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Steuererklärung 2015: Die richtigen Zeilen für die Altersvorsorge

Teil 2: Welche Versicherungskosten ansetzbar sind – und was insbesondere bei Beiträgen zur Altersvorsorge oft übersehen wird.

Steuererklärung (contrastwerkstatt)

Schnell und bequem: Über 16 Millionen Steuerzahler haben ihre Steuerunterlagen im vergangenen Jahr online eingereicht. Vorteil: Die Daten aus dem Vorjahr lassen sich direkt übernehmen. Allerdings sollte man sich nicht nur darauf verlassen. Denn bei den Beiträgen für Versicherungen und vor allem für die Altersvorsorge kommt es auf die richtigen Formulare und insbesondere Zeilen an. Worauf Sie genau achten sollten – ein Kurzüberblick:

Beiträge zur Riester-Rente lassen sich jährlich bis zu 2.100 Euro absetzen – einzutragen in der Anlage AV. So kann das Finanzamt mit der sogenannten Günstigerprüfung nachrechnen, ob sich der Riester-Sparer mit der Zulage oder dem Sonderausgabenabzug besser stellt. Generell gilt: Wer die maximale staatliche Zulage erhalten möchte, muss einen Mindesteigenbeitrag in Höhe von vier Prozent des Vorjahresbruttolohns leisten.

Beiträge zur Basis-Rente können Sparer gemeinsam mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung als Sonderausgaben ansetzen. Genau hinsehen muss man bei der Basis-Rente mit gekoppelter Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BU). Der Jahresgesamtbeitrag gehört in Zeile 7 der Anlage „Vorsorgeaufwand“. Nutzt man versehentlich Zeile 49 – hierhin kommen nur Beiträge zu einer eigenständigen BU –, gibt es je nach Einkommenshöhe keine Erstattung. Und: Das Finanzamt informiert nicht über diesen Irrtum.

Beiträge zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung lassen sich in Höhe von 1.900 Euro (Angestellte) bzw. 2.800 Euro (Selbstständige) ansetzen – ab den Zeilen 12 bis 45 der Anlage „Vorsorgeaufwand“. Liegen die tatsächlichen Aufwendungen darüber, dürfen Steuerzahler den Gesamtbetrag ansetzen. Dabei nicht vergessen: Auch die Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge des Ehepartners und der Kinder sind steuerlich ansetzbar. Für Verheiratete ist der doppelte Betrag möglich, wenn sie sich für eine gemeinsame Veranlagung entscheiden.

Und wenn die Beiträge zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung unter dem ansetzbaren Maximalbetrag liegen? Steuerzahler können bis zur Höchstgrenze auch weitere Aufwendungen, etwa für die Haftpflicht-, Unfall- oder eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung, in den Zeilen 49 und 50 angeben.

Am einfachsten: betriebliche Altersversorgung (bAV). Hier sind weder gesonderte Anträge noch Angaben in der Steuererklärung notwendig, denn die Beiträge reduzieren das Bruttogehalt. Im Rahmen der Direktversicherung sind Beiträge bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (2015: jährlich 2.904 Euro) steuer- und sozialversicherungsfrei. Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich weitere 1.800 Euro jährlich steuerfrei einbringen. Sofern der Arbeitgeber die Durchführungswege Unterstützungskasse oder Direktzusage anbietet, lässt sich der steuer- und sozialabgabenfreie Förderbetrag weiter ausbauen.