MLP
Inhalt
Eine Frau informiert sich darüber, wie sie Dividenden-ETFs kaufen kann.

Dividenden-ETFs: Wie funktionieren sie?

Mit gebündelten Unternehmensanteilen gezielt von regelmäßigen Ausschüttungen profitieren

Termin vereinbaren

Das Wichtigste zu Dividenden-ETFs auf einen Blick

  • Definition: Ein Dividenden-ETF ist ein Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index dividendenstarker Unternehmen nachbildet. Er bündelt zahlreiche Dividendentitel und kann die Erträge regelmäßig an die Anlegerinnen und Anleger weitergeben.
  • Ausschüttend oder thesaurierend: Ausschüttende Dividenden-ETFs zahlen Dividenden direkt als Cashflow aus, während thesaurierende ETFs diese automatisch reinvestieren und so den Zinseszinseffekt nutzen.
  • Dividendenrendite: Diese Kennzahl beschreibt das Verhältnis der jährlichen Ausschüttung zum aktuellen Kurs der Aktie oder des Fonds. Sie ist bei Dividenden-ETFs relevant, um die Ertragskraft einer Strategie einzuschätzen und die Qualität der enthaltenen Unternehmen zu prüfen.
  • Beratung: Ob Dividenden-ETF oder passender Sparplan – die MLP Beraterinnen und MLP Berater entwickeln gemeinsam mit Ihnen die Strategie, die exakt zu Ihrer persönlichen finanziellen Situation passt.

Termin vereinbaren

Was ist ein Dividenden-ETF?

Um zu verstehen, wie ein Dividenden-ETF funktioniert, lohnt sich zunächst ein Blick auf die beiden Bausteine, aus denen er besteht:

  • Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Börsenindex nachbildet. Anstatt aktiv einzelne Aktien auszuwählen, investieren Sie mit einem ETF breit gestreut in hunderte oder tausende Unternehmen gleichzeitig.
  • Eine Dividende ist die Gewinnbeteiligung, die ein Unternehmen an seine Aktionärinnen und Aktionäre ausschüttet. Wenn Sie Aktien eines Unternehmens halten, das wirtschaftlich erfolgreich ist, erhalten Sie in regelmäßigen Abständen einen Anteil am erwirtschafteten Gewinn.

Ein Dividenden-ETF führt diese beiden Konzepte zusammen: Er investiert gezielt in Unternehmen, die für ihre beständigen und attraktiven Ausschüttungen bekannt sind. Anstatt den gesamten Markt ungefiltert abzubilden, konzentriert sich der ETF auf Dividendentitel von Unternehmen, die ihre Aktionärinnen und Aktionäre am Erfolg teilhaben lassen.

Ein ETF mit Fokus auf hohen Dividenden möchte neben der reinen Wertentwicklung ein überdurchschnittliches Ertragspotenzial erschließen. Durch diese Bündelung mehrerer ausschüttungsstarker Titel können Sie nicht nur von der potenziellen Kursentwicklung der Unternehmen profitieren, sondern auch von kontinuierlichen Erträgen durch Dividenden.

Aristokraten, Könige und High-Yield: Die passende Strategie für Ihren Dividenden-ETF wählen

Es gibt verschiedene Arten von Dividenden-ETFs, die unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen. Diese bestimmen, nach welchen Kriterien die Unternehmen im Fonds ausgewählt werden. Da diese Ansätze unterschiedliche Schwerpunkte – von maximaler Rendite bis hin zu höchster Stabilität – setzen, lohnt ein Blick auf die gängigsten Konzepte:

  • High-Yield-Strategie: Dieser Ansatz konzentriert sich auf Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen eines Marktes. Der Vorteil liegt in einem besonders hohen laufenden Einkommen, während der Nachteil oft in einer starken Konzentration auf bestimmte Branchen besteht, die traditionell hohe Ausschüttungen leisten.
  • Dividenden-Aristokraten: Hierbei handelt es sich um Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren in Folge erhöht haben. Diese Konstanz gilt als starkes Qualitätssignal für ein nachhaltiges Geschäftsmodell und eine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik.
  • Dividenden-Könige: Sie bilden die noch exklusivere Variante der Aristokraten: Unternehmen, die ihre Dividende bereits seit mindestens 50 Jahren ohne Unterbrechung steigern. Das betrifft meist eine sehr kleine Gruppe weltweit etablierter Konzerne mit besonders hoher operativer Beständigkeit.
  • SuperDividend-Konzept: Diese Strategie strebt weltweit nach sehr hohen Ausschüttungsquoten, wobei sie über Branchen- und Ländergrenzen hinweg diversifiziert. Das bietet zwar höhere Renditechancen, kann jedoch mit deutlich stärkeren Kursschwankungen verbunden sein.
  • Quality-Filter: Dieser Ansatz ergänzt klassische Dividendenkriterien um fundamentale Bilanzkennzahlen wie Eigenkapitalrendite, Verschuldungsgrad und operativen Cashflow – und sortiert finanziell instabile Unternehmen konsequent aus.
  • Nachhaltige Dividendenstrategie: Dieser Ansatz verknüpft die Auswahl ausschüttungsstarker Titel mit ESG-Kriterien. Dabei werden Unternehmen ausgewählt, die nicht nur ökonomisch attraktiv sind, sondern auch ökologische, soziale und ethische Standards erfüllen.

Welche dieser Strategien für Sie die richtige ist, hängt von Ihrer persönlichen Zielsetzung ab: Legen Sie den Fokus auf ein möglichst hohes laufendes Einkommen, auf ein stetiges langfristiges Dividendenwachstum oder auf eine ausgewogene Kombination aus beiden Aspekten? Die MLP Beraterinnen und MLP Berater stehen Ihnen bei der Auswahl des passenden Dividenden-ETFs gerne zur Seite.

Termin vereinbaren

Wie funktioniert ein Dividenden-ETF?

Ein Dividenden-ETF bündelt Unternehmensgewinne und leitet sie an Sie weiter. Damit aus verschiedenen Einzelaktien ein effizientes Produkt für Ihr Portfolio werden kann, durchläuft ein Dividenden-ETF einen klaren strukturellen Ablauf:

  1. Index-Definition: Alles beginnt mit festen Auswahlkriterien für die Dividendentitel. Ein Dividendenindex definiert genau, welche Unternehmen aufgenommen werden – etwa solche mit einer besonders hohen Dividendenrendite (High-Yield) oder Unternehmen, die ihre Dividenden seit Jahrzehnten kontinuierlich steigern (Aristokraten).
  2. Replikation: Basierend auf diesen Regeln erwirbt der ETF die enthaltenen Titel in der vorgesehenen Gewichtung. Das geschieht entweder physisch durch den direkten Kauf der Aktien oder synthetisch über Tauschverträge mit Finanzinstituten.
  3. Dividendenzahlungen: Die Unternehmen im Index schütten regelmäßig einen Teil ihrer Gewinne aus. Der ETF fungiert dabei als Sammelstelle, die diese eingehenden Zahlungen zentral entgegennimmt.
  4. Weitergabe an Anlegerinnen und Anleger: Sobald die Dividenden der enthaltenen Unternehmen gesammelt wurden, bestimmt die Anlagestrategie des ETFs, ob diese Erträge an die Anlegerinnen und Anleger ausgeschüttet oder automatisch reinvestiert werden.

Ein Beispiel aus der Praxis: So wirkt die Dividendenrendite

Bevor wir die Beispielrechnung betrachten, ist es hilfreich, das Herzstück dieser Strategie zu verstehen: die Dividendenrendite. Sie setzt die jährliche Ausschüttung eines Unternehmens ins Verhältnis zu dessen aktuellem Aktienkurs und gibt Ihnen so Auskunft über die Ertragskraft Ihrer Anlage. Bei einem Dividenden-ETF dient sie als gewichteter Durchschnitt aller enthaltenen Werte und zeigt Ihnen an, welchen jährlichen Ertrag Sie pro investiertem Euro in Form von Ausschüttungen erwarten können.

Um zu verdeutlichen, wie diese Rendite in der Praxis wirkt, betrachten wir ein fiktives Szenario:

Angenommen, Sie investieren 10.000 € in einen Dividenden-ETF mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 3,5 %, der weltweit rund 100 ausschüttungsstarke Unternehmen bündelt.

  • Jährlicher Ertrag: Die enthaltenen Unternehmen zahlen über das Jahr Dividenden in Höhe von 350 € (10.000 € x 3,5 % = 350 €) brutto.
  • Netto-Betrachtung: Bei der Ermittlung Ihres tatsächlichen Gewinns spielen steuerliche Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Unter Berücksichtigung der 30-prozentigen Teilfreistellung für Aktien-ETFs und nach Abzug der Steuer verbleiben von diesem Betrag jährlich etwa 285 € netto auf Ihrem Konto:
    • Steuerpflichtiger Betrag: 350 € x 70 % = 245 €
    • Abgeltungssteuer (inklusive Soli): 245 € x 26,375 % = 64,62 €
    • Brutto-Ertrag (350 €) minus Steuer (64,62 €) = 285,38 €
    • Hinweis: Die Kirchensteuer ist in dieser Beispielrechnung nicht berücksichtigt. Für kirchensteuerpflichtige Anlegerinnen und Anleger fällt die Steuerlast entsprechend höher aus.
  • Langfristige Perspektive: Unter der vereinfachten Annahme, dass die jährliche Ausschüttung konstant bei 350 € bleibt, summieren sich die Erträge über 20 Jahre auf rund 7.000 € brutto (350 € x 20 Jahre). In der Praxis schwankt die Dividendenrendite jedoch: Sie hängt vom aktuellen Kurs und von der Höhe der Ausschüttungen ab und kann daher von Jahr zu Jahr höher oder niedriger ausfallen.

Hinweis: Diese Beispielrechnung dient der reinen Veranschaulichung und stellt keine Renditeprognose dar. Tatsächliche Erträge können aufgrund von Marktschwankungen und steuerlichen Änderungen erheblich von diesem Beispiel abweichen.

Dividenden-ETFs kaufen – welche Möglichkeiten haben Sie?

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, in Dividenden-ETFs zu investieren, stehen Sie vor zwei Entscheidungen: Wie sollen die Erträge innerhalb des Fonds verwendet werden und auf welchem Weg möchten Sie Ihr Kapital in den Markt einbringen? Die folgende Übersicht zeigt Ihnen die verschiedenen Wege, wie Sie Ihre Dividendenstrategie gestalten können.

Ausschüttend oder thesaurierend: Die Ertragsverwendung bei Ihrem Dividenden-ETF

Bei der Auswahl eines Dividenden-ETFs haben Sie zwei Möglichkeiten:

Ausschüttende Dividenden-ETFs

Diese Fonds, die im Namen oft mit dem Kürzel „Dist“ (für distributing) gekennzeichnet sind, zahlen die gesammelten Dividendenerträge in regelmäßigen Abständen – meist vierteljährlich oder halbjährlich – an Sie aus. Einige Dividenden-ETFs zahlen ihre Erträge sogar monatlich an ihre Anlegerinnen und Anleger aus. Sie erhalten einen direkten Cashflow auf Ihr Verrechnungskonto.

Thesaurierende Dividenden-ETFs

Bei thesaurierenden Dividenden-ETFs, die häufig mit „Acc“ (für accumulating) markiert sind, werden die eingehenden Dividenden nicht ausgezahlt, sondern automatisch direkt im Fondsvermögen reinvestiert. Das bedeutet, dass die Erträge umgehend wieder für den Kauf neuer Wertpapiere innerhalb des Dividenden-ETFs genutzt werden. Sie erhalten zwar keinen direkten Cashflow, nutzen dafür jedoch unmittelbar den Zinseszinseffekt.

Die Entscheidung zwischen diesen beiden Typen ist kein technisches Detail, sondern eine Frage Ihrer persönlichen Finanzstrategie:

  • Fokus auf Cashflow: Die ausschüttende Variante ist für Anlegerinnen und Anleger sinnvoll, die bereits heute ein regelmäßiges mögliches Zusatzeinkommen aus ihrem Dividenden-ETF erzielen möchten.
  • Fokus auf langfristigen Vermögensaufbau : Die thesaurierende Variante hingegen kann in einer aktiven Sparphase eine Option sein. Durch die automatische Reinvestition der Dividenden schaltet der Zinseszinseffekt auf Autopilot. Er sorgt dafür, dass die Erträge Ihres Dividenden-ETFs ihrerseits wieder Gewinne erwirtschaften.

Die Frage ist also: Wünschen Sie sich heute ein regelmäßiges Zusatzeinkommen auf dem Konto oder möchten Sie das Wachstumspotenzial Ihres Kapitals durch die automatisierte Reinvestition Ihres Dividenden-ETFs ausschöpfen?

Sparplan oder Einmalanlage: Der Einstieg in Ihren Dividenden-ETF

Neben der Ertragsverwendung stellt sich die Frage nach dem Investitionsweg. Hierbei kommt es vor allem auf Ihre finanzielle Ausgangslage und Ihrem persönlichen Anlageziel an:

  • Sparplan: Mit festen Beträgen investieren Sie beispielsweise monatlich in Ihren Dividenden-ETF. Der große Vorteil: Durch den Cost-Average-Effekt kaufen Sie bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Das kann das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts senken und macht das Investieren planbar.
  • Einmalanlage: Wenn Sie über aktuell nicht benötigtes Kapital verfügen, können Sie dieses sofort vollständig investieren und an der Marktentwicklung teilhaben. Sie partizipieren von Beginn an vollständig an der Dividendenrendite und der Wertentwicklung. Das kann besonders dann sinnvoll sein, wenn Sie einen Anlagehorizont von vielen Jahren haben.

Ob eine regelmäßige Sparrate oder eine einmalige Investition besser zu Ihnen passt, hängt von Ihrer aktuellen Lebenssituation und Ihren persönlichen Anlagezielen ab. Oft lässt sich beides auch kombinieren: Ein bestehendes Kapital wird per Einmalanlage investiert, während ein Sparplan den weiteren Vermögensaufbau begleitet.

Mehr zu ETF-Sparplänen

Mehr zu Aktiensparplänen

Die Wahl zwischen Ausschüttung oder Thesaurierung sowie zwischen Einmalanlage oder Sparplan ist individuell und hängt eng mit Ihrer langfristigen Finanzplanung zusammen. MLP Beraterinnen und MLP Berater unterstützen Sie dabei, aus den zahlreichen Optionen genau die Struktur zu wählen, die perfekt zu Ihren persönlichen Zielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer individuellen Risikotoleranz passt.

Finanzexperte der MLP Banking AG

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Wenn Sie sich für eine bestimmte Strategie entschieden haben, werden Sie feststellen, dass für denselben Dividendenindex oft mehrere Dividendenfonds in Form von ETFs verschiedener Anbieter zur Verfügung stehen. Um den passenden Fonds für Ihr Depot zu finden, helfen die folgenden Auswahlkriterien bei der objektiven Gegenüberstellung:

  • Gesamtkostenquote (TER): Sie beziffert die jährlichen laufenden Kosten eines ETFs. Da spezialisierte Dividendenindizes oft komplexere Auswahl- und Anpassungsregeln verfolgen als ein allgemeiner Weltindex, liegt die TER hier meist etwas höher.
  • Fondsvolumen: Das Fondsvolumen gibt Hinweise auf die wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Handelbarkeit eines ETFs. Ein zu geringes Volumen kann bedeuten, dass der ETF für den Anbieter unrentabel ist und im schlechtesten Fall geschlossen wird. Umgekehrt ist ein sehr großes Volumen nicht automatisch besser: Gerade bei Nischen- oder weniger liquiden Indizes kann es die genaue Nachbildung erschweren. Sinnvoll ist daher ein Volumen, das dauerhaft tragfähig ist, ohne im Verhältnis zum abgebildeten Markt zu groß zu werden
  • Tracking Difference (TD): Während die TER die Kosten abbildet, zeigt die Tracking Difference die tatsächliche Renditeabweichung des Dividenden-ETFs von seinem Referenzindex. Eine niedrige TD ist ein starkes Indiz für eine präzise und effiziente Nachbildung des Index.
  • Replikationsmethode: Dividenden-ETFs bilden einen Index meist physisch ab (direkter Kauf der Aktien). Bei einer synthetischen Replikation (Swap-Vertrag) wird die Wertentwicklung über Tauschgeschäfte mit einem Finanzinstitut gesichert, was ein theoretisches Gegenparteirisiko birgt, aber in bestimmten Märkten steuerliche Vorteile bieten kann.
  • Domizil: Viele in Europa zugelassene Dividenden-ETFs haben ihren Sitz in Irland oder Luxemburg. Das Domizil beeinflusst die steuerliche Behandlung der Quellensteuer.
  • Ausschüttungsverhalten: Achten Sie explizit auf die Kennzeichnung im Namen – „Dist“ steht für ausschüttend, „Acc“ für thesaurierend.
  • UCITS-Konformität: Sie soll sicherstellen , dass der Dividenden-ETF den strengen EU-Standards für Investmentfonds unterliegt. Die UCITS-Konformität ist ein Schutzmechanismus hinsichtlich Diversifikationsregeln und Anlegersicherheit.
  • ISIN: Die „International Securities Identification Number“ ist der digitale Fingerabdruck jedes ETFs. Nutzen Sie diese Kennung für eine eindeutige Suche bei Ihrem Broker, um Verwechslungen bei ähnlichen Fondsnamen auszuschließen.

Chancen und Risiken von Dividenden-ETFs

Auf den ersten Blick wirkt ein ETF mit hohen Dividenden besonders attraktiv, da er überdurchschnittliche Ausschüttungen direkt mit einer breiten Streuung verbindet. Dennoch gibt es keine Produkte am Kapitalmarkt ohne Risiken. Um eine passende Entscheidung zu treffen, müssen Sie die Stärken und potenziellen Schwachstellen dieser Anlageklasse gegeneinander abwägen:

Vorteile: Warum Dividenden-ETFs überzeugen können

  • Regelmäßiger Cashflow: Sie erhalten durch Dividenden-ETFs eine potenzielle Einnahmequelle, die unabhängig von Verkäufen Ihrer Anteile zur Verfügung steht.
  • Qualitätsfokus: Viele Indizes für Dividenden-ETFs setzen auf Unternehmen mit soliden Bilanzen und einer Historie beständiger Gewinne, was oft zu einer geringeren Volatilität im Vergleich zum breiten Markt führt.
  • Psychologische Unterstützung: In unruhigen Börsenphasen motivieren regelmäßige Ausschüttungen dazu, investiert zu bleiben, da Sie auch bei sinkenden Kursen „Erfolge“ in Form von Dividenden erhalten können.

Nachteile: Wo Vorsicht geboten ist

  • Potenzielle „Dividendenfalle“: Eine sehr hohe Dividendenrendite ist nicht immer ein Gütesiegel; sie kann darauf hindeuten, dass der Aktienkurs aufgrund wirtschaftlicher Probleme stark gefallen ist – das Unternehmen steckt möglicherweise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
  • Branchen-Konzentration: Da viele klassische Dividenden-Werte aus defensiven Sektoren (wie Versorger oder Konsumgüter) stammen, fehlen Dividenden-ETFs oft die wachstumsstarken Technologiewerte, die in anderen Indizes dominieren.
  • Keine Garantie: Dividenden sind keine Zinsen; sie sind freiwillige Gewinnbeteiligungen. In Krisenzeiten können Unternehmen die Ausschüttungen kürzen oder streichen.

Für wen sind Dividenden-ETFs sinnvoll?

Ob ein Dividenden-ETF der passende Baustein für Ihr Portfolio ist, hängt unter anderem von Ihren individuellen Zielen und Ihrem Anlagehorizont ab. Grundsätzlich können Dividenden-ETFs besonders attraktiv sein für:

  • Einkommensorientierte Anlegerinnen und Anleger: Wenn Sie Wert auf einen (planbaren) Cashflow aus Ihrem Depot legen – etwa um Ihr monatliches Budget aufzubessern oder laufende Ausgaben zu decken –, bieten ausschüttende Dividenden-ETFs die Struktur dafür.
  • Wertorientierte Investorinnen und Investoren: Anlegerinnen und Anleger, die bevorzugt in etablierte und wirtschaftlich stabile Unternehmen mit einer nachhaltigen Dividendenpolitik investieren möchten, finden durch spezialisierte Ansätze wie die Aristokraten- oder Quality-Strategien eine darauf fokussierte Auswahl.
  • Anlegerinnen und Anleger mit Bedarf an emotionaler Stabilität: Die Börse ist selten ein gerader Weg nach oben. Für viele Anlegende wirken regelmäßige Ausschüttungen beruhigend. Sie dienen in volatilen Marktphasen als sichtbare Rendite und helfen dabei, investiert zu bleiben, anstatt bei Kursschwankungen vorschnell zu verkaufen.

Dividenden-ETFs und Steuern in Deutschland

Die steuerliche Behandlung von Dividenden-ETFs in Deutschland folgt klaren gesetzlichen Regeln, die Sie bei Ihrer Planung berücksichtigen sollten. Grundsätzlich unterliegen alle Erträge aus Kapitalanlagen der Abgeltungssteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

Diese Punkte sind dabei zu berücksichtigen:

  • Teilfreistellung: Da Dividenden-ETFs in der Regel eine Aktienquote von mindestens 51 % aufweisen, profitieren Sie von der sogenannten Teilfreistellung. Hierdurch bleiben 30 % Ihrer Erträge steuerfrei, sodass die Steuer nur auf die verbleibenden 70 % der Ausschüttungen (oder Kursgewinne) erhoben wird.
  • Sparerpauschbetrag: Nutzen Sie Ihren Sparerpauschbetrag von jährlich 1.000 € pro Person (bzw. 2.000 € für zusammenveranlagte Ehepaare). Damit dieser bei der Abrechnung berücksichtigt wird, müssen Sie einen entsprechenden Freistellungsauftrag einrichten.
  • Besonderheit bei thesaurierenden Dividenden-ETFs: Da diese Fonds Dividenden nicht auszahlen, sondern direkt wieder anlegen, wird hier eine jährliche Vorabpauschale erhoben. Diese fiktive Steuerzahlung stellt sicher, dass auch thesaurierte Erträge einer jährlichen Mindestbesteuerung unterliegen.

Steuerlicher Hinweis: Die steuerliche Behandlung ist immer von Ihrer individuellen persönlichen Situation abhängig. Da sich gesetzliche Rahmenbedingungen zudem ändern können, stellt dieser Überblick keine steuerliche Beratung dar. Für eine detaillierte steuerliche Einschätzung empfehlen wir Ihnen, eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater zu konsultieren.

Eine MLP Beraterin unterhält sich mit einem Kunden über ETFs.

Ihre Anlagestrategie mit MLP und dem MLP Vermögensdepot

Das MLP Vermögensdepot bildet die Basis für Ihre strukturierte Anlagestrategie: Es bündelt Ihre Investments und bietet Ihnen die Beratung, die Ihre ETFs in den passenden Kontext stellt. Die MLP Beraterinnen und MLP Berater unterstützen Sie dabei, Ihre Strategie passgenau auf Ihre Ziele abzustimmen:

  • Strukturierte Auswahl: Wir filtern das breite Angebot für Sie und prüfen laufend, ob die Produkte unseren Qualitätskriterien entsprechen.
  • Individuelle Strategie: Wir analysieren gemeinsam, ob der Fokus auf Ausschüttungen sinnvoll ist oder ob eine Ergänzung durch andere Anlageklassen Ihr Portfolio robuster macht.
  • Regelmäßige Überprüfung: Märkte ändern sich – wir begleiten Sie dabei, Ihre Strategie an Ihre Lebenssituation anzupassen.

Termin vereinbaren

Fazit: Dividenden-ETFs als verlässlicher Baustein Ihrer Strategie

Dividenden-ETFs bieten eine Möglichkeit, gezielt an den Gewinnen weltweit erfolgreicher Unternehmen zu partizipieren. Sie verbinden die Vorteile der Diversifikation und Kosteneffizienz eines ETFs mit der Stabilität und dem Ertragspotenzial einer dividendenorientierten Anlagestrategie.

Termin vereinbaren

Häufige Fragen zum Thema Dividenden-ETFs

Die Dividendenrendite setzt die jährliche Ausschüttung einer Aktie ins Verhältnis zu ihrem aktuellen Börsenkurs. Die Formel lautet:

(Jährliche Dividende pro Aktie / aktueller Aktienkurs) × 100

Bei einem Dividenden-ETF bildet dieser Wert den gewichteten Durchschnitt aller im Fonds enthaltenen Unternehmen ab. Hinweis: Da der Kurs täglich schwankt, ändert sich die Dividendenrendite des ETFs laufend – selbst wenn die absolute Dividendensumme der Unternehmen konstant bleibt.

Nein. Dividenden sind eine freiwillige Gewinnbeteiligung eines Unternehmens an seine Aktionärinnen und Aktionäre. Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf eine Ausschüttung. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten oder bei strategischen Neuausrichtungen können Unternehmen die Dividende kürzen oder streichen.

Wenn ein ETF Aktien aus verschiedenen Ländern hält, fällt dort häufig eine ausländische Quellensteuer an. Diese wird auf Ebene des Fonds verrechnet oder durch Doppelbesteuerungsabkommen reduziert. Sie erhalten die Ausschüttung als Anlegerin und Anleger bereits netto auf Ihr Konto, ohne dass Sie sich selbst um Steueranträge im Ausland kümmern müssen.

Nicht unbedingt. Es gibt mittlerweile zahlreiche Dividenden-ETFs, die ESG-Kriterien bei der Auswahl der Unternehmen berücksichtigen. Einige sehr dividendenstarke Sektoren, wie grüne Energie, sind auch in nachhaltigen ETFs vertreten.

Der Hauptvorteil ist die Risikostreuung. Während Sie bei einer Einzelaktie das volle Risiko tragen, dass dieses Unternehmen die Dividende streicht, bündelt ein Dividenden-ETF mehrere Titel. Zudem sparen Sie sich die Zeit für die Analyse einzelner Bilanzen, da die Auswahl der Unternehmen durch die strikten Regeln des zugrunde liegenden Index automatisch erfolgt.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Termin Seminare Kontakt Newsletter