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Beruf geht immer öfter an die Nerven

Eine aktuelle Studie zeigt: Psychische Erkrankungen sind der häufigste Grund, warum Beschäftigte nicht mehr weiterarbeiten können. Was ist bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit zu beachten?

BU (Fotolia - Diego Cervo)

Die eigene Arbeitskraft ist ein wertvolles Gut, das man sorgfältig schützen sollte. Dessen sind sich die meisten Berufstätigen bewusst. Dennoch hält sich hartnäckig ein altes Vorurteil: „Bei einem Schreibtischjob ist die Gefahr, berufsunfähig zu werden, gering.“ Im Gegenteil. Das Risiko, wegen psychischer Erkrankungen beruflich auszufallen, ist mittlerweile am größten, wie eine aktuelle Studie (siehe Grafik) zeigt.

BU Ursachen

Berufsunfähigkeit (BU) betrifft daher längst nicht mehr nur Arbeitnehmer mit körperlich fordernden Tätigkeiten. So zeigt die Studie, dass psychische Leiden wie Burnout oder Depressionen (32 Prozent) sowie orthopädische Erkrankungen wie Bandscheibenschäden (21 Prozent) die vorwiegenden gesundheitlichen Gründe sind, im Job zu pausieren oder sogar vorzeitig auszusteigen. Es handelt sich also um Erkrankungen, die auch Akademiker aller Fachrichtungen treffen können.

Staatliche Hilfe: unzureichend

Die finanzielle Lücke, die durch den Verdienstausfall entsteht, ist beträchtlich. So muss ein durchschnittlich verdienender Arbeitnehmer rund eine Million Euro Einkommenseinbuße bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren verkraften, wenn er zum Beispiel mit 35 Jahren krankheitsbedingt den Beruf aufgeben muss. Allein mit staatlicher Unterstützung lässt sich ein längerfristiger Ausfall bei Weitem nicht kompensieren. Die Erwerbsminderungsrente fällt für alle nach dem 1.1.1961 Geborenen minimal aus und ist zudem an strenge Bedingungen geknüpft: Sie erhält nur, wer gesundheitsbedingt weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann – auch weit unterhalb seiner Qualifikationen und ungeachtet, ob sich tatsächlich ein solcher Job finden lässt. Deshalb ist eine zusätzliche private Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos unerlässlich.

Frühzeitig vorsorgen

Worauf ist dabei zu achten? Eine private BU-Versicherung leistet eine monatliche Rentenzahlung, deren Höhe individuell festgelegt werden kann. Die Versicherung greift – anders als die staatliche Unterstützung – bereits ab einer 50-prozentigen Einschränkung der Arbeitskraft, mit Bezug auf den zuletzt ausgeübten Beruf. „Da sich die Beitragshöhe bei BU-Policen unter anderem nach dem Alter und dem Gesundheitszustand richtet, empfiehlt sich ein möglichst frühzeitiger Abschluss“, sagt Miriam Michelsen, Leiterin Vorsorge bei MLP. Gut ist, wenn man sich spätestens mit Eintritt ins Berufsleben absichert – denn von Berufsunfähigkeit betroffen sind längst nicht nur ältere Beschäftigte.

Trend: immer individueller

Neben dem Alter und dem Gesundheitszustand berücksichtigen die BU-Tarife zudem den Beruf und das Aufgabenfeld, in dem der Beschäftigte tätig ist. Unterschieden die Versicherer bei der Prämienkalkulation früher nur zwischen kaufmännischen und körperlich fordernden Tätigkeiten, setzen viele Anbieter mittlerweile auf eine deutlich detailliertere Risikoanalyse und -gewichtung. Die Folge: Tarife, die zum Beispiel nach Arbeitsinhalten und Führungsverantwortung, aber auch nach anderen Risikofaktoren wie dem Gesundheitsverhalten, der Familiensituation oder dem Ausbildungsstand differenzieren. „Dies führt zu einer Ausweitung des Angebots. Somit lassen sich für den individuellen Bedarf noch geeignetere Absicherungen finden“, erklärt Miriam Michelsen. Eine sorgfältige Prüfung und Auswahl des Tarifs sei aber ohne professionelle Beratung jedoch kaum möglich. „Gerade bei einer BU-Versicherung, die im Ernstfall über einen langen Zeitraum zuverlässig und leistungsfähig sein muss, kommt es auch unter anderem auf ein stabiles und gut wirtschaftendes Versicherungsunternehmen an“, so Miriam Michelsen.

Steuervorteile nutzen und fürs Alter vorsorgen

Interessant kann im Rahmen der BU-Absicherung auch die Kombination mit einer Basis-Rente sein. Die steuerlichen Vorteile dieser privaten Altersvorsorgeform gelten dann auch für die BU. Dabei können die Beiträge für beide Vorsorgebausteine als Sonderausgaben in der Steuererklärung angesetzt werden.

Bei vielen Anbietern ist es möglich, dass sich diese Kombination auch flexibel auf neue Lebensumstände anpassen lässt. So kann ein Versicherter seine BU-Absicherung während der Laufzeit von der Altersvorsorge abkoppeln und – ohne erneute Gesundheitsprüfung – als selbstständigen Vertrag weiterführen. Der BU-Schutz bleibt auch dann erhalten, wenn der Sparer zwischenzeitlich die Beiträge für Altersvorsorge, beispielsweise wegen Arbeitslosigkeit oder Umzug ins Ausland, aussetzen möchte.