Dynamic Currency Conversion: Kostenfalle beim Geldabheben im Ausland
Warum die Eurotaste am Geldautomaten bares Geld kostet – und was Sie stattdessen tun sollten
Warum die Eurotaste am Geldautomaten bares Geld kostet – und was Sie stattdessen tun sollten
Dynamic Currency Conversion (DCC) – auf Deutsch auch Sofortumrechnung oder dynamische Währungsumrechnung genannt – bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein Geldautomat oder ein Kartenlesegerät im Ausland Ihnen anbietet, den abzuhebenden oder zu zahlenden Betrag direkt in Euro umzurechnen. Die Umrechnung erfolgt dabei nicht durch Ihre Hausbank, sondern durch den Betreiber des Automaten oder des Terminals.
Das klingt zunächst bequem: In Euro weiß man sofort, was man bezahlt. Der Haken: Die zugrunde gelegten Wechselkurse sind in der Regel deutlich schlechter als die, zu denen Ihre Bank die Transaktion abrechnen würde. Hinzu kommen oft zusätzliche Gebühren – auch wenn das Display „0 % Commission“ verspricht.
Sobald Sie Ihre Karte in einen Geldautomaten außerhalb der Euro-Zone einführen, erkennt das System Ihre Heimatwährung und bietet Ihnen die Wahl: Abheben in Landeswährung oder sofortige Umrechnung in Euro. Tippen Sie auf die Eurotaste, gilt der vom Automatenbetreiber festgelegte Wechselkurs – und der ist zu Ihren Ungunsten kalkuliert.
Der Wechselkurs bei DCC liegt regelmäßig drei bis acht Prozent über dem Interbanken-Kurs, zu dem Ihre Hausbank abrechnen würde. Zusätzliche Gebühren sind möglich. Das Versprechen „0 % Provision“ bezieht sich ausschließlich auf die Transaktionsgebühr – nicht auf den Wechselkursaufschlag.
Dazu kommt: Die Benutzerführung an Automaten und Terminals ist oft unübersichtlich – und teilweise bewusst irreführend. Die DCC-Option ist häufig vorausgewählt oder prominent platziert, während die Ablehnung versteckt ist.
Die Mehrkosten variieren je nach Anbieter und Standort. Als Richtwert gilt: Je nach Fremdbank können bis zu 50 Euro Aufschlag pro Abhebung anfallen. Auch beim Bezahlen mit Karte in Hotels, Restaurants oder Tankstellen außerhalb der Euro-Zone taucht DCC auf – manchmal versteckt als Aufschlag auf den Wechselkurs, erkennbar erst auf dem Kassenbon. Fünf Prozent Mehrkosten und mehr sind keine Seltenheit.
Die Vermeidung von DCC ist simpel – erfordert aber Aufmerksamkeit, denn die Benutzerführung an Automaten und Terminals ist oft unübersichtlich oder bewusst irreführend.
Wählen Sie am Geldautomat immer die Landeswährung – also zum Beispiel Baht in Thailand, Dollar in den USA oder Dollar in Australien. Ihre Hausbank rechnet den Betrag dann zu günstigeren Konditionen in Euro um. Wird Ihnen keine Wahl angeboten und die DCC-Umrechnung erscheint als Voreinstellung, suchen Sie nach einer Schaltfläche wie „Without conversion“, „Proceed in local currency“ oder „Abheben in Landeswährung“.
Auch beim Kartenzahlen gilt: Wählen Sie auf dem Kartenlesegerät die Landeswährung. Bietet der Verkäufer Ihnen zunächst nur die DCC-Option an, können Sie auf die Abrechnung in Landeswährung bestehen. Das ist Ihr Recht. Die Umrechnung in Euro übernimmt dann Ihre Hausbank zu deutlich besseren Konditionen.
Wer im Ausland Bargeld abheben möchte, ist mit den MLP Kreditkarten gut aufgestellt: Weltweit an fast allen Geldautomaten ist das Abheben bei maximal vier Abhebungen pro Monat kostenfrei – Voraussetzung ist ein MLP Girokonto . Wird außerhalb der Euro-Zone mit der Kreditkarte bezahlt, belaufen sich die Kosten auf maximal 1,5 Prozent des Kaufbetrags.
Neben der DCC-Problematik gibt es weitere Punkte, die beim Abheben und Bezahlen im Ausland relevant sind.
Neben dem DCC-Aufschlag des Automatenbetreibers kann die Fremdbank, also das Institut, das den Geldautomaten betreibt, eigene Gebühren erheben. Diese Kosten entstehen unabhängig davon, ob Sie DCC ablehnen oder nicht.
Ein kurzer Blick auf den aktuellen Wechselkurs vor der Reise hilft Ihnen, unfaire Umrechnungsangebote sofort zu erkennen. Weicht der am Automaten angezeigte Euro-Betrag deutlich vom erwarteten Kurs ab, ist das ein klares Zeichen für einen DCC-Aufschlag. Lehnen Sie in diesem Fall die Sofortumrechnung ab.
Dynamic Currency Conversion klingt praktisch – ist es aber nicht. Wer am Geldautomaten oder Kartenterminal im Ausland die Sofortumrechnung in Euro akzeptiert, zahlt in der Regel drauf: schlechtere Wechselkurse, versteckte Aufschläge und mitunter zusätzliche Gebühren summieren sich schnell auf bis zu 50 Euro pro Abhebung.
Die Regel ist einfach: Immer in Landeswährung abheben und bezahlen. Ihre Hausbank rechnet zum günstigeren Interbankenkurs um. Informieren Sie sich vorab über den aktuellen Wechselkurs, um Angebote am Automaten richtig einschätzen zu können. Mit der richtigen Karte – und dem Wissen um die DCC-Falle – reisen Sie finanziell entspannt.
Dynamic Currency Conversion (DCC) ist ein Verfahren, bei dem Geldautomaten oder Kartenterminals im Ausland den abgehobenen oder gezahlten Betrag direkt in die Heimatwährung des Karteninhabers umrechnen. Die Umrechnung übernimmt dabei nicht die Hausbank, sondern der Terminalbetreiber – zu einem in der Regel schlechteren Wechselkurs.
Die Eurotaste aktiviert Dynamic Currency Conversion: Der Automatenbetreiber legt den Wechselkurs fest – mit einem Aufschlag von drei bis acht Prozent und mehr über dem Interbanken-Kurs. Zusätzliche Gebühren sind möglich. Wer in Landeswährung abhebt, lässt die günstigere Hausbank umrechnen.
Das hängt von Karte, Bank und Standort ab. Mit der MLP Kreditkarte ist das Abheben weltweit an fast allen Geldautomaten bei bis zu vier Abhebungen pro Monat kostenfrei (Voraussetzung: MLP Girokonto ). Kartenzahlungen außerhalb der Euro-Zone kosten maximal 1,5 Prozent des Kaufbetrags. DCC-Aufschläge kommen zusätzlich, wenn Sie die Sofortumrechnung nicht ablehnen.