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Kinder klettern auf einem Baum als Beispiel für alltägliche Risiken, die eine Kinderinvaliditätsversicherung absichert.

Kinderinvaliditätsversicherung

Wie können Sie Ihr Kind bei schwerer Krankheit oder Invalidität finanziell absichern?

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Auf den Punkt gebracht: Die Invaliditätsversicherung für Kinder

  • Definition: Eine Kinderinvaliditätsversicherung sichert Ihr Kind finanziell ab, wenn es durch Krankheit oder Unfall dauerhaft beeinträchtigt ist. Von einer Invalidität spricht man, wenn körperliche oder geistige Fähigkeiten langfristig eingeschränkt sind und voraussichtlich dauerhaft bleiben.
  • Leistungen: Die Kinderinvaliditätsversicherung zahlt je nach Tarif eine monatliche Rente, eine Kapitalleistung oder eine Kombination aus beidem. Die Höhe der Rente und/oder der Kapitalleistung wird bei Vertragsabschluss festgelegt.
  • Kosten: Die Kosten für eine Kinderinvaliditätsversicherung hängen von Eintrittsalter, Gesundheitszustand, den vereinbarten Summen, dem Anbieter und dem Leistungsumfang ab. Je früher der Abschluss erfolgt, desto günstiger sind in der Regel die Beiträge.
  • Vergleich: Welche Kinderinvaliditätsversicherung zu Ihrer Familie passt, zeigt sich im direkten Vergleich. Neben den vereinbarten Summen und vertraglichen Leistungen sollten auch mögliche Ausschlüsse genau geprüft werden. Die MLP Beraterinnen und Berater unterstützen Sie dabei, den Versicherungsschutz transparent einzuordnen und eine passende Lösung zu finden.

Was ist eine Kinderinvaliditätsversicherung?

Eine Kinderinvaliditätsversicherung (KIV) ist eine private Versicherung, die Ihr Kind finanziell absichert, wenn es infolge einer schweren Krankheit oder eines Unfalls dauerhaft in seiner körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Sie leistet, abhängig von den Vorgaben des jeweiligen Versicherers, ab einem festgelegten Invaliditätsgrad oder Grad der Behinderung, je nach Tarif entweder eine monatliche Rente, eine einmalige Kapitalleistung oder eine Kombination aus beiden.

Wann können Eltern eine Invaliditätsversicherung für ihre Kinder abschließen?

Eine Kinderinvaliditätsversicherung kann häufig ab dem ersten Lebensjahr abgeschlossen werden, bei manchen Versicherern ist der Abschluss einer Kinderinvaliditätsversicherung bereits ab der sechsten Lebenswoche möglich. Je früher Eltern vorsorgen, desto besser lässt sich der aktuelle Gesundheitszustand des Kindes absichern.

Wann spricht man bei einem Kind von einer Invalidität?

Von einer Invalidität spricht man, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit eines Kindes dauerhaft erheblich eingeschränkt ist. In der Kinderinvaliditätsversicherung zählt, dass die Beeinträchtigung voraussichtlich langfristig bestehen bleibt und nicht nur vorübergehend ist. Maßgeblich sind dabei klare medizinische und rechtliche Kriterien:

  • Dauerhaftigkeit: Die Einschränkung muss nach ärztlicher Prognose länger als sechs Monate bestehen und voraussichtlich dauerhaft sein. Vorübergehende gesundheitliche Beeinträchtigungen erfüllen diese Voraussetzung nicht.
  • Grad der Invalidität oder Behinderung: In der Kinderinvaliditätsversicherung orientiert sich der Leistungsanspruch häufig am Grad der Behinderung, welcher nach dem Neunten Sozialgesetzbuch festgestellt wird. In vielen Fällen wird die vereinbarte Rente ab einem Grad von 50 ausgezahlt. Eine höhere Einstufung führt dabei in der Regel nicht zu einer höheren Leistung. In einigen Tarifen kann alternativ ein Invaliditätsgrad maßgeblich sein, dies ist jedoch seltener.
  • Ursache der Beeinträchtigung: Die Kinderinvaliditätsversicherung greift sowohl bei schweren Krankheiten als auch nach einem Unfall. Damit bietet sie einen umfassenderen Versicherungsschutz als eine reine Kinderunfallversicherung.
  • Medizinische Feststellung: Der Grad der Invalidität wird meist durch ärztliche Gutachten und anhand der vertraglich vereinbarten Gliedertaxe ermittelt, wohingegen der Grad der Behinderung durch das zuständige Versorgungsamt festgestellt wird. Diese Bewertungen bilden die Grundlage für mögliche Leistungen.

Hinweis: Abhängig vom jeweiligen Tarif kann der Invaliditätsgrad oder der Grad der Behinderung relevant für die Leistungserbringung sein.

Kinderinvaliditätsversicherung oder Unfallversicherung: Was ist der Unterschied?

Viele Eltern stellen sich die Frage, ob eine Kinderinvaliditätsversicherung oder eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoller ist. Der größte Unterschied liegt in der Ursache der Invalidität. Während eine Unfallversicherung ausschließlich nach einem Unfall zahlt, greift die Kinderinvaliditätsversicherung auch bei schweren Krankheiten. Alle Unterschiede im Überblick:

  • Ursache der Invalidität: Die Kinderinvaliditätsversicherung leistet bei dauerhaften Beeinträchtigungen infolge von Krankheit oder Unfall. Eine Unfallversicherung für Kinder zahlt nur, wenn ein plötzliches Ereignis von außen unfreiwillig die Invalidität verursacht.
  • Berechnung der Leistungshöhe: Bei der Kinderinvaliditätsversicherung wird die vereinbarte Leistung, etwa eine monatliche Rente oder eine Kapitalleistung, in voller Höhe ausgezahlt, sobald die Voraussetzungen erfüllt sind. In der Unfallversicherung hängt die Höhe der Auszahlung dagegen von der vereinbarten Invaliditätssumme und dem festgestellten Invaliditätsgrad ab. Dieser wird anhand einer Gliedertaxe bestimmt, die einzelnen Körperteilen feste Prozentsätze zuordnet.
  • Kosten: Die Kosten der Kinderinvaliditätsversicherung liegen in der Regel über denen einer Unfallversicherung, da der Versicherungsschutz deutlich umfassender ist.

Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass Invalidität überwiegend krankheitsbedingt entsteht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2018 wurden rund 88 % der Behinderungen durch Krankheiten verursacht, während nur etwa 1 % auf einen Unfall zurückzuführen war. Angeborene Beeinträchtigungen oder Erkrankungen im ersten Lebensjahr machten etwa 3 % aus, weitere Ursachen rund 7 %.

Diese Verteilung verdeutlicht, dass eine Absicherung, die ausschließlich bei Unfällen leistet, nur einen sehr kleinen Teil möglicher Risiken abdeckt. Eine Kinderinvaliditätsversicherung berücksichtigt sowohl Erkrankungen als auch Unfallfolgen und bietet damit einen umfassenderen Versicherungsschutz für Ihr Kind.

Die MLP Beraterinnen und MLP Berater analysieren gemeinsam mit Ihnen Ihren Absicherungsbedarf, vergleichen geeignete Versicherungen und unterstützen Sie dabei, eine Lösung zu finden, die langfristig zu Ihrer Familie passt.

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Was leistet eine Kinderinvaliditätsversicherung?

Eine Kinderinvaliditätsversicherung bietet finanziellen Schutz, wenn ein Kind durch Krankheit oder Unfall dauerhaft beeinträchtigt ist. Ziel ist es, die zusätzliche Belastung durch eine Invalidität abzufedern und die Familie langfristig zu entlasten. Die konkreten Leistungen hängen vom gewählten Tarif ab und umfassen in der Regel folgende Optionen:

  • Monatliche Rente: Sind die Leistungsvoraussetzungen erfüllt, zahlt der Versicherer eine vereinbarte Rente, meist lebenslang. Die Höhe wird beim Abschluss festgelegt und unterscheidet sich je nach Tarif. Diese Rente kann laufende Mehrkosten abdecken oder einen Verdienstausfall eines Elternteils ausgleichen.
  • Kapitalleistung: Zusätzlich oder alternativ kann eine einmalige Kapitalleistung vorgesehen sein bzw. vereinbart werden. Sie unterstützt beispielsweise bei notwendigen Umbauten, speziellen Therapien oder technischen Hilfsmitteln.

Wann ist der Schutz einer Kinderinvaliditätsversicherung ausgeschlossen?

Eine Kinderinvaliditätsversicherung bietet umfassenden Schutz, dennoch gelten je nach Tarif bestimmte Ausschlüsse und Einschränkungen. Eltern sollten daher die Versicherungsbedingungen genau prüfen, um spätere Überraschungen zu vermeiden. Typische Ausschlussgründe können vor allem Vorerkrankungen oder bestimmte Ursachen betreffen:

  • Vorerkrankungen: Bestehen beim Abschluss bereits Krankheiten oder Entwicklungsstörungen, können diese vom Versicherungsschutz ausgeschlossen oder der Antrag abgelehnt werden.
  • Psychische Erkrankungen: Einige Tarife begrenzen die Leistungen oder schließen diese gänzlich aus, wenn psychische Erkrankungen oder Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen vorliegen. Hier lohnt sich ein genauer Blick in die Bedingungen, da die Regelungen unterschiedlich ausfallen können.
  • Ausschluss bestimmter Ursachen: In der Regel besteht kein Versicherungsschutz, wenn die Invalidität durch den Konsum von suchterzeugenden Mitteln oder infolge einer vorsätzlich begangene Straftaten entsteht. Welche Ausschlüsse hier im Detail gelten, kann sich je nach Versicherer und Tarif unterscheiden.

Für wen ist eine Kinderinvaliditätsversicherung sinnvoll?

Die Kinderinvaliditätsversicherung eignet sich besonders für Familien, die über gesetzliche Leistungen hinaus vorsorgen möchten. Sie stellt im Fall schwerer Erkrankungen oder nach einem Unfall finanzielle Leistungen bereit, um Pflege, Therapien oder den Verdienstausfall eines Elternteils abzufedern. Da der überwiegende Teil schwerer Beeinträchtigungen durch Krankheiten entsteht, bietet eine Invaliditätsversicherung einen deutlich breiteren Versicherungsschutz als eine reine Kinderunfallversicherung.

Wie hoch sind die Kosten einer Kinderinvaliditätsversicherung?

Die Kosten einer Kinderinvaliditätsversicherung liegen je nach Tarif, vereinbarter Rentenhöhe und Gesundheitszustand des Kindes meist zwischen etwa 300 € und 500 € pro Jahr. Für eine Absicherung mit beispielsweise 1.000 € monatlicher Rente und zusätzlicher Einmalzahlung bewegen sich die Beiträge häufig im Bereich von etwa 320 € jährlich.

Eine Kinderinvaliditätsversicherung begleitet Ihre Familie langfristig und verdient sorgfältige Auswahl. Die MLP Beraterinnen und MLP Berater analysieren gemeinsam mit Ihnen Ihre bestehende Absicherung, mögliche Versorgungslücken und die finanziellen Auswirkungen einer dauerhaften Invalidität Ihres Kindes. Leistungen, Rentenhöhe und Kosten werden transparent gegenübergestellt und verständlich erläutert. So gewinnen Sie Klarheit und treffen eine Entscheidung, die sich passend in Ihre gesamte Finanz- und Vorsorgestrategie einfügt.

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Fazit: Worauf sollten Eltern bei einer Kinderinvaliditätsversicherung achten?

Eine Kinderinvaliditätsversicherung sollte sorgfältig ausgewählt werden, da sie Ihre Familie langfristig begleitet. Besonders beim Vergleich verschiedener Angebote zeigt sich, wie stark sich die vertraglichen Gestaltungsmöglichkeiten, Leistungen und Ausschlüsse unterscheiden können. Auf folgende Punkte sollten Eltern besonders achten:

  • Wenige Krankheitsausschlüsse: Achten Sie darauf, dass der Tarif möglichst wenige Erkrankungen vom Versicherungsschutz ausschließt. Auch psychische Erkrankungen sollten berücksichtigt werden.
  • Ausreichende Rentenhöhe: Die vereinbarte Rente sollte so gewählt werden, dass sie laufende Mehrkosten, Pflege oder den Verdienstausfall eines Elternteils abfedern kann. Häufig werden 1.000 € oder mehr monatlich als sinnvolle Größenordnung genannt, abhängig von der individuellen Situation der Familie.
  • Kapitalleistung: Eine zusätzliche Einmalzahlung kann helfen, größere Ausgaben wie einen barrierefreien Umbau oder spezielle Hilfsmittel sofort zu finanzieren.

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