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Eine Frau zeigt einer anderen Frau auf einem Bildschirm deren Dividendenausschüttung.

Dividende einfach erklärt

Alles über Ausschüttung, Rendite und Steuern

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Kurz & kompakt: Das Wichtigste zu Dividenden im Überblick

  • Dividende: Sie ist der Teil des Gewinns, den ein Unternehmen an seine Aktionärinnen und Aktionäre ausschüttet – monatlich, quartalsweise oder jährlich nach der Hauptversammlung.
  • Dividendenrendite: Sie zeigt, wie attraktiv die Ausschüttung im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs ist.
  • Formen: Dividenden können als Bardividende, Stockdividende (Aktien) oder Sachdividende ausgezahlt werden.
  • Besteuerung: Auf Dividendenzahlungen fallen Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an. Freibeträge lassen sich per Freistellungsauftrag nutzen.

Was ist eine Dividende? – Bedeutung und Definition

Eine Erklärung für Dividenden lässt sich einfach zusammenfassen: Sie ist der Teil des Unternehmensgewinns, der an Aktionärinnen und Aktionäre ausgeschüttet wird. Diese Dividendenzahlung wird auf der Hauptversammlung beschlossen.

Dividenden werden meist als Bardividende in Form einer direkten Geldzahlung ausgezahlt. Wer zum Zeitpunkt der Hauptversammlung Aktien des Unternehmens besitzt, erhält die Auszahlung, sofern eine Dividendenausschüttung beschlossen wurde.

Eine Dividende wird jedoch nicht immer in Form von Geld ausgeschüttet. Es gibt verschiedene Arten von Dividenden, darunter:

  • Bardividende: Die klassische Form – Geld pro Aktie.
  • Stockdividende: Auszahlung in Form zusätzlicher Aktien.
  • Sachdividende: Sachwerte wie Produkte oder Beteiligungen.
  • Vorzugsdividende: Vorzugsaktionärinnen bzw. -aktionäre haben ein Vorrecht auf eine höhere Dividende als Stammaktionärinnen bzw. -aktionäre. Den Betrag, der über der Dividende für Stammaktionäre liegt, nennt man Überdividende

Auch die Häufigkeit der Auszahlung ist nicht einheitlich:

  • In Deutschland zahlen viele Unternehmen einmal im Jahr eine Dividende aus, meist nach der Hauptversammlung.
  • In den USA ist eine quartalsweise Dividendenzahlung üblich.
  • Einige wenige Gesellschaften, z. B. REITs, oder bestimmte Fonds schütten sogar monatlich aus, dabei werden neben den Dividenden aus den Aktienanlagen auch andere Ertragsteile (z. B. Gewinnmitnahmen aus Verkäufen) mit ausgeschüttet.

Die konkrete Frequenz wird vom Unternehmen festgelegt und ist im jeweiligen Dividendenkalender ersichtlich. Die Dividendenpolitik legt dabei fest, in welcher Höhe und wie oft Gewinne verteilt werden – abhängig von der Ausschüttungsquote und den geplanten Investitionen.

Icon Glühbirne

Wie berechnet man die Dividendenrendite?

Ob sich eine Dividendenaktie lohnt, können Sie anhand der Dividendenrendite bestimmen. Dabei sollten immer noch andere Faktoren berücksichtigt werden, z. B. Umsatzwachstum und Kursentwicklung. Die Dividendenrendite zeigt, wie hoch die jährliche Ausschüttung im Verhältnis zum Aktienkurs ist:

Dividende ÷ Aktienkurs × 100 = Dividendenrendite

Beispiel:

Eine Aktie kostet 50 Euro, und das Unternehmen schüttet 2,50 Euro Dividende pro Jahr aus.

Rechnung:

2,50 € ÷ 50 € × 100 = 5 % Dividendenrendite

So funktioniert die Dividendenausschüttung

Wenn ein börsennotiertes Unternehmen einen Gewinn erwirtschaftet hat, kann der Vorstand auf der jährlichen Hauptversammlung eine Ausschüttung in Form von einer Dividende vorschlagen – beispielsweise 1 € je Aktie. Die Höhe der Ausschüttung ist abhängig von der Dividendenpolitik des Unternehmens, dem erzielten Gewinn und der angestrebten Ausschüttungsquote. Aber auch geplante Investitionen in das Unternehmen oder das Ausbauen der vorhandenen Liquidität haben Einfluss auf die Höhe der Dividendenzahlung

Die Aktionärinnen und Aktionäre können den Vorschlag annehmen oder darüber verhandeln. Nach dem Beschluss erhalten sie die Dividendenzahlung, bei deutschen Unternehmen meist am dritten Börsentag nach der Versammlung. Diese Regelung gilt jedoch nicht einheitlich für alle Länder oder Unternehmen. Im Ausland können sowohl der Zeitpunkt als auch die Auszahlungspraxis abweichen.

Nach der Dividendenzahlung sinkt der Aktienkurs, da die Aktie ohne die bevorstehende Auszahlung der Dividende weniger Wert ist. Diesen bereinigten Kurs nennt man Ex-Dividende.

Bei der Planung des persönlichen Anlegerprofils, mit Berücksichtigung von Strategien zur Dividendenausschüttung, unterstützen Ihre MLP Beraterinnen und MLP Berater gerne und klären mit Ihnen, worauf Sie bei Ausschüttungen und Kursverläufen achten sollten.

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Wie kann ich von Dividenden profitieren?

Wer auf Dividenden oder Ausschüttungsstrategien setzt, kann sich ein passives Einkommen aufbauen oder die Erträge direkt reinvestieren, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Doch wie bekommt man Dividenden? Es gibt mehrere Wege, um von Dividendenzahlungen zu profitieren:

  1. Dividendenaktien direkt kaufen
    • Vorteil: Sie wählen gezielt Unternehmen mit attraktiver Dividendenrendite.
    • Nachteil: Das Risiko durch fallende Aktienkurse bleibt bestehen.
  2. Investmentfonds mit Dividendenstrategie
    Diese können als aktiv gemanagte Fonds oder als ETFs erworben werden.
    • Vorteil: Schon mit kleinen Beträgen lässt sich breit gestreut in Aktien investieren, die dividendenstark sind. Dabei verringert sich das Schwankungsrisiko für die Gesamtanlage gegenüber einer Einzelaktie sehr.
    • Nachteil: Trotz der breiteren Streuung über mehrere Unternehmen und gegebenenfalls auch Länder und Branchen, besteht weiterhin ein Verlustrisiko, abhängig von der Marktentwicklung bei Aktien.

Steuern auf Dividenden

Dividendenzahlungen unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer. Es werden automatisch folgende Steuern von der Dividende abgezogen:

  • 25 % Abgeltungssteuer
  • Solidaritätszuschlag (5,5 % der Abgeltungssteuer)
  • Gegebenenfalls Kirchensteuer

Der gesamte steuerliche Abzug wird von Ihrer Depotbank automatisch an das Finanzamt abgeführt. Um die Dividendenerträge besser nutzen zu können, besteht die Möglichkeit den Sparerpauschbetrag (1.000 € für Einzelpersonen, 2.000 € für gemeinsam Veranlagte) anzuwenden. Erträge bis zu dieser Grenze, ob Zins- oder Dividendenzahlungen, aber auch realisierte Kursgewinne, bleiben steuerfrei. Dafür ist ein Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank notwendig.

Tipp: Erteilte Freistellungsaufträge können über mehrere Banken verteilt werden, solange die Gesamtsumme die Höhe des möglichen Sparerpauschbetrags nicht übersteigt.

Dividenden erhöhen Ihre Rendite, aber auch Ihre Steuerlast. Wir können Sie dabei unterstützen, Ihren Sparerpauschbetrag optimal zu nutzen und so mehr aus Ihren Kapitalerträgen zu machen.

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Dividenden als langfristiger Renditebaustein

Dividenden können ein attraktiver Bestandteil einer langfristigen Anlagestrategie sein. Sie bieten regelmäßige Ausschüttungen durch die Beteiligung am Unternehmenserfolg und können bei Wiederanlage sogar zum Zinseszinseffekt führen.

Aber: Ohne Verständnis der Bedeutung von Dividenden, der Steuer auf Dividenden, des Dividendenkalenders und der Ausschüttungsquote kann es leicht zu Fehlentscheidungen kommen. Lassen Sie sich im Zweifel steuerlich beraten, denn auch die Steuern und der Solidaritätszuschlag beeinflussen Ihre effektive Rendite. Richtig eingesetzt können Dividenden eine attraktive Einnahmequelle sein und helfen dabei, sich langfristig ein passives Einkommen aufzubauen.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Dividenden in Ihre Anlagestrategie passen?

Dann lassen Sie sich individuell beraten. Gemeinsam entwickeln wir eine individuelle Strategie – abgestimmt auf Ihre Ziele, Ihre Risikoneigung und Ihre finanziellen Möglichkeiten.

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