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Steuererklärung 2015: Rechtzeitig anfangen, richtig umsetzen

Teil 1: Was beim Freistellungsauftrag für Kapitalerträge & Co. zu beachten ist – und wie sich das Ansetzen von Vorsorgebeiträgen vereinfacht.

Steuererklärung (contrastwerkstatt)

Lohnsteuerbescheinigung, Beitragsrechnungen für das Jahr 2015 sowie Vermögens- und Kapitalertragsnachweise ihrer Banken dürften inzwischen bei den Steuerzahlern eingetroffen sein. Es kann also losgehen mit der Steuererklärung. Eine gute Nachricht vorweg: Der Grundfreibetrag ist um 118 Euro gestiegen. Steuern fallen für 2015 ab Einkünften von 8.472/16.944Euro (Singles/Ehepaare u. eingetragene Partner) an. Auch den Kinderfreibetrag hat die Regierung um 144 Euro auf 4.512 Euro angehoben.

Für wen die Uhr tickt

Am 31. Mai endet für Selbstständige und Freiberufler die verbindliche Frist zur jährlichen Abgabe der Einkommensteuererklärung. Arbeitnehmer müssen ihre Steuern bis dahin dann erklären, wenn Sie beispielsweise bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt sind oder ihre steuerpflichtigen Nebeneinkünfte 410 Euro im Monat überschreiten. Außerdem erwartet das Finanzamt von Ehepaaren eine Steuererklärung, wenn diese gemeinsam veranlagt werden, berufstätig sind und das Ehegattensplitting anwenden. Hilft ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bei der Pflichtveranlagung, gewährt der Staat automatisch eine Verlängerung bis Jahresende – in begründeten Einzelfällen sogar bis Ende Februar 2017. Wer freiwillig eine Steuererklärung einreicht, hat bis zu vier Jahre Zeit dafür.

Verfahren vereinfacht

Stichwort: Vorsorgebeiträge ansetzen. Seit 2012 erleichtert das sogenannte vereinfachte Bescheinigungsverfahren die Weiterleitung von Beitragsinformationen. „Versicherungsunternehmen sind seitdem gesetzlich dazu verpflichtet, die Beiträge für Basis- und Riester-Rentenversicherungen für das zurückliegende Beitragsjahr eigenständig elektronisch an das zuständige Finanzamt des Versicherten zu übermitteln“, sagt Miriam Michelsen, Leiterin Altersvorsorge bei MLP. Das erspart Versicherten die Beitragsbescheinigung in Papierform anzufordern; sie erhalten automatisch zum Ende des ersten Quartals einen Nachweis der übermittelten Daten. Voraussetzung ist allerdings, dass dem Versicherer die Steueridentifikationsnummer vorliegt und der Vorsorgesparer seine Einwilligung zur Übermittlung erteilt hat. Hinweis: Eine nachträgliche Zustimmung zur Datenübermittlung im späteren Jahresverlauf greift dann erst ab dem nächsten Jahr.

Steuerschutz beim Vermögensaufbau: Wichtige Änderung beachten

Wer einen Freistellungsauftrag nutzt, zahlt für Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne bis zu einer Summe von 801 Euro (Ehepaare: 1.602 Euro) keine Abgeltungssteuer. Achtung: Zum Jahreswechsel trat eine wichtige Neuerung in Kraft. Wer bei seiner Bank seine Steuer-Identifikationsnummer nicht hinterlegt hat, muss ab dem 1. Januar 2016 auf sämtliche Kapitalerträge direkt Abgeltungssteuer, Kirchensteuer sowie Solidaritätszuschlag zahlen – auch wenn bislang ein Freistellungsauftrag eingerichtet war. Zuviel gezahlte Steuern lassen sich dann nur rückwirkend über die Steuererklärung erstatten. Die Änderung betrifft zwar erst die Steuererklärung, die im nächsten Jahr ansteht – wer aber clever ist, bereitet dies bereits vor: Einfach einen neuen Freistellungsauftrag inklusive Steuer-ID bei der betreffenden Bank nachreichen. Der Freistellungsauftrag gilt dann auch rückwirkend ab 1. Januar 2016.

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