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Ein junges Paar sitzt am Laptop und informiert sich über Risiken einer ETF-Geldanlage.

Risiken bei ETFs: Welche gibt es?

ETF-Risiken verstehen und die eigene Geldanlage bewusst ausrichten

Das Wichtigste zu den Risiken von ETFs auf einen Blick

  • Sicherheit bei ETFs: Als börsengehandelte Fonds unterliegen ETFs Kursschwankungen, sodass der Wert Ihrer Anteile jederzeit steigen, aber auch fallen kann.
  • ETF-Risiken: Zu den Risiken bei ETFs gehören das Marktrisiko sowie das Währungs-, Emittenten-, Klumpen- und Liquiditätsrisiko.
  • Fehler beim Investieren: Viele Risiken entstehen bei der Geldanlage selbst, etwa durch eine zu kurze Anlagedauer, eine einseitige Auswahl oder unüberlegte Reaktionen auf Kursschwankungen.
  • MLP Beratung: MLP Beraterinnen und MLP Berater helfen Ihnen, ETFs im Gesamtbild Ihrer Finanzen zu betrachten und eine zu Ihrer Lebenssituation passende Anlagestrategie zu entwickeln.

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Wie sicher sind ETFs wirklich?

ETFs sind keine risikofreie Geldanlage. Sie investieren je nach Ausrichtung beispielsweise in Aktien, Anleihen oder andere Anlageklassen . Der Wert eines ETFs verändert sich je nachdem, wie sich die enthaltenen Vermögenswerte an den Märkten entwickeln.

Von „Sicherheit“ zu sprechen, führt bei Geldanlagen schnell zu falschen Erwartungen. Der Wert eines ETFs kann jederzeit schwanken und Verluste sind möglich. Es geht also vielmehr darum, Risiken zu verstehen und bewusst einzuordnen.

Diese Aspekte helfen Ihnen, Risiken bei ETFs besser einzuschätzen:

  • Risikostreuung: Ein ETF investiert in viele verschiedene Titel und deckt damit zum Beispiel verschiedene Unternehmen, Branchen oder Regionen ab. Dadurch verteilt sich das Risiko innerhalb des Fonds, auch wenn Verluste einzelner Positionen weiterhin möglich sind.
  • Sondervermögen: ETFs zählen rechtlich zum Sondervermögen. Das bedeutet, dass die enthaltenen Vermögenswerte getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt werden. Für Sie heißt das: Im Fall einer Insolvenz der Fondsgesellschaft zählt Ihr Kapital nicht zur Insolvenzmasse.
  • Unterschiedliche Ausgestaltung: ETFs können verschieden aufgebaut sein. Es gibt Varianten mit passiver und aktiver Anlagestrategie sowie unterschiedliche Schwerpunkte bei Regionen, Branchen oder Anlageklassen. Dadurch kann sich auch das Risiko spürbar unterscheiden.

Diese Punkte ändern nichts daran, dass ETFs Kursschwankungen unterliegen. Sie zeigen jedoch, wie Risiken strukturiert sind und wodurch sie beeinflusst werden.

ETFs sind für viele eine einsteigerfreundliche Möglichkeit, sich an den Kapitalmärkten zu beteiligen. Gleichzeitig sollten Anlegende die damit verbundenen Risiken realistisch bewerten. Neben der Auswahl einzelner Anlagen kommt es darauf an, wie diese in die gesamte finanzielle Situation eingebunden sind. Genau hier setzen wir an: Wir unterstützen dabei, Chancen und Risiken im Gesamtbild zu betrachten und eine strukturierte Anlagestrategie zu entwickeln.

Finanzexperte der MLP Banking AG

Die relevantesten ETF-Risiken im Überblick

ETFs bündeln verschiedene Wertpapiere in einem Fonds. Daraus ergeben sich unterschiedliche Risiken, die Ihre Anlage beeinflussen können.

Typische ETF-Risiken sind:

  • Marktrisiko
  • Klumpenrisiko
  • Emittentenrisiko
  • Währungsrisiko
  • Liquiditätsrisiko

Diese Risiken wirken oft gleichzeitig. Um besser zu verstehen, wie sie entstehen und welche Auswirkungen sie auf Ihre Anlage haben können, lohnt sich ein genauer Blick auf die einzelnen Risiken.

Marktrisiko – können ETFs stark fallen?

Ja, ETFs können deutlich an Wert verlieren. Das Marktrisiko beschreibt die Schwankungen an den Kapitalmärkten, die sich direkt auf die Wertentwicklung eines ETFs auswirken. Entwickeln sich die enthaltenen Vermögenswerte negativ, sinkt auch der Wert des Fonds. Solche Phasen können kurzfristig stark ausfallen und sich über längere Zeiträume erstrecken.

Klumpenrisiko und Diversifikation

Ein Klumpenrisiko entsteht, wenn ein ETF stark auf einzelne Länder, Branchen oder Unternehmen ausgerichtet ist. In solchen Fällen hängt die Wertentwicklung stärker von wenigen Positionen ab. Entwickeln sich diese negativ, kann sich das überdurchschnittlich auf den gesamten ETF auswirken.

Emittentenrisiko: Kann ein ETF wertlos werden?

Ein ETF selbst ist ein Fonds und als Sondervermögen rechtlich vom Anbieter getrennt. Die enthaltenen Vermögenswerte werden separat vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt. Eine Insolvenz des Anbieters führt deshalb nicht automatisch dazu, dass Ihr investiertes Geld verloren ist.

Ein Risiko kann dennoch bestehen, wenn weitere beteiligte Institute in die Umsetzung der Anlagestrategie eingebunden sind: Das ist vor allem bei ETFs der Fall, die ihre Anlagestrategie über Tauschgeschäfte umsetzen. In diesem Zusammenhang spricht man vom Kontrahentenrisiko. Die Gegenpartei ist dabei meist eine Bank oder ein anderes Finanzinstitut. Sie verpflichtet sich, eine vereinbarte Wertentwicklung zu liefern. Ist sie nicht in der Lage, diese Verpflichtung zu erfüllen, kann sich das negativ auf den ETF auswirken. Dieses Risiko ist gesetzlich begrenzt und betrifft in der Regel nur einen Teil des Fondsvermögens, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Währungsrisiko bei ETFs

Investieren ETFs in Vermögenswerte aus verschiedenen Währungsräumen, wirken sich Wechselkurse auf die Wertentwicklung aus. Veränderungen zwischen Währungen können dazu führen, dass sich der Wert eines ETFs unabhängig von der Entwicklung der enthaltenen Vermögenswerte verändert.

Ein Beispiel: Sie legen Geld in einen ETF an, der unter anderem in Unternehmen aus den USA investiert. Die Aktienkurse dieser Unternehmen steigen. Gleichzeitig verliert der US-Dollar gegenüber dem Euro an Wert. Dadurch kann es passieren, dass Ihr Investment in Euro an Wert verliert – obwohl die enthaltenen Unternehmen an der Börse zugelegt haben.

Liquiditätsrisiko und ETFs

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Möglichkeit, dass ETF-Anteile nicht jederzeit oder nur zu einem ungünstigen Preis gehandelt werden können. Dieses Risiko kann vor allem bei weniger gehandelten oder sehr spezialisierten ETFs auftreten, wenn Angebot und Nachfrage an der Börse auseinandergehen.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten Ihre ETF-Anteile verkaufen, doch es gibt in diesem Moment nur wenige Kaufinteressierte. Um dennoch zu verkaufen, müssen Sie einen niedrigeren Preis akzeptieren als erwartet. Umgekehrt kann es beim Kauf von ETFs passieren, dass Sie mehr bezahlen, wenn nur wenige Anteile verfügbar sind.

ETF oder Einzelaktien: Wo liegen die Unterschiede beim Risiko?

ETFs und Einzelaktien unterscheiden sich vor allem in der Verteilung des Risikos. Mit einer einzelnen Aktie investieren Sie in ein einziges bestimmtes Unternehmen. Entwickelt sich dieses negativ, wirkt sich das direkt und vollständig auf Ihre Geldanlage aus. Ein ETF bündelt dagegen viele verschiedene Vermögenswerte in einem Fonds. Dadurch verteilt sich das Risiko auf mehrere Positionen, auch wenn Verluste weiterhin möglich sind.

Gleichzeitig reagieren beide Anlageformen auf Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Während Aktien oft stärkere Kursschwankungen einzelner Unternehmen widerspiegeln, bildet ein ETF die Wertentwicklung einer größeren Auswahl an Wertpapieren nach. Das kann Schwankungen abmildern, führt aber nicht dazu, dass Risiken vollständig entfallen.

Für Ihre Geldanlage bedeutet das: ETFs können Risiken breiter streuen, während Aktien stärker von der Entwicklung einzelner Unternehmen abhängen.

Gut zu wissen: Gibt es beim ETF-Sparplan andere Risiken als bei der ETF-Einmalanlage?

Grundsätzlich bestehen keine unterschiedlichen Risiken bei einem ETF-Sparplan und bei einer Einmalanlage. In beiden Fällen investieren Sie in Wertpapiere innerhalb eines Fonds, sodass beispielsweise Marktschwankungen gleichermaßen wirken.

Der Unterschied zwischen Sparplan und Einmalanlage liegt vor allem im Investitionszeitpunkt: Während Sie bei einer einmaligen Anlage einen festen Zeitpunkt wählen, verteilen sich die Käufe bei einem Sparplan über mehrere Jahre. Dadurch können sich Kursschwankungen unterschiedlich auf Ihre Geldanlage auswirken.

Möchten Sie über einen Sparplan in ETFs investieren? Dann benötigen Sie ein Wertpapierdepot als Grundlage für Ihre Geldanlage. Über ein Depot bei der MLP Banking AG können Sie regelmäßige Investitionen automatisiert umsetzen.

Wie können Sie Risiken bei ETFs reduzieren?

Risiken lassen sich bei ETFs nicht vermeiden, aber durch eine strukturierte Vorgehensweise gezielt beeinflussen.

Diese Ansätze können dabei helfen:

  • Breit streuen: Verteilen Sie Ihr Investment auf einen oder mehrere ETFs, die verschiedene Regionen, Branchen oder Anlageklassen abdecken. So hängt Ihre Geldanlage weniger stark von einzelnen Entwicklungen ab.
  • Langfristig investieren: Kursschwankungen können kurzfristig und stark auftreten. Ein längerer Anlagehorizont kann helfen, diese auszugleichen.
  • ETFs bewusst auswählen: Unterschiede in Zusammensetzung, Strategie oder Handelsvolumen können sich auf Risiken auswirken. Ein genauer Blick auf den Fonds ist daher sinnvoll.
  • Eigene Strategie beibehalten: Häufige Umschichtungen oder emotionale Entscheidungen können ETF-Risiken erhöhen. Eine klare Anlagestrategie hilft, auch in schwankenden Marktphasen ruhig zu bleiben.
  • Gesamte Geldanlage berücksichtigen: ETFs sind nur ein Baustein. Die Kombination mit anderen Anlageformen kann die Struktur Ihres Portfolios ausgewogener machen.

Häufige Fehler beim Investieren in ETFs

Einige Gefahren bei ETFs entstehen nicht durch die Märkte selbst, sondern durch typische Verhaltensmuster von Anlegenden.

Häufige Fehler beim Investieren in ETFs sind:

  • Zu kurzer Anlagehorizont: ETFs sind in der Regel eher für langfristige Anlagezeiträume geeignet, da kurzfristige Kursschwankungen über mehrere Jahre besser ausgeglichen werden können. Wer frühzeitig verkauft, reagiert oft auf kurzfristige Schwankungen und kann dadurch Verluste realisieren.
  • Einseitige Auswahl: Eine starke Fokussierung auf einzelne Branchen, Regionen oder Themen kann das Risiko erhöhen.
  • Zu wenig Verständnis für den Aufbau: ETFs können sich deutlich in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Sie investieren je nach Ausrichtung in unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen. Zudem können sie sich entweder an einem Index orientieren oder aktiv durch ein Fondsmanagement zusammengestellt sein. Wer diese Unterschiede nicht kennt, unterschätzt mögliche Risiken.
  • Emotionale Entscheidungen: Viele Anlegende reagieren auf Marktschwankungen mit spontanen Käufen oder Verkäufen. Dieses Verhalten kann die Rendite bei ETFs negativ beeinflussen.
  • Überschneidungen im Portfolio: Mehrere ETFs können ähnliche Werte enthalten. Dadurch entsteht ein Klumpenrisiko, obwohl scheinbar breit investiert wurde.

Mit MLP ETF-Risiken im finanziellen Gesamtkontext betrachten

Risiken bei ETFs lassen sich nicht isoliert bewerten, sondern immer nur im Zusammenhang mehrerer Faktoren. Ihre Ziele, Ihr Anlagehorizont, bestehende Absicherungen und Ihre persönliche Haltung zu Schwankungen beeinflussen, wie Sie Risiken wahrnehmen und einordnen.

Die MLP Beraterinnen und MLP Berater unterstützen Sie dabei, Ihre Geldanlage ganzheitlich einzuschätzen. Gemeinsam ordnen sie ETFs als Baustein ihres Vermögens ein und berücksichtigen dabei auch weitere Aspekte wie Liquidität, Absicherung und langfristige Planung. So entsteht eine Anlagestrategie , die zu Ihrem Leben passt und verschiedene Risiken bewusst einbezieht.

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Fazit: ETF-Risiken verstehen – warum eine klare Strategie den Unterschied macht

ETFs bieten Zugang zu unterschiedlichen Märkten und Anlageklassen, sind jedoch immer mit Risiken verbunden. Kursschwankungen, Währungsentwicklungen oder die Zusammensetzung eines Fonds können die Wertentwicklung beeinflussen. Wer diese Zusammenhänge versteht, kann seine Geldanlage bewusster gestalten. Eine klare Struktur, ein passender Zeithorizont und ein realistischer Blick auf mögliche Schwankungen helfen dabei, Risiken einzuordnen und Entscheidungen zu treffen.

ETFs können ein sinnvoller Bestandteil Ihrer Geldanlage sein – ausschlaggebend ist, wie sie in Ihre persönliche Strategie eingebunden sind.

Häufige Fragen zum Thema ETF-Risiken

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Das Risiko hängt vor allem von der Zusammensetzung des Fonds und den enthaltenen Vermögenswerten ab. Da ETFs in Wertpapiere investieren, unterliegen sie Kursschwankungen. Verluste sind möglich, insbesondere kurzfristig. Durch die Streuung innerhalb eines Fonds können Risiken verteilt werden, sie lassen sich jedoch nicht vermeiden.

Ein vollständiger Totalverlust bei breit gestreuten ETFs ist in der Praxis sehr unwahrscheinlich, aber nicht vollständig ausgeschlossen. Da diese Fonds in viele verschiedene Vermögenswerte investieren, müssten nahezu alle enthaltenen Positionen gleichzeitig und dauerhaft stark an Wert verlieren.

Für Anlegende bedeutet das: Sie müssen in der Regel nicht damit rechnen, ihr gesamtes investiertes Geld zu verlieren. Dennoch können Verluste auftreten, insbesondere bei starken Marktschwankungen oder einer sehr einseitigen Ausrichtung eines ETFs.

Bei einem Börsencrash können ETFs deutlich an Wert verlieren. Sie bilden in der Regel die Wertentwicklung eines Index nach, sodass sich starke Rückgänge direkt im ETF widerspiegeln. Solche Phasen können mehrere Monate oder Jahre andauern. Historisch haben sich viele Märkte nach Krisen wieder erholt. Dennoch gilt: Ein Crash kann die Wertentwicklung Ihrer Geldanlage kurzfristig stark belasten.

ETFs zählen rechtlich zum Sondervermögen. Das bedeutet, dass die im Fonds enthaltenen Vermögenswerte getrennt vom Vermögen des Anbieters verwahrt werden. Im Fall einer Insolvenz bleibt das investierte Geld der Anlegenden davon unberührt. Die Verwahrung erfolgt über eine Depotbank, die sicherstellt, dass die Vermögenswerte weiterhin den Anlegenden zugeordnet bleiben. Der Status als Sondervermögen schützt allerdings nicht vor Kursverlusten. Sinkt der Wert der im ETF enthaltenen Wertpapiere, fällt in der Regel auch der Kurs des ETFs.

Nein, ETFs bieten keine Garantien. Weder die Wertentwicklung noch mögliche Renditen sind festgelegt oder vorhersehbar. Die Entwicklung hängt von den enthaltenen Vermögenswerten und den Märkten ab. Anlegende müssen immer mit möglichen Risiken bei ETFs rechnen und sollten diese im Rahmen der eigenen Strategie berücksichtigen.

ETFs streuen Risiken breiter als einzelne Aktien, da sie in mehrere Unternehmen investieren und verschiedene Vermögenswerte bündeln. Dadurch ist die Abhängigkeit von einzelnen Entwicklungen geringer. Dennoch unterliegen auch ETFs den Schwankungen der Märkte. Ob sie im Vergleich zu Einzelaktien weniger risikoreich sind, hängt trotzdem stark von der jeweiligen Anlage und der Zusammensetzung ab.

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