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Ein Mann zeigt einer Frau auf einem Bildschirm das Risiko beim Kauf von Aktien.

Risiko von Aktien im Blick

Worauf Sie bei Aktien achten sollten

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Kurz & kompakt: Das Wichtigste zum Aktienrisiko im Überblick

  • Marktrisiko: Der Kurs einer Aktie orientiert sich am allgemeinen Marktumfeld und kann in wirtschaftlich oder politisch schwierigen Phasen deutlich sinken. Unternehmen können an Wert verlieren, wenn der Gesamtmarkt unter Druck gerät.
  • Insolvenzrisiko: Wird ein Unternehmen zahlungsunfähig, kann das für Aktionärinnen und Aktionäre den Totalverlust bedeuten. Denn sie stehen im Insolvenzfall ganz am Ende der Haftungskette.
  • Liquiditätsrisiko: Bei wenig gehandelten Aktien kann es schwierig sein, schnell Käuferinnen oder Käufer zu finden. Das erschwert einen spontanen Verkauf und kann zu Preisnachteilen führen.
  • Währungsrisiko: Beim Kauf von Aktien aus dem Ausland kann der Wechselkurs zwischen der Heimatwährung und der Fremdwährung den tatsächlichen Anlagewert beeinflussen. Selbst wenn der Aktienkurs im Ursprungsland steigt, kann ein ungünstiger Wechselkurs die Rendite schmälern.

Was sind die Risiken bei Aktien?

Wer in Aktien investiert, sollte sich der unterschiedlichen Risiken bewusst sein. Diese umfassen nicht nur Schwankungen einzelner Kurse, sondern auch größere Marktrisiken. Zu den wichtigsten Risiken bei Aktien zählen das Marktrisiko, Insolvenzrisiko, Liquiditätsrisiko, Dividendenrisiko, Kursänderungsrisiko und Währungsrisiko. Durch das Berücksichtigen der Aktien-Risiken bei Ihrer Anlagestrategie können Sie mögliche Verluste begrenzen.

Kurs- und Marktrisiko

Aktienmärkte reagieren sensibel auf das wirtschaftliche und politische Umfeld. Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass der gesamte Aktienmarkt und damit auch breit gestreute Depots an Wert verlieren. Solche Verluste entstehen nicht durch Probleme einzelner Unternehmen, sondern durch übergreifende Entwicklungen, die das Vertrauen der Anlegerinnen und Anleger erschüttern.

Einbrüche an den Börsen werden häufig durch konjunkturelle Abschwächungen, geopolitische Spannungen, Zinserhöhungen oder globale Krisen wie Pandemien oder Energiepreisschocks ausgelöst. In solchen Phasen geraten nicht nur einzelne Aktien, sondern oft ganze Märkte unter Druck. Auch gut geführte Unternehmen können dann deutlich an Wert verlieren, weil viele Investierende vorsichtiger werden oder Kapital aus dem Markt abziehen.

Einzeltitel und Klumpenrisiken

Wenn Sie nur in wenige Wertpapiere oder in nur ein einziges Unternehmen investieren, setzen sich einem hohen Einzelrisiko aus. Dieses Risiko beschreibt die Gefahr, dass eine negative Entwicklung bei genau diesem Unternehmen z. B. durch Managementfehler, Skandale oder enttäuschende Geschäftszahlen zu starken Kursverlusten führen kann.

Auch wenn Sie mehrere Aktien halten, dabei aber vor allem Unternehmen aus der gleichen Branche oder dem gleichen Land wählen, gehen Sie ein hohes Klumpenrisiko ein. Dieses Risiko entsteht, wenn sich die ausgewählten Aktien stark ähneln, z. B., weil alle vom selben wirtschaftlichen Umfeld abhängig sind. So kann eine ungünstige politische Entscheidung oder eine Branchenkrise etwa im Technologiesektor oder in der Automobilindustrie gleichzeitig viele Werte belasten.

Wichtiger Tipp: Um diese Risiken zu vermeiden und das Potenzial der Aktien zu nutzen, lohnt es sich, die Anlage breiter zu streuen und auf mehrere Anlageklassen aus unterschiedlichen Branchen, Ländern und Unternehmen zu setzen.

Währungsrisiko

Wenn Sie in ausländische Aktien investieren, tragen Sie zusätzlich zum unternehmerischen Risiko auch das Risiko von Wechselkursveränderungen. Steigt etwa der Euro im Vergleich zur Fremdwährung, kann sich der Wert der Aktie für Euro-Anlegerinnen und -Anleger trotz positiver Kursentwicklung im Ursprungsland verringern. Umgekehrt kann ein schwächerer Euro die Rendite steigern.

Liquiditätsrisiko

Bei wenig gehandelten Aktien etwa aus kleinen Unternehmen oder bestimmten Auslandsmärkten kann es schwierig sein, schnell einen Käufer oder Verkäufer zu finden. In solchen Fällen kann bereits eine einzelne Kauf- oder Verkaufsorder den Kurs stark beeinflussen. Wenn Sie bei solchen Wertpapieren kurzfristig reagieren möchten, haben Sie mit Nachteilen beim Preis oder längeren Wartezeiten zu rechnen.

Länderrisiko

Politische und wirtschaftliche Instabilität in bestimmten Ländern kann sich direkt auf Investitionen auswirken. Das sogenannte Länderrisiko beschreibt die Gefahr, dass Kapitalverkehrskontrollen, Enteignungen, Zahlungsausfälle oder abrupte Gesetzesänderungen die Geldanlage gefährden. Besonders in Schwellenländern ist dieses Risiko erhöht, etwa durch Korruption, Konflikte oder schwache Institutionen.

Inflationsrisiko

Steigen die Verbraucherpreise stärker als die Rendite einer Geldanlage, verliert das investierte Kapital real an Kaufkraft. Gerade bei konservativen Anlagen, aber auch bei schwach performenden Aktien, kann die Inflation die erzielten Erträge vollständig aufzehren. Wer langfristig investieren möchte, sollte also auf reale Rendite achten.

Steuerrisiko

Steuerliche Rahmenbedingungen für Kapitalerträge können sich jederzeit ändern. Wird zum Beispiel die Abgeltungsteuer angehoben oder eine neue Finanztransaktionssteuer eingeführt, kann das die Rendite deutlich mindern. Auch Änderungen bei Freibeträgen oder Doppelbesteuerungsabkommen können sich negativ auswirken. Anlegerinnen und Anleger sollten steuerliche Entwicklungen im Blick behalten und ihre Strategie bei Bedarf anpassen.

Anlegerinnen und Anleger sollten diese Punkte bei der langfristigen Anlage berücksichtigen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Denn neben Risiken ergeben sich oft auch Vorteile von Aktien erst im Gesamtbild.

Insolvenzrisiko

Wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig wird, spricht man von einer Insolvenz. Für Aktionärinnen und Aktionäre bedeutet das im schlimmsten Fall den Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals. Denn im Insolvenzfall werden zunächst Gläubiger wie Banken oder Lieferanten bedient – Aktionärinnen und Aktionäre stehen ganz am Ende der Haftungskette.

Das Insolvenzrisiko betrifft besonders junge oder wirtschaftlich schwache Unternehmen, kann aber auch bei großen Konzernen durch Managementfehler, strukturelle Probleme oder externe Schocks Realität werden.

Dividendenrisiko

Viele Anlegerinnen und Anleger setzen bei Aktieninvestments gezielt auf Dividendenzahlungen als regelmäßige Ertragsquelle. Doch Dividenden sind keine Garantie: Unternehmen können ihre Ausschüttung senken oder ganz streichen, etwa in wirtschaftlich schwierigen Zeiten oder bei sinkenden Gewinnen.

Das Dividendenrisiko zeigt sich besonders in Krisenzeiten, wenn Unternehmen Liquidität sichern müssen oder gesetzliche Vorgaben wie bei Banken eine Ausschüttung verbieten.

Welche Vor- und Nachteile haben Aktien? – Was Sie abwägen, sollten

Aktien bieten langfristig attraktive Renditechancen, sind aber auch mit Risiken verbunden. Wenn Sie in Aktien investieren, sollten Sie sowohl die möglichen Gewinne als auch die Schwankungen und Verlustrisiken realistisch einschätzen.

✓ Vorteile von Aktien mit Potenzial

Trotz aller Gefahren und Risiken bieten Aktien viele Vorteile. Als Miteigentümerin oder Miteigentümer eines Unternehmens können Aktionärinnen und Aktionäre direkt vom wirtschaftlichen Erfolg profitieren, etwa durch Kurssteigerungen und Dividenden. Langfristig haben viele Aktien beachtliche Wertzuwächse erzielt. Diese Chance auf überdurchschnittliche Renditen ist der Lohn dafür, dass Anlegende das unternehmerische Risiko bewusst mittragen – man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Risikoprämie.

Viele Unternehmen wachsen mit der Weltwirtschaft durch Innovation, Skalierung und internationale Märkte. Wenn Sie die Chancen und Risiken von Aktien kennen und Ihre Investition breit streuen, können Sie vom globalen Wachstum profitieren.

✘ Nachteile und Aktienrisiken: Schwankungen und Verluste

Erträge sind bei Aktien nicht garantiert. Renditen entstehen in erster Linie durch Kursgewinne und Dividenden, die sich nicht zuverlässig vorhersagen lassen. Wenn Sie erfolgreich investieren wollen, braucht Zeit und Wissen: Die Auswahl der passenden Unternehmen sowie das richtige Timing erfordern eine sorgfältige Analyse und regelmäßige Marktbeobachtung.

Zudem verlangen Kursschwankungen Ausdauer und Disziplin. Gerade in unruhigen Marktphasen neigen viele dazu, impulsiv zu verkaufen. Ohne eine klare Strategie und ein gutes Risikomanagement kann das Investieren in Aktien schnell zur emotionalen Belastung werden.

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Tipp: Aktien – Chancen und Risiken im Gleichgewicht

Kurz gesagt: Die Vorteile und Risiken von Aktien gehen stets Hand in Hand. Wer Aktien kauft, muss sich über das Risiko bewusst sein, dass kurzfristige Verluste in einem volatilen Markt keine Seltenheit sind.

Wichtiger Hinweis: Bereiten Sie sich mental darauf vor, dass Kursschwankungen normal sind und behalten Sie Ihre langfristigen Ziele im Blick. Geduld und eine gut durchdachte Strategie helfen, die Verluste zu überstehen und von den Vorteilen zu profitieren.

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Wie reduzieren Sie das Risiko bei der Geldanlage in Aktien?

Setzen Sie nicht nur auf einzelne Titel, sondern investieren Sie in viele verschiedene Aktien, idealerweise aus unterschiedlichen Branchen, Ländern und Regionen. So können Sie das Risiko breiter streuen und mögliche Verluste in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen ausgleichen.

Eine einfache Möglichkeit, Diversifikation zu erreichen, bieten Fonds und ETFs. Sie bündeln oft mehrere Hundert oder sogar Tausend Aktien in einem einzigen Produkt. Anlegerinnen und Anleger investieren damit automatisch in eine Vielzahl von Unternehmen mit nur einem Kauf. Das hilft, Klumpenrisiken zu reduzieren und das Gesamtportfolio besser gegenüber Marktschwankungen aufzustellen.

Zudem sollten Sie Ihre Investitionen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen, um sicherzustellen, dass Ihre Geldanlage weiterhin Ihrer Risikobereitschaft und Ihren langfristigen Zielen entspricht. Aktien sollten als langfristige Investition verstanden werden. Kurzfristige Kursschwankungen sind normal und kein Grund zur Panik. Dennoch ist es wichtig, die Entwicklung regelmäßig zu prüfen und bei ernsthaften Problemen wie einer drohenden Insolvenz rechtzeitig zu reagieren.

Langfristig investieren – kann sich das trotz Kursschwankungen lohnen?

Das langfristige Halten von Aktienanlagen über einen Zeitraum von 10 Jahren oder länger kann lohnend sein. Die Entwicklung in der Vergangenheit hat gezeigt, dass sich bei solchen Anlagehorizonten die Schwankungen relativieren können und so insgesamt eine attraktive positive Rendite erzielt wurde. Dies ist jedoch keine Garantie für die Zukunft ist. Niemand kann vorhersehen, ob genau zu dem Zeitpunkt, zu dem eine Anlegerin oder ein Anleger die Gelder aus den Aktienanlagen realisieren möchte, die Kurse aufgrund einer positiven Marktphase gut stehen oder aufgrund einer Krise gerade stark an Wert verloren haben.

Daher sollten die eigene Anlagestrategie und die bestehenden Anlagen regelmäßig dahingegen überprüft werden, ob diese noch zusammenpassen.

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