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Keyman-Versicherung | MLP Firmenkunden

Keyman-Versicherung für Ihren Betrieb

Wie können Sie Schlüsselpersonen in Ihrem Unternehmen absichern?

Das Wichtigste zur Keyman-Versicherung auf einen Blick

  • Absicherung: Die Keyman-Versicherung, auch Schlüsselpersonenversicherung oder Schlüsselkraftversicherung, sichert Unternehmen gegen die finanziellen Folgen ab, wenn eine Schlüsselperson durch Tod, schwere Krankheit oder Berufsunfähigkeit ausfällt.
  • Betroffene Personen: Die Schlüsselpersonenversicherung deckt das Ausfallrisiko von Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern, Gründerinnen und Gründern, Spezialistinnen und Spezialisten sowie Führungskräften, deren Know-how für den Geschäftsbetrieb kritisch ist.
  • Leistung: Die Absicherung der Schlüsselperson zahlt im Schadenfall eine Kapital- oder Rentenleistung direkt an das Unternehmen. Die Mittel sind frei verwendbar für Ersatzbeschaffung, Umsatzausfälle oder Kreditverbindlichkeiten.
  • Beratung: MLP Beraterinnen und MLP Berater beraten Sie zu einer passgenauen Keyman-Absicherung für Ihr Unternehmen, abgestimmt auf Ihre Schlüsselpositionen.

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Was ist eine Keyman-Versicherung?

Die Keyman-Versicherung, international auch Key Person Insurance genannt, ist eine spezielle Form der Personenversicherung für Unternehmen. Sie greift, wenn eine zentrale Person – eine Schlüsselperson – im Betrieb durch Tod, schwere Erkrankung oder Berufsunfähigkeit ausfällt. Versicherungsnehmer und Begünstigter ist das Unternehmen selbst, nicht die versicherte Person oder ihre Angehörigen.

Diese Konstruktion macht die Keyman-Police zu einer Eigenschadenversicherung des Unternehmens: Im Leistungsfall fließt die Versicherungssumme direkt an die Firma. Dort kann sie für Umsatzausfälle, die Suche nach einer qualifizierten Nachfolge, laufende Kreditverbindlichkeiten oder die Auszahlung von Erbenden einer Gesellschafterin oder eines Gesellschafters eingesetzt werden.

Wer ist eine Schlüsselperson im Unternehmen?

Eine Schlüsselperson oder Schlüsselkraft ist nicht zwingend die formal höchste Hierarchiestufe. Entscheidend ist, welcher wirtschaftliche Verlust durch ihren Ausfall entstehen würde. In der Praxis betrifft das typischerweise folgende Rollen:

  • Geschäftsführerinnen bzw. Geschäftsführer und Vorstände: Diese Personen tragen die Gesamtverantwortung für strategische Entscheidungen, vertreten das Unternehmen nach außen und kommunizieren mit Kapitalgebenden.
  • Gründerinnen bzw. Gründer und Co-Founder: In jungen Unternehmen ist das Geschäftsmodell oft eng mit einzelnen Personen verbunden, die von der Produktentwicklung bis zum Kontakt mit Investorinnen und Investoren alle zentralen Bereiche prägen.
  • Führungskräfte mit Spezialwissen: Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter aus Vertrieb, Forschung, Produktion oder IT prägen den operativen Betrieb so stark, dass ihr Wegfall das Unternehmen in Schieflage bringen kann.
  • Hoch spezialisierte Fachkräfte und Spezialistinnen bzw. Spezialisten: Dazu zählen Chefentwicklerinnen und Chefentwickler, Patentanwältinnen und Patentanwälte, leitende Forschende oder Spitzenkräfte im Vertrieb mit exklusiven Kundenbeziehungen.

In der Regel ist es möglich, mehrere Schlüsselpersonen in einer Keyman-Versicherung für ein Unternehmen abzusichern. Diese Konstruktion eignet sich besonders für Praxispartnerschaften, Kanzleien oder Gründerteams, in denen mehrere Personen gleichwertig kritische Funktionen tragen.

Welche Risiken deckt die Keyman-Versicherung ab?

Je nach Tarifgestaltung sichert eine Schlüsselpersonenversicherung vier zentrale Risiken einzeln oder in Kombination ab:

Tod der Schlüsselperson

Tritt der Todesfall einer versicherten Person ein, greift in der Regel eine Risikolebensversicherung. Das Unternehmen zahlt die Beiträge und erhält im Versicherungsfall die vereinbarte Summe als steuerfreie Einmalzahlung. Da diese Absicherung im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung keinen Sparanteil enthält, sind die Beiträge kalkulatorisch in der Regel günstiger.

Schwere Krankheit (Dread Disease)

Eine Dread-Disease-Police leistet sofort bei der Diagnose einer vertraglich definierten, schweren Krankheit – unabhängig vom späteren Genesungsverlauf. Abgedeckt sind meist Krankheitsbilder wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Nierenversagen.

Der Vorteil der Absicherung: Ihr Unternehmen erhält genau dann Liquidität, wenn hohe Kosten für eine Interimslösung oder die Neubesetzung entstehen, während die Schlüsselperson im besten Fall wieder gesund wird.

Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

Kann eine Schlüsselperson ihre Tätigkeit dauerhaft nicht mehr ausüben, leistet die Keyman-Versicherung über eine BU-Komponente eine monatliche Rente oder eine Einmalzahlung an den Betrieb. Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter ist hier ausschließlich das Unternehmen. Die private Berufsunfähigkeitsabsicherung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters bleibt davon unberührt und sollte separat bestehen.

Unfall

Diese Option lässt sich in vielen Schlüsselkraftversicherungen integrieren. Sie sichert die finanziellen Folgen schwerer Unfälle ab, z. B. Invalidität oder langfristige Arbeitsunfähigkeit durch ein plötzliches Ereignis. Damit können Sie die Todesfall- und Krankheitsbausteine zu einem lückenlosen Rundum-Schutz für Ihr Unternehmen ergänzen.

Für welche Unternehmen ist die Keyman-Versicherung sinnvoll?

Eine Keyman-Versicherung lohnt sich für Unternehmen, in denen der wirtschaftliche Erfolg an einzelne Personen geknüpft ist und ein Ausfall existenzbedrohend wirken kann. Besonders relevant ist sie in folgenden Konstellationen:

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): In inhabergeführten Betrieben verantwortet die Geschäftsführung häufig gleichzeitig Vertrieb, Produktentwicklung und Kundenbetreuung. MLP Beraterinnen und MLP Berater informieren Sie hier branchenübergreifend zu passenden Absicherungskonzepten für Mittelstands- und Industrieunternehmen.
  • Gründerteams und Start-ups: Hier ist das Unternehmen oft untrennbar mit den Gründerinnen und Gründern verbunden. Investorinnen und Investoren machen die Keyman-Police nicht selten zur Voraussetzung der Finanzierung.
  • Familienunternehmen: Wenn die Nachfolge in der Familie noch nicht geregelt ist, sichert die Keyman-Police die Übergangsphase und ermöglicht die Auszahlung von Erbenden. Dieser Aspekt verbindet sich eng mit der Vermögens- und Nachfolgeplanung.
  • Beratungs- und Kanzleipartnerschaften: Arztpraxen, Anwaltskanzleien oder Steuerberatungen können mehrere Partnerinnen und Partner in verbundenen Leben versichern und so bei einem Todesfall die Übernahme von Anteilen finanzieren.
  • Unternehmen mit Kreditverbindlichkeiten: Banken verlangen häufig eine Absicherung der Schlüsselperson, wenn diese maßgeblich für die Tilgung verantwortlich ist.

Bei der Keyman-Versicherung geht es nicht nur um eine Versicherungspolice, sondern um die Frage: Was passiert mit Ihrem Unternehmen, wenn die Person, die es trägt, plötzlich nicht mehr da ist? Die passende Absicherung gibt Ihnen Handlungsspielraum in der schwersten Stunde und Ihren Mitarbeitenden, Investorinnen und Investoren die Gewissheit, dass der Betrieb fortgeführt werden kann. In unserer Beratung analysieren wir gemeinsam, welche Schlüsselpositionen tatsächlich kritisch sind, welche Versicherungssumme den realen wirtschaftlichen Schaden abbildet und welche Bausteine zu Ihrer Unternehmenssituation passen.

MLP Firmenkundenberater

Schadenbeispiel: So leistet die Keyman-Versicherung beim Ausfall einer Schlüsselperson

Stellen Sie sich vor, Sie führen alleinverantwortlich eine mittelständische Beratungsfirma mit 25 Mitarbeitenden. Sie tragen die Hauptverantwortung für die wichtigsten Kundenbeziehungen, gewinnen die meisten Aufträge und steuern die strategische Ausrichtung. Eine plötzliche schwere Erkrankung zwingt Sie zu einer mehrmonatigen Auszeit.

Ohne Keyman-Versicherung hätte Ihr Unternehmen mehrere Probleme gleichzeitig:

  • Umsatzeinbrüche durch wegbrechende Aufträge
  • hohe Kosten für eine externe Interimsführung
  • Liquiditätsengpässe bei laufenden Gehaltszahlungen
  • Verunsicherung bei Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden

Eine Keyman-Versicherung mit Dread-Disease-Komponente und einer Versicherungssumme im sechsstelligen Bereich liefert in dieser Situation sofort verfügbare Liquidität: Ihr Unternehmen kann eine qualifizierte Vertretung einstellen, Auftragsverluste auffangen, die Kundenkommunikation aktiv steuern und die Übergangsphase ohne Notverkäufe oder zusätzliche Kreditaufnahme überstehen. Sie selbst können sich auf Ihre Genesung konzentrieren, während Ihr Geschäftsbetrieb handlungsfähig bleibt.

Die passende Versicherungssumme ist vom einzelnen Unternehmen abhängig. Maßgeblich sind:

  • das wirtschaftliche Schadenpotenzial durch den Ausfall der Schlüsselperson
  • die Größe des Unternehmens
  • die Branche
  • die konkrete Rolle der versicherten Person
  • der entgangene Gewinnbeitrag

Sind durch die Schlüsselperson zusätzlich Kredite gesichert, fließt auch die Höhe dieser Verbindlichkeiten in die Bemessung ein.

Die gewählte Versicherungssumme beeinflusst direkt die Kosten einer Keyman-Versicherung. Je höher die abgesicherte Summe ausfällt, desto höher liegen auch die Beiträge. Daneben wirken weitere Faktoren auf die Beitragshöhe ein:

  • Alter und Gesundheitszustand der versicherten Person
  • Versicherungssumme und gewählte Bausteine (Tod, Dread Disease, BU, Unfall)
  • Laufzeit des Vertrags
  • Beruflicher Hintergrund und Risikoprofil der Schlüsselperson

Wie hoch die Beiträge in Ihrem konkreten Fall ausfallen, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. MLP Beraterinnen und MLP Berater analysieren gemeinsam mit Ihnen Ihren Bedarf und zeigen Ihnen passende Absicherungen auf.

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Steuerliche Aspekte der Keyman-Versicherung

Die Rechtsform Ihres Unternehmens und die konkrete Vertragsgestaltung beeinflussen die steuerliche Behandlung der Keyman-Versicherung. Grundsätzlich gilt: Bei betrieblicher Veranlassung können die Beiträge gemäß § 4 Abs. 4 EStG  als Betriebsausgaben berücksichtigt werden. Die genaue steuerliche Einordnung, insbesondere bei Kapitalgesellschaften im Vergleich zu Personengesellschaften, folgt eigenen Regeln und sollte fallbezogen geklärt werden.

Auch die Versicherungssteuer kann je nach Tarifbaustein eine Rolle spielen: Reine Todesfall- und Erlebensfallleistungen sind gemäß § 4 Nr. 5a VersStGsteuerbefreit. Andere Bausteine, etwa Komponenten zur Berufs- und Erwerbsunfähigkeit, können dagegen versicherungssteuerpflichtig sein, wenn die Leistung an das Unternehmen fließt.

Hinweis: Die steuerliche Behandlung hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Wir empfehlen, im Falle des Abschlusses einer Keyman-Versicherung eine Steuerberatung hinzuzuziehen.

Keyman-Versicherung vs. D&O-Versicherung

Im Beratungsalltag taucht häufig die Frage auf, worin sich die Keyman-Versicherung eigentlich von der D&O-Versicherung unterscheidet. Beide setzen am Führungskreis eines Unternehmens an, sichern aber sehr unterschiedliche Risiken ab:

Merkmal Keyman-Versicherung D&O-Versicherung
Versicherungsart Personen- bzw. Lebensversicherung Vermögensschaden-Haftpflicht
Geschütztes Risiko Tod, Krankheit, Berufsunfähigkeit, Unfall Pflichtverletzung und Schadenersatzansprüche
Wer wird geschützt? das Unternehmen die Führungskraft persönlich (Privatvermögen)
Begünstigter das Unternehmen geschädigte Dritte oder das Unternehmen
Auslöser der Leistung biometrisches Ereignis Haftungsanspruch gegen die Führungskraft

Fazit: Wann kann sich eine Keyman-Versicherung lohnen?

Die Keyman-Versicherung sichert das wirtschaftliche Fundament Ihres Unternehmens ab, wenn eine zentrale Person plötzlich durch Tod, schwere Krankheit oder Berufsunfähigkeit ausfällt. Je stärker einzelne Schlüsselpersonen Ihren Geschäftserfolg prägen, desto wichtiger kann diese Absicherung werden. Welche Bausteine zu Ihrer Situation passen, hängt von der Rolle der versicherten Person, der Unternehmensgröße, bestehenden Verpflichtungen und der gewünschten Versicherungssumme ab.

MLP Beraterinnen und MLP Berater analysieren gemeinsam mit Ihnen, welche Schlüsselpositionen in Ihrem Unternehmen abgesichert werden sollten, wie hoch die Versicherungssumme angesetzt wird und welche Bausteine zu Ihrer Unternehmenssituation passen.

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Häufige Fragen zur Keyman-Versicherung

Versicherer legen pro Tarif eine Altersspanne fest, innerhalb derer eine Schlüsselperson abgesichert werden kann. Maßgeblich ist das Eintrittsalter bei Vertragsbeginn. Die genauen Grenzen unterscheiden sich je nach Anbieter und gewähltem Baustein.

Ja, Konstruktionen mit mehreren versicherten Personen sind möglich. Diese Variante kann sich beispielsweise für Partnerschaften wie Arztpraxen, Anwaltskanzleien oder Gründerteams eignen. Im Schadenfall einer versicherten Person zahlt die Versicherung an das Unternehmen, das daraus etwa den Anteil aus der Gesellschaft auszahlen kann.

Ja, eine Lebensversicherung auf das Leben einer anderen Person setzt deren ausdrückliche schriftliche Zustimmung voraus. Ohne Einwilligung der Schlüsselperson ist der Abschluss rechtlich unwirksam.

Der Versicherungsvertrag bleibt zunächst bestehen. Er wird vom Unternehmen geschlossen und endet nicht automatisch mit dem Beschäftigungsverhältnis. Sie können die Police kündigen, ruhen lassen oder bei manchen Anbietern auf die ausgeschiedene Person übertragen. Eine Kündigung kann allerdings zu Rückkaufswertverlusten führen.

Nach Eintritt des Versicherungsfalls und Vorlage der erforderlichen Nachweise (Sterbeurkunde, ärztliches Gutachten, Diagnoseunterlagen) erfolgt die Auszahlung in der Regel innerhalb weniger Wochen.

Ja, eine bestehende Keyman-Police kann die Kreditwürdigkeit Ihres Unternehmens stärken. Banken sowie Investorinnen und Investoren bewerten die Absicherung von Schlüsselpositionen als Zeichen guter Risikosteuerung. In einigen Konstellationen, etwa bei Akquisitionsfinanzierungen oder Start-up-Runden, wird die Keyman-Versicherung ausdrücklich zur Voraussetzung der Finanzierung gemacht.

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