MLP

Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie ihren Browser, um unser Online-Angebot optimal nutzen zu können.

browser update

Inhalt

Bürger sehen Handlungsbedarf beim Thema Pflege

Pflege ist längst kein Tabuthema mehr, sondern für viele Menschen ein wichtiges Thema für ihre Entscheidung bei der Bundestagswahl 2017. Gleichwohl: Für eine umfassende Absicherung bleibt private Vorsorge unerlässlich – was Sie jetzt wissen müssen.

Bürger sehen Handlungsbedarf beim Thema Pflege (iStock)

Das Thema Pflege ist ein wichtiges Anliegen – so sehr sogar, dass es bei der anstehenden Bundestagswahl eine erhebliche Rolle spielen könnte. Nach einer aktuellen Umfrage des Zentrums für Qualität und der Pflege (ZQP) sehen 43 Prozent der Bürger die Pläne zur weiteren Absicherung pflegebedürftiger Menschen als sehr wichtig dafür an, wem sie am 24. September ihre Stimme geben. Vor allem bezüglich besserer Rahmenbedingungen in der Pflege sehen die Befragten großen Handlungsbedarf. Einen ersten Schritt hat die Regierung Anfang des Jahres mit dem Pflegestärkungsgesetz getan. Statt der bisherigen drei Pflegestufen gibt es fünf Pflegegrade. Der jeweilige Pflegegrad hängt von der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit ab. Ziel war, das große Thema Demenz besser abzufangen und in die staatliche Absicherung einzubeziehen. Ebenfalls im Januar stieg der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent.

Staatlicher Schutz ist und bleibt nur Teilkasko

„Trotz der aktuellen Verbesserungen in der Pflegeversicherung darf aber niemand glauben, die Herausforderungen seien nun bewältigt“, so ZQP-Chef Ralf Suhr. Auch künftig wird der Staat alleine seinen Bürgern nicht umfänglich helfen können. Dies gilt vor allem für die finanzielle Absicherung im Pflegefall: Die staatliche Pflegeversicherung wird auch bei weiteren Reformen allenfalls Teilabsicherung bieten können.

Die Realität zeigt im Fall der Fälle: Mindestens die Hälfte der anfallenden Kosten müssen Betroffene und ihre Familien aus dem privaten Budget stemmen. Wer jetzt und künftig lieber umfassend abgesichert sein möchte sowie Wert auf individuelle Pflegequalität legt, dem empfiehlt sich privater Pflegeschutz. Es gibt dazu drei Varianten – generell empfehlenswert: eine Pflegetagegeldversicherung oder eine Pflegerente.

  • Pflegetagegeldversicherung: Diese zahlt im Leistungsfall einen fest vereinbarten Tagessatz, der sich nach dem Pflegegrad richtet. Vorteil ist, dass die Versicherten ihre Pflegekosten nicht einzeln nachweisen müssen. Daher können etwa auch pflegende Angehörige die Zahlungen beziehen. Zudem gibt es seit einigen Jahren eine staatlich geförderte Variante, den sogenannten Pflege-Bahr.

  • Pflegerente: Die Pflegerente zahlt im Pflegefall eine vorab vereinbarte Monatsrente aus. Auch bei dieser Variante müssen die Versicherten ihre Kosten nicht einzeln nachweisen. Gegenüber der Pflegetagegeldversicherung punktet diese Variante auch mit einer höheren Flexibilität. Die Versicherten dürfen in der Regel auswählen, ob sie ihre Prämien einmalig, laufend oder flexibel zahlen möchten. Versicherte können zudem ohne erneute Gesundheitsprüfung die Leistungen anpassen – etwa, wenn sich ihre Lebensumstände ändern.

  • Pflegekostenversicherung: In der Regel weniger empfehlenswert ist eine Pflegekostenversicherung. Sie erstattet zum einen nur die tatsächlich durch Belege nachweisbaren Ausgaben; zum anderen sind die Auszahlungen in der Regel auf einen jährlichen Höchstbetrag beschränkt.

„Eine passende Pflegeabsicherung ist Maßarbeit“, sagt Miriam Michelsen, Leiterin Krankenversicherung und Altersvorsorge bei MLP. Um die optimale Lösung zu finden, sollte sich daher jeder persönlich beraten lassen.

Weitere Informationen

Die Regierung will auch die betriebliche Altersvorsorge stärken. Was ab 2018 gelten soll – und welche Vorteile Sie sich durch einen Abschluss in diesem Jahr noch sichern können.