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 Ein Mann und eine Frau besprechen vor dem Laptop verschiedene Anlageklassen und deren Definition.

Anlageklassen verstehen und richtig nutzen

So gelingt Ihnen der Aufbau eines ausgewogenen Portfolios mit Aktien, Anleihen, Immobilien und mehr

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Kurz & kompakt: Das Wichtigste zu Assetklassen im Überblick

  • Definition: Anlageklassen, auch Assetklassen genannt, sind verschiedene Kategorien von Geldanlagen z. B. Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe. Sie unterscheiden sich in Chancen, Risiken und Verhalten bei Marktschwankungen.
  • Vielfalt kann Risiko reduzieren: Die Verteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Immobilien sorgt für eine breitere Diversifikation und kann so das Risiko von Verlusten minimieren.
  • Jede Assetklasse hat eigene Stärken und Schwächen: Manche Anlageklassen bieten Vorteile für den langfristigen Vermögensaufbau, andere dienen eher dem Kapitalerhalt oder bieten Chancen auf kurzfristige Erträge. Durch eine gezielte Auswahl lässt sich das Portfolio auf individuelle Anlageziele abstimmen. Dabei sind die spezifischen Risiken der jeweiligen Anlageklasse und die persönliche Risikobereitschaft zu beachten.
  • Fonds, wie ETFs, vereinfachen den Einstieg: Mit Investmentfonds können Sie als Anlegerin oder Anleger bereits mit kleinen Beträgen breit gestreut in verschiedene Assetklassen investieren.

Was sind Assetklassen? Grundlagen, Definition und Beispiele

Wer sich mit Geldanlagen beschäftigt, stößt früher oder später auf den Begriff Anlageklassen bzw. Assetklassen. Aber was ist das eigentlich? Der Begriff Assetklassen wird wie folgt definiert: Sie sind eine Gruppe von Finanzinstrumenten mit ähnlichen Merkmalen in Bezug auf Rendite, Risiko und Laufzeit.

Klassische Anlageklassen sind:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Immobilien
  • Geldmarktinstrumente
  • Rohstoffe
  • Alternative Anlagen (z. B. Kunst oder Oldtimer)

Die Bedeutung von Assetklassen liegt in deren Vielfalt. Durch eine gute Mischung kann das Risiko gestreut werden. Stichwort: Diversifikation. Hier kommt Ihre individuelle Strategie ins Spiel. Für eine erfolgreiche Geldanlage ist eine persönliche Anlagestrategie wichtig. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin mit Ihrer MLP Beraterin oder Ihrem MLP Berater und lassen Sie uns gemeinsam Ihr optimales Anlegerprofil entwickeln.

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Drei der größten Anlageklassen im Vergleich: Aktien, Anleihen, Immobilien

Aktien, Anleihen und Immobilien zählen zu den wichtigsten und etabliertesten Anlageklassen. Sie machen den größten Teil vieler privater und institutioneller Portfolios aus, weil sie unterschiedliche Funktionen im Vermögensaufbau erfüllen.

Jede dieser Anlageklassen hat ihre eigenen Stärken. Welche für Sie passend ist, hängt von Ihren finanziellen Zielen und Möglichkeiten, Ihrer Anlagestrategie und Ihrer Risikobereitschaft ab:

Aktien sind Unternehmensanteile und bieten die Möglichkeit, am wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen beteiligt zu werden. Anlegerinnen und Anleger können hier auf zwei Wegen profitieren: durch Kurssteigerungen, also einen höheren Aktienwert beim Verkauf und durch Dividenden, Beteiligung am Unternehmensgewinn in Form einer Auszahlung..

Langfristig betrachtet bieten Aktien Chancen auf Kapitalwachstum, sie unterliegen jedoch auch vergleichsweise stärkeren Schwankungen. Verluste sind möglich, vor allem in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wer das Risiko reduzieren möchte, kann breit gestreut investieren, z. B. über Aktienfonds oder Aktien-ETFs, die die Titel vieler verschiedener Unternehmen bündeln. Wichtig ist: Emotionale Entscheidungen vermeiden, beispielsweise bei kurzfristigen Kursrückgängen panisch zu verkaufen, oder bei gehypten Themen einsteigen, weil viele es gerade machen und stattdessen eine klare Strategie verfolgen. Eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der eigenen Anlagestruktur sind sinnvoll.

Anleihen funktionieren im Prinzip wie ein Kredit, nur umgekehrt: Sie leihen nicht von jemandem Geld, sondern verleihen es an andere, zum Beispiel an einen Staat oder an ein Unternehmen. Solche Anleihen werden auch Staatsanleihen bzw. Unternehmensanleihen genannt. Dafür bekommen Sie regelmäßige Zinsen, meist einmal im Jahr. Am Ende der Laufzeit erhalten Sie das ursprünglich eingesetzte Geld zurück.

Anleihen gelten als vergleichsweise risikoarme Anlageform, vor allem wenn sie von Staaten oder großen, finanzstarken Unternehmen herausgegeben werden. Die Zahlungsfähigkeit (Bonität) des Emittenten gibt Hinweise auf die Sicherheit einer Anleihe.. Diese wird oft in Form eines Ratings (z. B. AAA, AA, BBB) angegeben. Je besser das Rating, desto weniger riskant die Anleihe.

Im Vergleich zu Aktien sind Anleihen weniger schwankungsanfällig. Allerdings gibt es auch bei Anleihen Risiken, beispielsweise, wenn der Emittent zahlungsunfähig wird. Daher werden sie oft genutzt, um ein Portfolio gegen die Schwankungen aus den Aktienanlagen zu stabilisieren..

Immobilien zählen zu den sogenannten Sachwerten. Das bedeutet: Sie investieren nicht in ein reines Finanzprodukt, sondern in einen realen, greifbaren Vermögenswert - beispielsweise eine Wohnung, ein Haus oder ein Bürogebäude. Aufgrund ihrer langfristigen Stabilität werden Immobilien häufig als „Betongold“ bezeichnet.Sie bieten über viele Jahre hinweg eine kontinuierliche Wertentwicklung und stellen eine physische Wertanlage dar.

Ihre Vorteile:

  • Nutzung oder Vermietung: Eigentümerinnen und Eigentümer können Immobilien selbst bewohnen oder vermieten. Mieteinnahmen sorgen für regelmäßige Erträge.
  • Wertsteigerung: Immobilien können im Laufe der Zeit an Wert gewinnen, was beim Verkauf zusätzliche Rendite ermöglicht.
  • Schutz vor Inflation: Da Immobilienpreise und Mieten langfristig steigen, behalten Immobilien häufig ihren realen Wert besser als rein geldbasierte Anlagen.

Herausforderungen beim Direktkauf: Der Erwerb einer Immobilie ist mit hohen Einstiegskosten verbunden. Neben dem Kaufpreis fallen Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notar- und Maklergebühren, sowie laufende Ausgaben für Instandhaltung an. Zudem ist die Flexibilität eingeschränkt: Ein Verkauf dauert in der Regel mehrere Wochen oder Monate.

Eine Alternative sind indirekte Immobilieninvestments. Für alle, die den Aufwand eines Direktkaufs vermeiden möchten, oder die Liquidität nicht ausreicht, bieten beispielsweise Immobilienfonds, börsengehandelte Immobilien-ETFs oder sogenannte REITs (Real Estate Investment Trusts) attraktive Möglichkeiten, indirekt in Immobilien zu investieren. Damit können Sie bereits mit überschaubaren Beiträgen vom Immobilienmarkt profitieren, ohne selbst direkt Eigentümerin oder Eigentümer einer Immobilie zu sein..

Mit Investmentfonds in verschiedene Anlageklassen investieren

Investmentfonds, wie ETFs, sind Möglichkeiten, um mit einem einzigen Produkt in viele verschiedene Anlageklassen gleichzeitig zu investieren, z. B. in Aktien, Anleihen, Immobilien oder eine Kombination daraus. Das kann das Risiko senken, da das investierte Geld breit gestreut wird: Wenn eine Anlage in einem Fonds schwächelt, kann eine andere sie ausgleichen. Dabei gibt es unterschiedliche Fondsprodukte, die sich in ihrer Anlagestrategie und Verwaltung unterscheiden:

  • Mit aktiv gemanagten Investmentfonds können Sie in eine breite Palette von Anlageklassen investieren, ohne direkt einzelne Wertpapiere kaufen zu müssen. Diese Fonds werden von professionellen Fondsmanagerinnen und -managern aktiv gesteuert. Diese entscheiden, wann welche Werte gekauft oder verkauft werden, mit dem Ziel, eine möglichst gute Rendite zu erzielen oder Schwankungen innerhalb des Fondsvermögens zu reduzieren.
  • ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Fonds und sind meist passiv gemanagt. Sie bilden die Wertentwicklung eines bestehenden Index nach, zum Beispiel des DAX oder des MSCI World. Durch die automatische Nachbildung sind sie in der Regel günstiger als aktiv gemanagte Fonds.

Gerade für Einsteigerinnen und Einsteiger bieten Fonds und ETFs einen einfachen und kostengünstigen Weg, in verschiedene Anlageklassen zu investieren. Auch mit kleinen Beträgen ist es möglich, per Sparplan in ein breit aufgestelltes Portfolio zu investieren.

Weitere Anlageklassen im Blick

Neben den drei Hauptklassen gibt es zusätzliche Beispiele für Assetklassen, die Ihr Portfolio abrunden können.

Eine Investition in Rohstoffe spekulativ ist, kann aber als Beimischung im Portfolio sinnvoll sein. Gold, Öl oder Silber gelten als wertstabil in Krisen. Doch Rendite und Risiko schwanken stark. Besonders Gold wird oft als sicherer Hafen angesehen. Andere Rohstoffe unterliegen stärker wirtschaftlichen Einflüssen und können deutlichen Preisschwankungen ausgesetzt sein.

Rohstoffe bringen keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden, können aber zur Diversifikation beitragen und in bestimmten Marktphasen wertvoll sein. Die direkte Anlage ist oft spekulativ und nur mit größeren Beträgen möglich. Daher investieren viele über Fonds oder ETFs, die Rohstoffe oder rohstoffnahe Unternehmen abbilden und können so schon mit auf das eigene Gesamtvermögen angepassten Beträgen investieren und gleichzeitig durch die indirekte Anlage in rohstoffnahe Unternehmen ihr Portfolio weiter diversifizieren. Als beimischende Anlageklasse sind Rohstoffe vor allem für erfahrene Anlegerinnen und Anleger interessant. Richtig eingesetzt, können sie das Portfolio breiter aufstellen und Risiken besser ausgleichen bei begrenztem Anteil und mit Blick auf mögliche Schwankungen.

Geldmarktinstrumente, vergleichbar mit Tagesgeld oder Festgeld , sind kurzfristige, handelbare Wertpapiere – etwa Schatzwechsel oder Einlagenzertifikate – mit einer Laufzeit von meist unter zwölf Monaten. Sie dienen in erster Linie institutionellen Anlegerinnen und Anlegern zur Liquiditätssteuerung. Für sicherheitsorientierte Privatanlegerinnen und Privatanleger gibt es über spezielle Fondslösungen jedoch ebenfalls die Möglichkeit, an dieser Anlageform teilzuhaben.

Unterschied zu Tagesgeld oder Festgeld

Tages- und Festgelder sind klassische Bankeinlagen, nicht handelbar und durch die Einlagensicherung, für Privatkundinnen und -kunden, geschützt. Geldmarktinstrumente hingegen sind Wertpapiere des Interbankenhandels und bieten mehr Flexibilität für professionelle Anlegerinnen und Anleger.

Als Privatanlegerin oder -anleger gibt es auch hier die Möglichkeit, durch spezielle Fondskonzepte in Geldmarktinstrumente zu investieren und so von höheren Renditechancen zu profitieren. Aber ähnlich wie bei der Anlageklasse Anleihen treten auch bei Geldmarktinstrumenten Kursschwankungen auf, die zu Wertverlusten führen können. Dennoch können Geldmarktanlagen als ergänzender Baustein, etwa als sicherer Grundstock bei kurzen Anlagehorizonten, als Liquiditätsreserve um kurzfristig Chancen in anderen Anlageklassen zu nutzen oder zum kurzfristigen „zwischenparken“ aus Fälligkeiten und Verkäufen, bevor die Gelder wieder langfristig investiert werden, auch in der persönlichen Anlagestrategie Berücksichtigung finden.

Sammlerstücke gelten als Liebhaberwerte, bieten aber keine Garantie für eine Wertentwicklung. Oldtimer, Uhren oder Kunst sind spannende, aber risikoreiche Assetklassen. Mangels Markttransparenz sind sie illiquide und schwer einschätzbar, können jedoch hohe Renditen bringen.

Was sind Chancen, Risiken & Liquidität bei Anlageklassen?

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl Ihrer Anlageklassen ist das Verständnis von Risiken, Renditepotenzialen und der Liquidität der einzelnen Anlagen. Diese Faktoren bestimmen, welche Assetklasse in welcher Gewichtung in Ihr Portfolio passt, sei es kurzfristig, mittel- oder langfristig. Um die Unterschiede besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Merkmale verschiedener Anlageklassen:

  • Risiko vs. Rendite: Je höher das Risiko, desto größer kann die Renditechance sein, z. B. bei Aktien oder risikoreichen Rohstoffen. Auf der anderen Seite bieten Anleihen oder Geldmarktinstrumente mehr Sicherheit, aber meist geringere Erträge.
  • Laufzeit der Geldanlage: Tagesgeld ist kurzfristig verfügbar und sehr liquide. Festgeld bietet feste Zinsen über mehrere Monate bis Jahre, ist während der Laufzeit aber nicht verfügbar. Aktien und Immobilien eignen sich vor allem für den langfristigen Vermögensaufbau, da sie Zeit brauchen, um Wertschwankungen auszugleichen.
  • Liquidität: Ein Tagesgeldkonto erlaubt schnellen Zugriff auf Ihr Kapital. Bei Immobilien oder alternativen Assetklassen wie Kunstobjekten oder Oldtimern ist der Verkauf oft schwieriger und kann sich über längere Zeit ziehen, bis eine passende Käuferschaft gefunden ist.
  • Bonität & Emittenten: Zu beachten bei Anleihen (z. B. Staatsanleihen) ist die Kreditwürdigkeit (Bonität). Gut bewertete Emittenten reduzieren das Risiko von Zahlungsausfällen.
  • Wechselkursrisiko: Insbesondere bei Investitionen, die nicht in der eigenen Währung (z. B. Euro) gehandelt werden, spielen Wechselkurse eine wichtige Rolle. Verändert sich der Wechselkurs ungünstig, kann das die erzielte Rendite verringern oder sogar zu Verlusten führen. Ein starker Euro gegenüber einer Fremdwährung schmälert bei Rückumtausch den Ertrag für Euro-Anlegerinnen und Anleger.

Eine Übersicht über verschiedene Assetklassen und deren Vergleich hilft Anlegerinnen und Anlegern dabei, eine individuelle Strategie zu entwickeln sowie Chancen und Risiken transparent abzuwägen.

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Dann lassen Sie sich individuell beraten. Gemeinsam entwickeln wir eine passende Strategie für Ihre Geldanlage – abgestimmt auf Ihre Ziele und finanziellen Möglichkeiten.

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Die richtige Mischung für Ihr Portfolio? So gelingt die optimale Asset-Allokation

Die Kombination der verschiedenen Assetklassen nennt man Asset-Allokation. Ziel ist es, durch eine breite Diversifikation und Ausnutzung von weiteren Kapitalmarkteffekten, wie Korrelation von zwei Anlageklassen zueinander oder dem Durchschnittskosten-Effekt die Schwankungen für die Gesamtanlage (Portfolio) zu reduzieren, Verlustrisiken zu minimieren und dabei die Renditepotenziale zu steigern.So kann ein Rückgang bei Aktien durch wertbeständige Anleihen oder ertragsstarke Immobilien aufgefangen werden.

Besonders geeignet für den Aufbau verschiedener Anlageklassen sind Fonds, wie ETFs. Diese ermöglichen es, bereits mit geringem Geldbetrag in ein breit gestreutes Portfolio zu investieren und von einer effizienten Streuung innerhalb der einzelnen Wertpapiere und anderen Anlageklassen zu profitieren.

Bei MLP unterstützen wir Sie gerne dabei, die für Sie passende Asset-Allokation zu finden, individuell abgestimmt auf Ihre Ziele und Risikobereitschaft. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und starten Sie Ihren Weg zu einer ausgewogenen und erfolgreichen Geldanlage.

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