Die Digitalisierung erleichtert viele Abläufe in der Arztpraxis. Elektronische Patientenakten, digitale Terminverwaltung, Praxisverwaltungssysteme und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur können Prozesse effizienter gestalten und den Verwaltungsaufwand reduzieren. Gleichzeitig wächst mit der Vernetzung die Angriffsfläche für Cyberkriminelle.
Kommt es zu einem Cyberangriff, können Patientendaten gestohlen, Systeme durch Schadsoftware oder Verschlüsselungstrojaner lahmgelegt oder ganze Praxisabläufe unterbrochen werden. Auch Phishing-Angriffe, Datenlecks und Erpressungsversuche zählen inzwischen zu den Risiken, mit denen sich Praxen auseinandersetzen müssen.
Wie groß die Bedrohung ist, zeigen aktuelle Zahlen: Nach Angaben des Branchenverbands Bitkom entstand der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 durch Cyberangriffe ein Gesamtschaden von rund 179 Mrd €. Im Allianz Risk Barometer 2026 stehen Cybervorfälle zudem auf Platz eins der größten Geschäftsrisiken – unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche. Auch Arztpraxen sind betroffen, denn sie verarbeiten täglich besonders sensible Gesundheitsdaten.
Eine Cyberversicherung für die Arztpraxis kann dabei helfen, die finanziellen Folgen eines Cyberangriffs abzufedern. Sie ergänzt technische und organisatorische Schutzmaßnahmen und unterstützt, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Schaden kommt.