Die Gesamtkostenquote gibt an, welchen Anteil des Fondsvermögens die laufenden Gebühren pro Jahr ausmachen. Sie bündelt diese Posten:
- Verwaltungsvergütung: häufig ein wesentlicher Kostenbestandteil. Sie vergütet insbesondere die Verwaltung des Fonds.
- Verwahrstellenvergütung: Diese Gebühr fällt für die Verwahrung des Fondsvermögens bei der Depotbank an.
- Weitere Betriebskosten: Dazu zählen etwa Kosten für die Wirtschaftsprüfung und für die gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungen.
Wie hoch diese laufenden Kosten eines Fonds pro Jahr ausfallen, hängt vor allem von der Verwaltungsart ab:
- Aktive Verwaltung: Aktiv gemanagte Fonds haben häufig höhere Kosten als vergleichbare passive Indexfonds, weil Analyse, Auswahl und laufende Steuerung des Portfolios vergütet werden.
- Passive Verwaltung: Passive Indexfonds und ETFs können niedrigere laufende Kosten haben, weil sie in der Regel einem Index bzw. festen Regeln folgen. Die konkrete Höhe hängt jedoch immer vom jeweiligen Produkt und der Anteilklasse ab.
Die Begriffe ETF und Fonds sagen dabei nicht automatisch etwas über die Verwaltung aus: Es gibt ebenso passive Indexfonds wie aktiv gemanagte ETFs. Entscheidend für die Höhe der laufenden Kosten ist also, ob ein Fonds aktiv oder passiv verwaltet wird, und nicht die Bezeichnung allein.