breit gestreuten ETFs lässt sich eine Anlage in viele Wertpapiere, Regionen oder Branchen über ein einzelnes Produkt umsetzen. Der tatsächliche Streuungsgrad hängt vom jeweiligen ETF ab.

Einzelaktien können für Anlegerinnen und Anleger in Betracht kommen, die sich intensiver mit einzelnen Unternehmen beschäftigen und bewusst unternehmensspezifische Chancen und erhöhte Risiken eingehen möchten.

  • Erfahrene Anlegerinnen und Anleger mit Fachwissen: Sie haben Freude daran, Bilanzen zu analysieren, Branchentrends zu verfolgen und Unternehmensbewertungen vorzunehmen.
  • Bewusste Investorinnen und Investoren: Wenn Sie gezielt auf bestimmte Unternehmen setzen möchten, die Sie persönlich für zukunftsfähig halten, können Sie das über Einzelaktien umsetzen.
  • Anlegerinnen und Anleger mit Interesse an Stimmrechten: Sie suchen eine direkte Beteiligung am Unternehmen und möchten Ihr Stimmrecht auf der Hauptversammlung ausüben.
  • Chancenorientierte Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer: Einzelaktien bieten die Möglichkeit, gezielt von der Entwicklung einzelner Unternehmen zu profitieren. Gleichzeitig können sie stärker schwanken und auch hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben.

Bei der Frage 'ETF oder Aktie?' geht es nicht um richtig oder falsch, sondern darum, welche Anlageform zu Ihren Vorstellungen passt. Breit gestreute ETFs können das Fundament für den langfristigen Vermögensaufbau legen. Entscheidend ist am Ende aber, dass Ihre Anlagestrategie als Ganzes zu Ihren Zielen passt. Genau dabei unterstützen wir Sie in der MLP Beratung – mit Blick auf Ihre gesamte Geldanlage und den richtigen Mix aus Stabilität und Renditechancen.

Finanzexperte der MLP Banking AG

ETF und Einzelaktien kombinieren – ist das sinnvoll?

Eine Kombination aus ETFs und Einzelaktien kann je nach Anlageziel, Risikobereitschaft und Kenntnissen in Betracht kommen. Dabei sollten Chancen, Risiken, Kosten und Komplexität sorgfältig abgewogen werden.

Ihr Weg zur passenden Strategie mit dem MLP Vermögensdepot

Egal, ob Sie den automatisierten, passiven Weg der ETFs bevorzugen oder gezielt auf Einzelaktien setzen möchten: Eine langfristige Geldanlage braucht ein Fundament und eine klare Strategie. Genau dabei unterstützt Sie die MLP Beratung. MLP Beraterinnen und MLP Berater entwickeln Ihre Anlagestrategie gemeinsam mit Ihnen und richten sie langfristig auf Ihre Ziele aus – umgesetzt im MLP Vermögensdepot .

Gemeinsam mit Ihrer MLP Beraterin oder Ihrem MLP Berater prüfen Sie, welche Anlagestrategie unter Berücksichtigung Ihres Risikoprofils, Ihrer Ziele, Kenntnisse, finanziellen Situation und Ihres Anlagehorizonts in Betracht kommt.

  • Qualität im Fokus: Bei der Fondsauswahl berücksichtigen wir definierte Auswahl- und Prüfkriterien. Diese ersetzen nicht die individuelle Bewertung von Chancen, Risiken, Kosten und Anlagezielen.
  • Laufende Qualitätssicherung des Fondsuniversums: Sollte ein gewählter Fonds dauerhaft hinter den Erwartungen zurückbleiben (Underperformance), sprechen wir bei Bedarf eine kostenfreie Tauschempfehlung für Sie aus.
  • Flexibler Vermögensaufbau : Mit einem ETF-Sparplan starten Sie bereits ab 50 € monatlich je Wertpapierposition.

In einem persönlichen Gespräch können wir gemeinsam prüfen, welche Anlagestrategien unter Berücksichtigung Ihrer Ziele, Risikobereitschaft und Ihres Anlagehorizonts für Sie in Betracht kommen.

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Häufige Fragen zum Thema ETFs oder Aktien

Ein direkter Tausch von Einzelaktien in einen ETF ist in der Regel nicht möglich. Meist müssen die Aktien zunächst verkauft und anschließend ETF-Anteile gekauft werden. Dabei können Kursrisiken, Transaktionskosten und steuerliche Auswirkungen entstehen. Ob eine Umschichtung sinnvoll ist, sollte daher unter Berücksichtigung Ihrer Anlagestrategie, Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer steuerlichen Situation geprüft werden.

Sowohl ETFs als auch Aktien gelten als Sondervermögen. Im Insolvenzfall der depotführenden Stelle oder Fondsgesellschaft werden die Wertpapiere daher nicht Teil der Insolvenzmasse. Sie gehören rechtlich weiterhin Ihnen und können auf ein anderes Depot bei einer anderen Bank übertragen werden.

Bei Einzelaktien richtet sich der Einstieg grundsätzlich nach dem aktuellen Aktienkurs und den jeweiligen Orderbedingungen. Viele ETFs können auch über Sparpläne mit regelmäßigen Anlagebeträgen erworben werden. Je nach Anbieter sind Sparpläne auch für ausgewählte Einzelaktien möglich; dabei werden häufig Bruchstücke einer Aktie gekauft. Die konkreten Mindestbeträge, Kosten und Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Produkt.

Kursverluste gehören zu den Risiken von Wertpapieranlagen. Wichtig ist, die Entwicklung im Zusammenhang mit Ihrem Anlageziel, Ihrer Risikobereitschaft und Ihrem Anlagehorizont zu betrachten. In Phasen sinkender Kurse sollte die eigene Strategie überprüft werden. Ob Halten, Nachkaufen oder Verkaufen sinnvoll ist, hängt von Ihrer individuellen Situation und der Zusammensetzung Ihres Depots ab.

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