Die verschiedenen Replikationsmethoden bei ETFs unterscheiden sich vor allem bei den Kosten, der Genauigkeit der Nachbildung, der Transparenz und den Risiken. Die folgende Übersicht fasst zusammen, wo die drei Verfahren jeweils ihre Stärken haben und worauf Sie achten sollten:
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Kriterium
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Vollständige Replikation
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Sampling
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Synthetische Replikation
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Was der ETF hält
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Grundsätzlich sämtliche Indexwerte entsprechend ihrer Gewichtung
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repräsentative Auswahl der Indexwerte
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Fondsportfolio und Swap; konkrete Ausgestaltung produktabhängig
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Typische Einsatzgebiete
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Indizes mit überschaubarer Zahl gut handelbarer Werte
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Breite Indizes mit vielen Titeln
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Bestimmte schwer zugängliche Märkte oder Anlageklassen
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Transparenz
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Fondsbestände grundsätzlich unmittelbar nachvollziehbar
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Gehaltene Auswahl grundsätzlich nachvollziehbar
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Zusätzlich müssen Fondsportfolio und Swap-Struktur betrachtet werden
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Kosten (Tendenz)
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Produkt-, index- und marktabhängig
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Produkt-, index- und marktabhängig
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Produkt-, index- und marktabhängig
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Genauigkeit der Nachbildung
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Abweichungen vom Index möglich
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Abweichungen vom Index möglich
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Abweichungen vom Index möglich
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Besonderes Risiko
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Kein zusätzliches Swap-Risiko; Wertpapierleihe kann weitere Gegenparteirisiken verursachen
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Nicht sämtliche Indexwerte werden gehalten
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Zusätzliches Gegenparteirisiko aus dem Swap; regulatorische Begrenzungen und Sicherheiten möglich
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Drei Begriffe tauchen in diesem Zusammenhang häufig auf. Die Tracking-Differenz beschreibt die Differenz zwischen der Wertentwicklung eines ETFs und der Wertentwicklung seines Vergleichsindex über einen bestimmten Zeitraum. Sie kann unter anderem durch Kosten, Steuern, die Replikationsmethode, Transaktionen oder zusätzliche Erträge beeinflusst werden. Der Tracking Error beschreibt, wie stark die Abweichung zwischen ETF und Index im Zeitverlauf schwankt. Er ist eine Kennzahl zur Nachbildungsqualität, aber keine Kennzahl für das allgemeine Verlustrisiko des ETFs. Das Kontrahentenrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Vertragspartner eines synthetisch replizierenden ETF seinen Verpflichtungen aus dem Tauschgeschäft (Swap) nicht nachkommen kann. Dieses Risiko ist gesetzlich begrenzt und wird in der Regel durch Sicherheiten reduziert.
Tracking-Differenz und Tracking Error zeigen, wie genau ein ETF seinen Index nachbildet, unabhängig davon, welche Methode er nutzt.
Auch physisch replizierende ETFs, die die im Index enthaltenen Wertpapiere tatsächlich kaufen und halten, können zusätzliche Erträge erzielen, indem sie Wertpapiere gegen eine Gebühr verleihen. Wertpapierleihgeschäfte werden regelmäßig durch Sicherheiten begleitet, können aber zusätzliche Gegenparteien-, Verwertungs- und operationelle Risiken mit sich bringen. Sicherheiten schließen Verluste nicht vollständig aus. Zusätzliche Erträge aus der Wertpapierleihe sind nicht garantiert.