So sieht die Renteninformation aus, die Sie einmal jährlich zugeschickt bekommen. Was sie im einzelnen aussagt und was das für Sie bedeutet, erläutern wir Ihnen in wenigen Schritten.
Hier sehen Sie, wie viel Ihnen im Alter monatlich zur Verfügung steht. Doch Vorsicht: Zum einen müssen Sie davon neben Miete und Unterhalt auch Versicherungen und andere Fixkosten bezahlen. Zum anderen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Kaufkraft bis zu Ihrem Renteneinstieg stetig abnimmt und Ihnen real weniger bleibt, als es jetzt scheint. Aber dazu gleich mehr.
Beachten Sie den 67er Abschlag! Wenn Sie nach der vollständigen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 weiterhin mit 65 Jahren in Rente gehen wollen, müssen Sie pro Monat einen Abschlag von 0,3 Prozent auf Ihre Rente hinnehmen. Das sind in der Summe 7,2 Prozent weniger.
Nicht vergessen: Von Ihrer Rente müssen Sie auch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen. Je nach Einkommenssituation fallen zusätzlich auch noch Steuern an.
Künftige Rentensteigerungen sind ungewiss. Aufgrund zukünftiger Rentenanpassungen kann die errechnete Altersrente tatsächlich höher ausfallen, um die Inflationswirkung auszugleichen. Allerdings steht diese Anpassung gegen die vorher erwähnte Abnahme der Kaufkraft. Allerdings stagniert die Rentenanpassung seit einigen Jahren.
Die Rente verliert an Kaufkraft. Der Kaufkraftverlust, auf Seite 2 Ihrer Renteninformation erwähnt, ist in Ihren individuellen Berechnungen der Renteninformation aber nicht berücksichtigt. Bei durchschnittlich 1,5% Inflationsrate und 30 Jahren bis zum Renteneintritt, hätten 100 EUR dann nur noch eine Kaufkraft von 75 EUR.
Was diese Punkte für Ihre Vorsorge bedeuten, steht im letzten Absatz Ihrer Renteninformation:Da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert, wird eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger. Im Klartext: Wer später nicht verarmen will, kommt um eine private Altersvorsorge nicht herum.