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Ohne Rauchmelder noch Versicherungsschutz?

Bis Ende 2015 müssen alle Häuser und Wohnungen in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Andere Länder ziehen noch nach. Doch was gilt für welches Bundesland – und für den Versicherungsschutz von Eigentümern und Mietern?

Ohne Rauchmelder (Photophonie)

Sie sind oft nicht größer als eine Kaffeetasse und hängen unauffällig an der Decke. Doch wenn sich im Zimmer Rauch entwickelt, geben sie ein durchdringendes Signal von sich – einen Pfeifton oder ein lautes Piepen. Diese Warnung kann im Ernstfall Leben retten. Aus diesem Grund haben inzwischen beinahe alle Bundesländer die Pflicht eingeführt, Neubauten mit Rauchmeldern auszustatten. Nach und nach müssen nun auch alle bestehenden Immobilien nachgerüstet werden. In Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt läuft die Frist dafür Ende 2015 ab. In anderen Ländern bleibt noch etwas mehr Zeit (siehe Tabelle unten).

Zur Installation der Rauchmelder sind in der Regel die Eigentümer von Häusern oder Wohnungen verpflichtet, die Mieter zur Wartung und zum Austausch der Batterien. In Mecklenburg-Vorpommern müssen sich die Mieter darüber hinaus auch um das Anbringen der Geräte kümmern.

Was gilt in welchem Bundesland

Auswirkungen auf den Versicherungsschutz

Doch was bedeutet das konkret für die Absicherung? Beispiel Bremen: „Wenn es in den ersten Januarwochen zu einem Brand kommt und noch kein Rauchmelder vorhanden ist, dürften sich die allermeisten Gesellschaften zwar noch kulant zeigen und den Schaden dennoch übernehmen“, sagt Michael Schwarz, Leiter Sachversicherungen bei MLP. Wenn allerdings Eigentümer oder Mieter dauerhaft nicht handeln, hat dies Konsequenzen: Sie begehen nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern verletzen unter Umständen auch die sogenannte Obliegenheitspflicht ihrer Hausrat- oder Gebäudeversicherung. „Die vertraglichen Obliegenheiten beschreiben die Pflichten des Versicherten – und dazu gehört auch die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften, also auch die Rauchwarnmelderpflicht“, erklärt Schwarz. Generell gilt: Wenn aufgrund von Feuer oder Löschwasser Sachschäden entstehen, springt grundsätzlich die Hausratversicherung, im gewerblichen Bereich eine Inhaltsversicherung ein. Die Gebäudeversicherung deckt Schäden am Gebäude selbst.

Richtig anbringen

Die Bauordnungen der Länder sehen in der Regel vor, dass jeweils ein Exemplar im Flur, den Kinder- und Schlafzimmern installiert sein muss. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, stattet auch weitere Zimmer mit den Geräten aus. Ausnahme: Räume, in denen häufig starker Rauch oder Dampf entsteht, beispielsweise in der Küche. Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes rät, Rauchmelder anzubringen, die ein CE-Zeichen mit Prüfnummer und die Angabe EN 14604 tragen.