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Inhalt
Ein Kunde bespricht mit seinem MLP Berater die Kosten eines Fonds.

Welche Kosten können bei Fonds anfallen?

Welche Gebühren es gibt und wie sie die Rendite beeinflussen können

Das Wichtigste zu den Kosten von Fonds auf einen Blick

  • Kostenblöcke: Die Fondskosten teilen sich in einmalige Kosten beim Kauf und laufende Kosten, die Jahr für Jahr anfallen, auf.
  • Ausgabeaufschlag: Bei aktiv gemanagten Fonds kann der Ausgabeaufschlag je nach Fonds und Anteilsklasse mehrere Prozent des Anlagebetrags betragen. Die konkrete Höhe ergibt sich aus den jeweiligen Produktunterlagen.
  • Laufende Kosten: Die laufenden Kosten eines Fonds erscheinen als Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio – TER). Der Fonds entnimmt sie laufend dem Fondsvermögen
  • Wirkung auf die Rendite: Jeder Prozentpunkt an Kosten mindert Ihre Nettorendite und summiert sich über lange Zeiträume spürbar. MLP Beraterinnen und MLP Berater ordnen die Fondskosten im Beratungsgespräch in Ihre gesamte Finanzplanung ein.

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Wie setzen sich die Kosten eines Fonds zusammen?

Ein Investmentfonds bündelt das Geld vieler Anlegerinnen und Anleger und investiert es nach einer festgelegten Anlagepolitik in verschiedene Vermögenswerte, zum Beispiel Wertpapiere . Wie breit die Streuung ist, hängt vom jeweiligen Fonds ab. Für diese Arbeit, also Auswahl, Verwahrung und Verwaltung, zahlen Sie Gebühren. Entscheidend ist deshalb nicht die Frage, ob ein Fonds Kosten verursacht, sondern wie hoch diese sind.

Grundsätzlich lassen sich zwei Blöcke unterscheiden:

  • Einmalige Kosten: Sie fallen einmal beim Kauf an, vor allem der Ausgabeaufschlag.
  • Laufende Kosten: Jahr für Jahr kommen die laufenden Kosten eines Fonds hinzu, solange Sie ihn halten. Die Gesamtkostenquote (TER) bündelt sie.

Damit Sie die Fondskosten Schritt für Schritt nachvollziehen können, gehen wir sie im Folgenden in der Reihenfolge durch, in der sie im Anlagealltag auftauchen: vom Kauf über die laufende Haltedauer bis zum Depot.

Bei der Geldanlage in Fonds schauen viele zuerst auf die mögliche Rendite und erst danach auf die Kosten. Dabei sind die Gebühren die einzige Größe, die von Beginn an feststeht. MLP Beraterinnen und MLP Berater gehen die Kostenarten deshalb gemeinsam mit Ihnen durch, vergleichen sie anhand des Basisinformationsblatts und ordnen sie in Ihre gesamte Finanzplanung ein. So treffen Sie eine Entscheidung, die zu Ihren Zielen passt

Finanzexperte der MLP Banking AG

Kosten beim Kauf von Fonds: der Ausgabeaufschlag

Die erste Gebühr fällt schon beim Kauf an. Der Ausgabeaufschlag bei einem Fonds, auch Agio oder Einstiegskosten eines Fonds genannt, ist ein prozentualer Aufschlag auf den Anteilspreis. Er deckt vor allem den Vertrieb ab. Ihre Bank oder die Fondsgesellschaft zieht ihn direkt vom Anlagebetrag ab, sodass nur der verbleibende Betrag tatsächlich in den Fonds fließt.

  • Höhe: Bei aktiv gemanagten Fonds kann der Ausgabeaufschlag je nach Fonds und Anteilsklasse mehrere Prozent des Anlagebetrags betragen. Die genaue Höhe steht in den Produktunterlagen des jeweiligen Fonds, insbesondere im Basisinformationsblatt.
  • Rechenbeispiel: Angenommen, für einen Fonds fällt ein Ausgabeaufschlag von 4 % an. Dann fließen von 1.000 € nur 960 € in den Fonds, die restlichen 40 € sind die Gebühr. Der Wert dient hier allein der Veranschaulichung.
  • Je nach Fondsart: Wie hoch der Aufschlag ausfällt, hängt auch von der Art des Fonds ab. Bei Aktienfonds liegt er tendenziell am oberen Ende, Rentenfonds liegen darunter, Mischfonds bewegen sich meist dazwischen und Geldmarktfonds bilden häufig das untere Ende.

Ob ein Ausgabeaufschlag anfällt, hängt vom Kaufweg ab: Klassische, aktiv gemanagte Fonds kaufen Sie in der Regel über die Fondsgesellschaft oder Ihre Bank zum sogenannten Ausgabepreis, der den Ausgabeaufschlag bereits enthält. Bei börsengehandelten passiven ETFs entfällt der Ausgabeaufschlag dagegen.

Laufende Kosten eines Fonds

Ist der Fonds gekauft, fallen laufende Kosten an, solange Sie ihn halten. Sie werden Ihnen nicht separat in Rechnung gestellt, sondern laufend direkt aus dem Fondsvermögen entnommen, sodass Sie sie nur an einer etwas geringeren Wertentwicklung bemerken. Einen Großteil dieser Kosten bündelt der Fonds in einer einzigen Kennzahl, der Gesamtkostenquote. Transaktionskosten und eine mögliche Performance Fee kommen separat hinzu.

Die Gesamtkostenquote gibt an, welchen Anteil des Fondsvermögens die laufenden Gebühren pro Jahr ausmachen. Sie bündelt diese Posten:

  • Verwaltungsvergütung: häufig ein wesentlicher Kostenbestandteil. Sie vergütet insbesondere die Verwaltung des Fonds.
  • Verwahrstellenvergütung: Diese Gebühr fällt für die Verwahrung des Fondsvermögens bei der Depotbank an.
  • Weitere Betriebskosten: Dazu zählen etwa Kosten für die Wirtschaftsprüfung und für die gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungen.

Wie hoch diese laufenden Kosten eines Fonds pro Jahr ausfallen, hängt vor allem von der Verwaltungsart ab:

  • Aktive Verwaltung: Aktiv gemanagte Fonds haben häufig höhere Kosten als vergleichbare passive Indexfonds, weil Analyse, Auswahl und laufende Steuerung des Portfolios vergütet werden.
  • Passive Verwaltung: Passive Indexfonds und ETFs können niedrigere laufende Kosten haben, weil sie in der Regel einem Index bzw. festen Regeln folgen. Die konkrete Höhe hängt jedoch immer vom jeweiligen Produkt und der Anteilklasse ab.

Die Begriffe ETF und Fonds sagen dabei nicht automatisch etwas über die Verwaltung aus: Es gibt ebenso passive Indexfonds wie aktiv gemanagte ETFs. Entscheidend für die Höhe der laufenden Kosten ist also, ob ein Fonds aktiv oder passiv verwaltet wird, und nicht die Bezeichnung allein.

Innerhalb eines Fonds fallen Transaktionskosten an, sobald das Management Wertpapiere kauft oder verkauft. Sie zählen nicht zur Gesamtkostenquote, weil sie je nach Handelsaktivität schwanken. Ein Fonds, der häufig umschichtet, verursacht dadurch tendenziell höhere Kosten als einer, der sein Portfolio ruhig hält.

Manche aktiv gemanagten Fonds verlangen zusätzlich eine erfolgsabhängige Performance Fee. Sie wird nur fällig, wenn der Fonds eine vorher festgelegten Messwert übertrifft, etwa einen Vergleichsindex. Je nach Fonds können besondere Berechnungsregeln gelten, zum Beispiel eine sogenannte High Warter Mark. Die konkrete Ausgestaltung ergibt sich aus den jeweiligen Fondsunterlagen.

Fondskosten rund ums Depot

Neben den Gebühren, die der Fonds selbst erhebt, kommen die Kosten für das Depot hinzu. Ihre Fondsanteile liegen in einem Wertpapierdepot. Hier entstehen zwei Arten von Gebühren:

  • Depotgebühren: Für die Verwahrung Ihrer Anteile kann eine jährliche Gebühr anfallen. Ein Depot ist in der Regel mit Kosten verbunden, die sich beispielsweise prozentual auf den Depotbestand beziehen können.
  • Ordergebühren: Beim Kauf oder Verkauf über die Börse kommt ein Handelsplatzentgelt hinzu.

Wie beeinflussen die Kosten eines Fonds die Rendite?

Die Gesamtkosten eines Fonds bestimmen, wie viel von der Wertentwicklung am Ende bei Ihnen ankommt, also Ihre Nettorendite. Daneben wirken sich auch die Marktentwicklung, die Haltedauer, Steuern und weitere individuelle Faktoren auf das Ergebnis aus. Gerade beim langfristigen Vermögensaufbau fällt das ins Gewicht: Weil die laufenden Kosten jedes Jahr abgezogen werden, wirken sie über die Zeit doppelt. Sie mindern nicht nur den Ertrag eines Jahres, sondern auch den Zinseszinseffekt der Folgejahre.

Vereinfacht gerechnet bedeutet ein Kostenunterschied von einem Prozentpunkt bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro im ersten Jahr eine Kostenbelastung von 100 Euro. Über längere Zeiträume können sich solche Unterschiede deutlich auswirken. Das tatsächliche Anlageergebnis hängt jedoch zusätzlich von der Wertentwicklung des Fonds und weiteren Faktoren ab.

Wenn Sie die Kosten eines Fonds berechnen möchten, finden Sie die nötigen Kosteninformationen gebündelt im gesetzlich vorgeschriebenen jeweiligen Basisinformationsblatt. Dort sind die einmaligen und die laufenden Kosten standardisiert ausgewiesen, sodass sich verschiedene Fonds gut vergleichen lassen. Wichtig bleibt dabei: Die Geldanlage in Fonds ist mit Kursschwankungen verbunden. Eine feste Rendite lässt sich nicht zusichern.

Welche Faktoren können die Fondskosten beeinflussen?

An mehreren Stellen lassen sich die Kosten beeinflussen. Diese Ansatzpunkte helfen Ihnen dabei:

  • Ausgabeaufschlag reduzieren: Den Ausgabeaufschlag können Sie je nach Vertriebsweg senken oder ganz vermeiden. Teils gibt es Anteilsklassen ganz ohne Aufschlag.
  • Auf die Gesamtkostenquote achten: Bei ähnlicher Ausrichtung ist ein Fonds mit niedriger TER langfristig im Vorteil.
  • Basisinformationsblatt vergleichen: Ziehen Sie vor dem Kauf die ausgewiesenen Kosten mehrerer Fonds nebeneinander heran.
  • Fondssparen mit Sparplan: Bei einem Sparplan zahlen Sie regelmäßig kleine Raten ein, statt einmalig eine große Summe. An den laufenden Kosten ändert das nichts, denn die Gesamtkostenquote bleibt gleich. Ein Ausgabeaufschlag fällt zudem nur auf die jeweilige Rate an.

Eine MLP Beraterin unterhält sich mit Kunden über das MLP Vermögensmanagement.

Fondskosten gemeinsam mit MLP einordnen

Ob ein Fonds seine Kosten wert ist, zeigt sich erst im Zusammenspiel mit Ihren Zielen, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft. Im Rahmen des MLP Vermögensmanagements analysieren MLP Beraterinnen und MLP Berater gemeinsam mit Ihnen Ihre Ziele und behalten dabei auch die Kosten im Blick.

Im Rahmen des MLP Vermögensmanagements können MLP Beraterinnen und MLP Berater Fondskosten gemeinsam mit Ihnen betrachten und in Ihre Finanzplanung einordnen. Welche Kosten konkret anfallen, ergibt sich aus den jeweiligen Produktunterlagen, Vertragsbedingungen und Preisverzeichnissen. Die Entscheidung über eine Anlage bleibt stets bei Ihnen.

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Fazit: Niedrige Fondskosten zahlen sich langfristig aus

Die Kosten eines Fonds setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Weil diese Kosten die Rendite dauerhaft mindern, lohnt es sich, sie vor dem Kauf genau zu vergleichen – am besten anhand des Basisinformationsblatts. Die Geldanlage in Fonds ist zugleich mit Kursschwankungen bis hin zum möglichen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Deshalb sollte die Wahl zu Ihrer persönlichen Situation passen.

MLP Beraterinnen und MLP Berater betrachten Ihre Geldanlage im Zusammenhang mit Ihrer gesamten Finanz- und Lebenssituation. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten sie eine Anlagestrategie , die Kosten, Renditechancen und Ihre Ziele in Einklang bringt.

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Hinweis: Die Darstellung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar.

Häufige Fragen zum Thema Kosten von Fonds

Die laufenden Kosten werden nicht separat in Rechnung gestellt, sondern fortlaufend direkt aus dem Fondsvermögen entnommen. Sie zahlen sie also nicht aktiv, sondern sehen sie indirekt an einer entsprechend geringeren Wertentwicklung des Fonds.

Die laufenden Kosten sind der Gesamtwert aller regelmäßigen Gebühren eines Fonds. Die Verwaltungsvergütung ist dabei nur der größte Einzelbaustein, der das Fondsmanagement bezahlt. In den laufenden Kosten sind zusätzlich weitere Posten wie Verwahrstellengebühren oder Betriebskosten enthalten.

Ja, das Basisinformationsblatt weist die einmaligen und die laufenden Kosten eines Fonds standardisiert aus. In der Regel erfolgt die Darstellung sowohl in Prozent als auch als Betrag in Euro bezogen auf einen Beispielbetrag. Dadurch können Sie die Kosten verschiedener Fonds unmittelbar miteinander vergleichen.

Ja, auch bei einem Fondssparplan gelten dieselben laufenden Kosten wie bei einer Einmalanlage. Der Anbieter berechnet den Ausgabeaufschlag pro Sparrate, sodass er sich anteilig über die Einzahlungen verteilt.

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