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Datum
24.08.2026

Versicherungscheck: Passt Ihre Absicherung noch?

Wie Sie Ihre Versicherungen prüfen, Lücken erkennen und unnötige Kosten vermeiden

Ein Paar sichtet beim Versicherungscheck am Küchentisch die Unterlagen aus dem Versicherungsordner.
GettyImages/Anchiy

Das Wichtigste zum Versicherungscheck auf einen Blick

  • Bestandsaufnahme: Ein Versicherungscheck nimmt alle Verträge in Ihrem Haushalt unter die Lupe und zeigt, ob Ihre Absicherung noch zu Ihrer Lebenssituation passt.
  • Fester Rhythmus: Die Verbraucherzentralen raten, Versicherungen alle zwei bis drei Jahre zu prüfen, zusätzlich nach großen Veränderungen wie Heirat, Nachwuchs, Immobilienkauf oder Jobwechsel.
  • Doppelter Nutzen: Der Check deckt Lücken bei existenziellen Risiken auf und macht zugleich Doppelversicherungen und entbehrliche Policen sichtbar, die nur Beiträge kosten.
  • Beratung: Wenn Sie Ihre Versicherungen checken lassen möchten, analysieren MLP Beraterinnen und MLP Berater Ihren Bestand im Zusammenhang mit Ihrem ganzheitlichen Versicherungsschutz.

Was ist ein Versicherungscheck?

Ein Versicherungscheck ist eine systematische Bestandsaufnahme und Analyse aller Versicherungen, die Sie abgeschlossen haben. Für jeden Vertrag stellen Sie drei Fragen: Brauchen Sie diese Absicherung noch? Passen die Leistungen zu Ihrer aktuellen Lebenssituation? Und steht der Beitrag in einem angemessenen Verhältnis zur Leistung?

Am Ende steht ein klares Bild Ihrer Absicherung. Sie sehen, welche Risiken gut abgedeckt sind, wo Lücken bestehen und welche Policen Sie anpassen oder kündigen können. Häufige Funde sind Doppelversicherungen, etwa wenn eine Auslandsreisekrankenversicherung sowohl einzeln als auch über eine Kreditkarte besteht, veraltete Versicherungssummen, die nach einem Umzug oder einer Anschaffung nicht mehr ausreichen, oder Verträge, deren versichertes Risiko es in Ihrem Leben gar nicht mehr gibt.


"Viele Menschen zahlen seit Jahren für Policen, die längst nicht mehr zu ihrem Leben passen, und sind bei wichtigen Risiken zugleich gar nicht abgesichert. Nehmen Sie sich deshalb regelmäßig Zeit für Ihre Verträge. Ihre MLP Beraterin oder Ihr MLP Berater geht den Bestand gemeinsam mit Ihnen durch und ordnet jede Versicherung in Ihre gesamte Finanzplanung ein."

Finanzexperte der MLP Finanzberatung SE


Wann lohnt sich ein Versicherungscheck?

Versicherungen begleiten Sie oft über Jahrzehnte, Ihr Leben verändert sich jedoch laufend. Als Faustregel raten die Verbraucherzentralen dazu, alle zwei bis drei Jahre sämtliche Verträge durchzugehen. Über diesen Rhythmus hinaus gibt es Anlässe, zu denen sich der Blick auf die eigene Absicherung besonders lohnt:

  • Familie: Heirat, Zusammenziehen oder die Geburt eines Kindes verändern, welche Personen Ihre Verträge absichern müssen. Kinder sind in vielen Familienpolicen mitversichert. Ob sich darüber hinaus eigene Kinderversicherungen lohnen können, klären MLP Beraterinnen und MLP Berater gemeinsam mit Ihnen.
  • Wohnen: Nach einem Umzug, dem Kauf einer Immobilie oder größeren Anschaffungen passen Versicherungssummen und Vertragsumfang häufig nicht mehr zur neuen Wohnung oder zum Haus.
  • Beruf und Einkommen: Ein Jobwechsel, ein Gehaltssprung oder der Schritt in die Selbstständigkeit wirken sich auf die Absicherung Ihrer Arbeitskraft aus. Ab einem bestimmten Einkommen steht Ihnen zudem der Wechsel in die private Krankenversicherung offen.
  • Ruhestand: Zum Ende des Berufslebens verlieren einzelne Verträge an Bedeutung, während die Absicherung von Gesundheit und Pflege wichtiger wird.

Wer den Check an solche Ereignisse koppelt, erhöht die Wahrscheinlichkeit keine wichtigen Anpassungsbedarfe zu verpassen.

Gut zu wissen: Bei MLP ist ein regelmäßiger Versicherungscheck Teil der Betreuung. In regelmäßigen Check-up-Terminen betrachten wir Ihren aktuellen Versicherungsschutz und stellen fest, ob er weiterhin zu Ihrer aktuellen Lebenssituation passt oder Anpassungen notwendig sind.

Welche Versicherungen brauchen Sie wirklich?

Nicht jede Police ist für jeden Haushalt sinnvoll. Für die Einordnung hat sich eine einfache Rangfolge bewährt, an der sich auch Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen orientieren: zuerst die Risiken absichern, die Ihre Existenz bedrohen, danach sinnvolle Ergänzungen prüfen und immer genau prüfen, was im Verhältnis zum Beitrag wirklich etwas bringt.

Existenzielle Risiken zuerst absichern

Diese Versicherungen bilden die Basis, weil ein einziger Schadenfall ohne sie finanziell existenzbedrohend sein kann:

  • Private Haftpflichtversicherung: Die private Haftpflichtversicherung kommt auf, wenn Sie anderen einen Schaden zufügen. Weil Personenschäden in die Millionen gehen können, gilt sie als eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt.
  • Kranken- und Pflegeversicherung: Die Absicherung im Krankheitsfall ist in Deutschland für alle verpflichtend, entweder über die gesetzliche Krankenversicherung oder eine private Police.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzt einen Teil des Einkommens, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer (GDV) wird etwa jede vierte Arbeitnehmerin beziehungsweise jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe des Berufslebens berufsunfähig.
  • Kfz-Haftpflichtversicherung: Wer ein Fahrzeug hält, braucht die Kfz-Versicherung mit Haftpflicht schon von Gesetzes wegen.
  • Wohngebäude- und Risikolebensversicherung: Die Wohngebäudeversicherung gehört für Eigentümerinnen und Eigentümer zur Basis, die Risikolebensversicherung für alle, die mit ihrem Einkommen andere versorgen.

Sinnvolle Ergänzungen und verzichtbare Policen

Welche Versicherungen neben dem Basis-Schutz für Sie sinnvoll sein können, entscheidet Ihre Lebenssituation. Eine Hausratversicherung lohnt sich, wenn der Wert Ihrer Einrichtung so hoch ist, dass Sie einen Verlust nicht ohne Weiteres ersetzen können. Eine Rechtsschutzversicherung ist für Menschen interessant, die berufliche oder private Streitigkeiten absichern möchten. Eine Unfallversicherung leistet, wenn ein Unfall bleibende gesundheitliche Beeinträchtigungen hinterlässt, in der Regel als einmalige Kapitalzahlung. Eine Krankenzusatzversicherung ergänzt gezielt Leistungen der gesetzlichen Kassen, etwa beim Zahnersatz.

Auf der anderen Seite stuft Stiftung Warentest einige Policen als überwiegend entbehrlich ein, darunter Handy-, Reisegepäck-, Insassenunfall- und Sterbegeldversicherungen. Sie decken meist kleine oder bereits anderweitig versicherte Risiken ab und binden Beiträge, die an wichtigerer Stelle fehlen.

So läuft ein Versicherungscheck ab

Für den Check selbst brauchen Sie keine Vorkenntnisse, nur etwas Zeit und Ihre Unterlagen. In fünf Schritten verschaffen Sie sich einen vollständigen Überblick:

  1. Bestandsaufnahme: Tragen Sie alle Policen zusammen, ob im klassischen Versicherungsordner oder digital. Notieren Sie zu jedem Vertrag Sparte, Versicherungssumme, Beitrag und Laufzeit.
  2. Bedarf klären: Prüfen Sie für jede Versicherung, ob das versicherte Risiko in Ihrer aktuellen Lebenssituation überhaupt noch besteht und wie hoch die finanzielle Belastung im Ernstfall wäre.
  3. Lücken und Doppelungen finden: Gleichen Sie Ihren Bestand mit der Rangfolge aus dem vorherigen Abschnitt ab. Fehlt eine existenzielle Absicherung? Ist ein Risiko doppelt versichert, etwa über den Vertrag eines Familienmitglieds?
  4. Leistungen und Beiträge vergleichen: Kontrollieren Sie, ob Versicherungssummen und Leistungen noch aktuell sind. Ein Vergleich mit neueren Tarifen zeigt, ob Ihr Vertrag noch angemessen ist oder ob der Versicherer inzwischen bessere Bedingungen anbietet.
  5. Anpassen oder wechseln: Erhöhen Sie Versicherungssummen, streichen Sie Überflüssiges und achten Sie bei einem Wechsel auf die Kündigungsfristen. Beenden Sie eine existenzielle Police dabei erst, wenn der neue Vertrag bestätigt ist.

Versicherungscheck online oder persönlich?

Welche Absicherung Sie tatsächlich brauchen, hängt von Einkommen, Familiensituation, Wohnsituation und Ihren Plänen ab. MLP Beraterinnen und MLP Berater betrachten deshalb nicht nur einzelne Policen, sondern analysieren Ihren gesamten Bedarf, prüfen die Bedingungen verschiedener Tarife über den Marktzugang zu vielen Versicherungspartnern und beziehen auch Ihre Altersvorsorge und Geldanlage in die Betrachtung ein. Ihre Versicherungen fügen sich damit in eine Finanzplanung ein, die zu Ihrem Leben passt.

Ihren Versicherungscheck können sie vor Ort in einer MLP Filiale oder online von Zuhause aus durchführen.

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Unser Tipp: Versicherungscheck als Teil der ganzheitlichen MLP Beratung

Ein Versicherungscheck ist kein einmaliges Projekt, sondern eine wiederkehrende Routine. Bei MLP ist er deshalb Teil der laufenden Betreuung: Ihre MLP Beraterin oder Ihr MLP Berater geht den Bestand regelmäßig mit Ihnen durch, hinterfragt jeden Vertrag und passt die Absicherung an, wenn sich Ihr Leben ändert.

Weil MLP zu Versicherungen und Finanzen aus einer Hand berät, geht es dabei auch um Wechselwirkungen, etwa ob die Höhe Ihrer Berufsunfähigkeitsrente noch zu Ihrem Einkommen passt. Am Ende haben Sie eine klare Übersicht über alle Versicherungen , die für Sie relevant sind, und konkrete nächste Schritte. Welche davon Sie umsetzen, entscheiden Sie.

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Fazit: Ein Versicherungscheck zeigt, was fehlt und was zu viel ist

Über die Qualität Ihrer Absicherung entscheidet nicht die Anzahl der Policen, sondern ob die richtigen Risiken abgedeckt sind. Ein regelmäßiger Versicherungscheck sorgt genau dafür: Er deckt Lücken bei den existenziellen Risiken auf, trennt sinnvolle Ergänzungen von entbehrlichen Verträgen und verhindert, dass Sie Jahr für Jahr Beiträge für eine Absicherung zahlen, die Ihr Leben von gestern versichert.

Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. MLP Beraterinnen und MLP Berater nehmen sich die Zeit, Ihren gesamten Bestand durchzugehen, und verbinden den Check mit Ihrer übrigen Finanzplanung, von der Altersvorsorge bis zur Geldanlage. So passt am Ende jede einzelne Police wieder zu Ihrem heutigen Leben, und Ihre Absicherung bleibt insgesamt stimmig.

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Häufige Fragen zum Thema Versicherungscheck

Verpflichtend für alle ist die Kranken- und Pflegeversicherung. Angestellte sind über die Sozialversicherung zudem in der gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung pflichtversichert. Wer ein Fahrzeug hält, braucht zusätzlich die Kfz-Haftpflichtversicherung. Dazu kommen Pflichtversicherungen für bestimmte Gruppen, etwa die Berufshaftpflicht in einigen Berufen oder die Hundehaftpflicht, die mehrere Bundesländer vorschreiben. Alle weiteren Versicherungen sind freiwillig und richten sich nach Ihrem Bedarf.

Hilfreich sind die Versicherungsscheine aller Verträge, die letzten Beitragsrechnungen und die jüngsten Standmitteilungen. Ein gepflegter Versicherungsordner beschleunigt den Check. Fehlende Unterlagen können Sie vorab beim jeweiligen Versicherer anfordern.

Tipp: Im MLP Financial Home haben sie eine Übersicht über all Ihre Verträge und Beiträge.

Der Check betrachtet Ihre gesamte Absicherung: Er klärt, welche Versicherungen Sie brauchen, wo Lücken bestehen und welche Verträge entbehrlich sind. Ein Versicherungsvergleich setzt danach an und stellt innerhalb einer einzelnen Sparte Tarife und Preise gegenüber. Sinnvoll ist deshalb die Reihenfolge, erst den Bedarf zu klären und dann gezielt zu vergleichen.

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