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Datum
10.01.2018

Unproduktive Tage retten

An manchen Tagen läuft es im Job besser als an anderen – mit Phasen, in denen man nichts zustande bringt. Wie solche Durchhänger doch zum Erfolg führen: fünf Tipps.

Karriere (Melpomenem / iStock)

Jeder kennt sie: Tage, an denen man endlos an der Powerpoint-Präsentation oder einer Excel-Aufstellung herumschraubt, ohne voranzukommen. Phasen, in denen nichts schnell von der Hand geht und die Aufmerksamkeit sich noch bereitwilliger als sonst zu Facebook oder WhatsApp verlagert. Gerade im Winter fehlt uns schneller mal die Motivation – und aus der akuten Unlust wird ein unproduktiver Tag.

Kein Grund zur Panik: „Solche Phasen sind völlig normal. Wir funktionieren eben nicht wie ein Computer, der alles stur von A nach B abarbeitet“, beruhigt der Zeitmanagement-Experte Lothar Seiwert. „Eine kleine menschliche Schwäche.“ Nicht weiter schlimm? Nun, lästig sind solche Phasen trotzdem. Denn unsere To-do-Listen gestatten in der Regel keine längeren Aussetzer. Und so mancher Arbeitstag endet mit dem schlechten Gefühl, heute so gar nichts geschafft zu haben.

Mit diesen Tricks müssen Sie Durchhänger-Tage nicht abschreiben:

Um lähmenden Mammutaufgaben den Schrecken zu nehmen, listet man jeden Handgriff auf, der zu tun ist – und pickt sich aus dieser Liste einige kleinere Dinge heraus, die sich auch an einem „hirnleeren“ Tag meistern lassen. Damit wäre dann immerhin schon der Einstieg ins Großprojekt geschafft – und das schlechte Gewissen beruhigt.

Wenn man bei der Vorbereitung einer Präsentation oder eines Vortrags blockiert ist, weil der brillante Einstieg fehlt, legt man mit den Passagen und Details los, die einem schon klar vor Augen sind. Der Rest findet sich – und wird sukzessive rechts und links angebaut. Mit ein bisschen Übung gelingt diese Technik immer besser.

Geht ein Projekt heute so gar nicht voran, knöpft man sich einfach ein anderes vor. Es gibt genug jobrelevante Dinge, die immer mal noch zu durchdenken wären, etwa die Weiterbildung fürs nächste Jahr. Klingt banal, aber tatsächlich verbeißen sich viele gerne in ein Thema; sie verzweifeln lieber darüber, dass es nicht läuft, anstatt es einfach bleiben zu lassen und zwischenzeitlich etwas Neues anzugehen. Und das hilft.

Wenn alles Brüten am Schreibtisch nichts nützt, ist eine räumliche Veränderung oft eine gute Idee. Also ruhig zum Arbeiten in den Stadtpark, ins Café um die Ecke oder die Bücherei. Gute Ideen kommen immer dann, wenn man gedanklich loslässt. Wer ans (Einzel-)Büro gefesselt ist – Tipp: eine Runde Übungen für Rücken, Schulter und Nacken. Oft ist danach die Konzentration gleich wieder besser.

Netzwerken gehört zu einer der wichtigsten Fingerübungen im modernen Wirtschaftsleben. Meist nimmt man sich aber viel zu wenig Zeit dafür, die Kontakte zu wichtigen Kollegen, Kunden und Kooperationspartnern systematisch zu pflegen. Für so etwas lassen sich geistige Durchhänger-Tage prima nutzen: zum Beispiel mal zum Telefon greifen und sich in Erinnerung bringen. Und wer weiß, welche Inspiration auf der anderen Seite des Hörers auf einen wartet.